Forschung

Wo steht die Forschung?

Durch wissenschaftliche Untersuchungen wird festgestellt, welche gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen in der Pflege für ältere Menschen wirksam sind.

Um einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu bekommen, hat das ZQP zusammen mit der Universität Bremen hierzu eine Online-Übersicht erstellt. Dort finden sich wissenschaftsbasierte Informationen zu pflegerischer Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation bei älteren Menschen. Sie geben Hinweise zur Wirksamkeit von Maßnahmen und zum weiteren Forschungsbedarf. Z. B. zeigen Studien, dass sich spezielle Bewegungsübungen positiv auf die Balance-Fähigkeit auswirken. Bestimmte Formen von Beratung und Schulung für pflegebedürftige Menschen können zum besseren den Umgang mit gesundheitlichen Problemen beitragen.

Welche Maßnahmen zur Bewegungsförderung in Pflegeheimen geeignet sind, wurde in einem Projekt vom ZQP mit der Universität Bielefeld untersucht. Die Studie bildet die Grundlage für eine ZQP-Übersicht zu Bewegungsförderung in der Pflege.

Insgesamt betrachtet ist das Wissen über die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen in der Pflege noch dürftig. Das liegt daran, dass es bisher noch nicht viele Studien zu einzelnen präventiven Interventionen gibt, zudem ist die Studien-Qualität oft nicht gut. Und bei vielen Maßnahmen lässt sich schwer messen, welchen Anteil die Pflege an der Wirksamkeit hat und welche eventuell auch andere Berufsgruppen wäre.

Deshalb ist es wichtig, die Rolle und konkrete Aufgaben von Pflegenden zur pflegerischen Prävention zu definieren und weiter zu forschen.

Eine ganze Reihe weiterer Institutionen und Initiativen arbeiten derzeit an Informationen, Maßnahmen und Empfehlungen, um Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten von älteren Menschen besser zu ermöglichen. Beispiele sind das BMG-Forschungsprojekt „Qualitätsorientierte Prävention und Gesundheitsförderung in Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe“ (QualiPEP), das vom AOK-Bundesverband durchgeführt wird, die Angebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder die Empfehlungen des Kooperationsverbunds „gesundheitsziele.de“.

QUELLEN
Görres, S., Meinecke, P., & Riemann, M. (2017). Aktualisierung der ZQP-Übersicht „Prävention und Rehabilitation“: Abschlussbericht. Berlin: Zentrum für Qualität in der Pflege. Link [Stand: 14.05.2018]
Görres, S., Schmitt, S., Neubert, L., Zimmermann, M., & Stolle, C. (2013). Prävention in der Pflege – Maßnahmen und ihre Wirksamkeit: Erarbeitung einer systematischen Übersicht vorhandener Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention in der Pflege. Abschlussbericht. Berlin: Zentrum für Qualität in der Pflege. Link [Stand: 14.05.2018]
Kleina, T., Horn, A., Vogt, D., Koch, M., & Schaeffer, D. (2013). Gesundheitsförderung und Prävention durch bewegungsfördernde Interventionen in der stationären Langzeitversorgung: Abschlussbericht. Berlin: Zentrum für Qualität in der Pflege. Link [Stand: 14.05.2018]
Schaeffer, D., Kleina, T., & Horn, A. (2016). Aktualisierung der ZQP-Datenbank „Bewegungsfördernde Interventionen: Abschlussbericht. Berlin: Zentrum für Qualität in der Pflege. Link [Stand: 17.02.2020]
Wöhl, C., Siebert, H., & Blättner, B. (2018). Körperliche Aktivität zur Stärkung kognitiver Ressourcen: Systematische Übersicht der Wirksamkeit in Pflegeheimen. Prävention und Gesundheitsförderung, 13 (1). S. 32-38. doi: https://doi.org/10.1007/s11553-017-0612-3

AKTUALISIERT
am 01. Juni 2018

AUTOR
N. Kossatz, D. Sulmann

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