Wissen und Tipps für pflegende Angehörige

Schutz vor dem Corona-Virus

Pflegebedürftige Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Infektionen. Dieses Risiko steigt bei geschwächter Abwehr und mit steigendem Alter. Über Wunden und künstliche Zugänge wie Blasenkatheter oder Ernährungssonden können Keime schnell in den Körper eindringen und sich ausbreiten. Das kann Infektionen hervorrufen und schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben.

Durch eine gute Hygiene im Haushalt und bei der Pflege können Infektionen oftmals vermieden werden. Dieser Erklärfilm zeigt in knapp 2 Minuten, warum gerade gute Händehygiene bei der Pflege so wichtig ist. Darin erfahren Sie auch, wie Sie Ihre Hände richtig reinigen.

Das sollten pflegende Angehörige wissen

Was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen: Corona, Sars-CoV-2, COVID-19?

Der Begriff Corona bezeichnet eine Gruppe von Viren mit ähnlichen Eigenschaften, mit denen sich Menschen oder Tiere anstecken können. Beim Menschen können Corona-Viren zu unterschiedlich schweren Erkrankungen führen. Die Spannbreite reicht von leichten Erkältungen hin zu schweren Lungenentzündungen.

SARS-CoV-2 ist der offizielle Name für das neuartige Corona-Virus, das im Dezember 2019 erstmalig in China aufgetreten ist und sich seitdem weltweit ausbreitet. SARS steht für Severe Acute Respiratory Syndrome. Übersetzt bedeutet das Schweres Akutes Atemwegs-Syndrom. Die Bezeichnung beschreibt: Das Virus kann eine Erkrankung auslösen, die schwer verlaufen und plötzlich einsetzende Beschwerden der Atemwege auslösen kann.

Die durch das Virus verursachte Erkrankung wird als COVID-19 bezeichnet. Diese Abkürzung stammt ebenfalls aus dem Englischen und meint Corona-Virus-Erkrankung 2019. Die Zahl 19 beschreibt die Jahreszahl 2019, in der die Erkrankung erstmalig erkannt und beschrieben wurde.

Mehr zum Thema

BMG-Webseite: Basiswissen zum Coronavirus
RKI-Webseite: Steckbrief zu COVID-19
BMG-Webseite: Informationen in leichter Sprache

Warum müssen ältere und pflegebedürftige Menschen besonders geschützt werden?

Für die meisten Menschen, die sich mit dem Corona-Virus anstecken, verläuft die Erkrankung mild und ist ungefährlich. Sie kann jedoch auch zu schweren Lungen-Entzündungen führen, die tödlich enden können.

Die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass besonders ältere und pflegebedürftige Menschen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19 Erkrankung haben. Denn im Alter ist das Immunsystem schwächer und erholt sich langsamer als in jüngeren Jahren. Hinzu kommt, dass Anzeichen einer Ansteckung wie Fieber mit zunehmendem Lebensalter weniger stark auftreten. Das hat zur Folge, dass erst bei weit fortgeschrittener Erkrankung ärztlicher Rat eingeholt wird. Auch leiden ältere und pflegebedürftige Menschen häufiger an Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Problemen. Diese zählen zu den sogenannten Risiko-Faktoren für einen schweren Verlauf.

Auch für jüngere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann eine Ansteckung (Infektion) sehr gefährlich sein. Dazu gehören beispielsweise Personen mit einer chronischen Lungen-Erkrankung wie Asthma, während oder nach einer Krebs-Therapie oder nach einer Organ-Transplantation.

Warum ist die aktuelle Corona-Pandemie problematisch?

Das Wort Pandemie beschreibt eine weltweite Erkrankungs-Welle, die auf dieselbe Ursache zurückzuführen ist. Die Ursache kann zum Beispiel die Ansteckung mit einem Krankheits-Erreger, also einem Bakterium oder Virus, sein.

Das Virus SARS-CoV-2 hat sich innerhalb weniger Wochen in über 100 Ländern der Welt ausgebreitet. Deshalb wurde es von der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft.

Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, steigt derzeit in vielen Ländern an. Aktuell (Stand: 31. März 2020) haben sich fast 700.000 Menschen weltweit angesteckt. Auch in Deutschland nimmt die Anzahl der erkrankten Menschen zu. Weltweit sind mittlerweile mehr als 33.000 Menschen an der Erkrankung gestorben, viele Tausend werden aktuell in Krankenhäusern behandelt.

Erkrankte Menschen mit einem schweren Verlauf müssen oftmals auf einer Intensiv-Station behandelt werden. Dabei kann auch die Therapie mit einem Beatmungs-Gerät notwendig werden. Allerdings stehen Krankenhaus-Betten und sogenannte Beatmungs-Plätze nur begrenzt zur Verfügung. Das wird dann zum Problem, wenn zu viele Menschen gleichzeitig so schwer erkranken, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das Gesundheits-System kann dadurch schnell überlastet werden.

Deshalb ist es wichtig, die zu schnelle Ausbreitung des Virus mit Schutzmaßnahmen zu bremsen. Auch, weil es noch keinen zugelassenen Impfstoff und keine speziellen Medikamente gibt.

