Anzeichen

Was sind Anzeichen einer Demenz?

Einen Namen vergessen, den Schlüssel verlegen oder nicht das richtige Wort finden: Konzentrations- und Gedächtnisprobleme gehören für die meisten Menschen zum Alltag. Sie deuten nicht unbedingt auf eine Demenz hin. Denn die geistige Leistungsfähigkeit schwankt ständig. Zu viele, aber auch zu wenige Reize sowie Schlafmangel, Stress und Zeitdruck haben Einfluss darauf. Im Alter können sich das Kurzzeitgedächtnis und die Wahrnehmung verschlechtern. Es kann sein, dass Informationen nicht mehr so schnell aufgenommen, verarbeitet und abgerufen werden können.

Typisch für Demenz ist, dass geistige Fähigkeiten erheblich nachlassen, sodass Alltagsfähigkeiten beeinträchtigt sind. Das kann sich bemerkbar machen durch:

  • auffallend beeinträchtigtes Kurzzeitgedächtnis
  • Schwierigkeiten, Neues zu lernen
  • nachlassende zeitliche oder räumliche Orientierung
  • Vergessen von Gesprächsinhalten oder Namen
  • Wortfindungsstörungen
  • Veränderungen im Verhalten: Die Person mit Demenz ist durch die Erkrankung vielleicht antriebsloser, unruhiger oder aggressiver als zuvor
  • nachlassendes Urteils- und Einfühlungsvermögen

Menschen mit beginnender Demenz sind aufgrund kognitiver Beeinträchtigungen, wie Gedächtnislücken im Alltag, oft unsicher, zuweilen auch beschämt. Manche bemühen sich, die Symptome zu überspielen.

Mit fortschreitender Demenz gehen Erinnerungen und Selbstbild verloren. Gleichzeitig treten mitunter Wissen und praktische Fertigkeiten zutage, die im Langzeitgedächtnis gespeichert sind. Manchmal reicht eine passende Gelegenheit aus, damit sie abgerufen werden können.

Als weitere Symptome einer Demenz können Wahrnehmungsstörungen bis hin zu Wahnvorstellungen auftreten. Mitunter werden das Sundowning-Syndrom und das Wandering-Syndrom beobachtet: Beim Sundowning-Syndrom wird die Person vermehrt am späten Nachmittag, Abend oder in der Nacht aktiv oder nervös. Das kann mit Angst oder aggressivem Verhalten einhergehen. Als Wandering-Syndrom wird unruhiges, desorientiertes Umhergehen bezeichnet.

Meistens sind es die Angehörigen, denen Anzeichen einer Demenz zuerst auffallen. Eine möglichst frühe Diagnose bietet die Chance, das Fortschreiten der Erkrankung durch eine individuelle Therapie zu verzögern.

QUELLEN
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AKTUALISIERT
am 21. April 2021

AUTORINNEN
S. Garay, M. Haeger,
D. Sulmann