Das können pflegende Angehörige jetzt tun

Aktuelle, allgemein-gültige Regeln einhalten

  • Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Maßnahmen. Achten Sie auf offizielle und verlässliche Quellen.
  • Bleiben Sie möglichst viel zu Hause. Erledigen Sie Dinge außerhaus nur, wenn sie unbedingt nötig sind, wie Einkaufen oder dringende Arztbesuche. Vermeiden Sie Erledigungen und Einkäufe zu Stoßzeiten. Wenn möglich, verzichten Sie auf den öffentlichen Nahverkehr. Rufen Sie in Arztpraxen an, bevor Sie hingehen.
  • Informieren Sie sich über die Besuchs-Regelungen und Kontakt-Möglichkeiten im Pflegeheim. Halten Sie wenn möglich über Telefon, Video-Telefonie oder Brief Kontakt.
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt zu anderen Menschen, die nicht im eigenen Haushalt leben. Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum. Erlaubt sind Treffen mit nur einer Person, die nicht in Ihrem Haushalt lebt. Halten Sie stattdessen telefonisch, über das Internet oder über den Postweg Kontakt.
  • Halten Sie zu Menschen außerhalb des Zuhauses einen Abstand von mindestens 1,5 Metern, besonders bei Husten, Schnupfen und Fieber.
  • Husten oder niesen Sie in ein Einmal-Taschentuch oder in die Armbeuge. Drehen Sie sich dabei von anderen Menschen weg. Entsorgen Sie benutzte Taschentücher umgehend in einem verschließbaren Behälter. Waschen Sie sich danach und nach dem Nase putzen gründlich die Hände.
  • Fassen Sie sich nicht ins Gesicht.
  • Lüften Sie die Wohnräume mindestens 3 Mal täglich für 10 Minuten.

Hände richtig waschen

  • Halten Sie Ihre Hände unter fließendes Wasser.
  • Seifen Sie Ihre Hände mit Flüssigseife für 20 bis 30 Sekunden ein: Handflächen, zwischen den Fingern, Fingerspitzen, Nägel, Daumen und Handrücken.
  • Spülen Sie die Seife gründlich unter fließendem Wasser ab.
  • Trocknen Sie die Hände sorgfältig mit einem sauberen und trockenen Handtuch ab. Teilen Sie sich Handtücher nicht mit anderen. Nutzen Sie unterwegs Einmal-Handtücher.

Empfehlungen beim Pflegen beachten

  • Informieren Sie die pflegebedürftige Person über die aktuelle Situation und die nötigen Maßnahmen. Besprechen Sie gemeinsam Sorgen und Ängste. Nehmen Sie telefonische Sozial- Angebote wie Telefon-Seelsorge oder Silbernetz in Anspruch.
  • Halten Sie die Anzahl der pflegenden Personen möglichst gering. Pflegende sollten, wenn möglich, keinen direkten Kontakt zu anderen als der pflegebedürftigen Person haben. Lassen Sie so wenige Menschen wie möglich in die Wohnung. Personen unter 16 Jahren sollten auf Besuche der Großeltern verzichten.
  • Soweit vertretbar und möglich, halten Sie Abstand zur pflegebedürftigen Person: z. B. nicht gegenseitig ins Gesicht fassen, nicht anatmen, nicht küssen, nicht umarmen. Halten Sie sich nur solange im gleichen Raum auf wie nötig.
  • Vermeiden Sie das Sprechen und atmen Sie durch die Nase bei direktem Kontakt mit der pflegebedürftigen Person. Bei besonders körpernahen Tätigkeiten wie der Körperpflege oder dem Positionswechsel können Sie – falls vorhanden – zum Schutz der pflegebedürftigen Person einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Pausieren Sie die Pflege sofort, wenn Sie selbst Symptome einer Atemweg-Erkrankung wahrnehmen. Besprechen Sie das weitere Vorgehen mit Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt und anderen an der Versorgung beteiligten Personen, z. B. Familien-Mitgliedern oder dem ambulanten Pflegedienst.
  • Achten Sie penibel auf Hygiene:
    • Waschen Sie sich die Hände immer vor:
      • jedem Kontakt mit dem pflegebedürftigen Menschen
      • Kontakt mit Lebensmitteln, Medikamenten, Kontaktlinsen oder Zahnprothesen.
    • Waschen Sie sich die Hände immer, nachdemSie etwas angefasst haben, worauf sich gewöhnlich Keime befinden, wie:
      • Toilette oder Toilettenbürste
      • Ausscheidungen, z. B. Erbrochenes, Urin oder Stuhl
      • Körpersekrete, z. B. Speichel, Nasen- oder Rachenschleim, Blut
      • unterwegs, z. B. auf dem Haltegriff im Bus, am Einkaufswagen oder an Türklinken.
    • Regen Sie auch die pflegebedürftige Person zum regelmäßigen Händewaschen an.
    • Tragen Sie bei der Pflege keinen Schmuck an den Händen und Handgelenken.
    • Spülen Sie Geschirr, wenn möglich, im Geschirrspüler bei mindestens 60 Grad. Teilen Sie kein Geschirr oder Besteck untereinander.
  • Informieren Sie sich: Ist die Hausärztin oder der Hausarzt der pflegebedürftigen Person weiterhin erreichbar? Wie kann die Medikamenten-Versorgung sichergestellt werden? Kommt der Pflegedienst weiter wie gewohnt?

...

Das Wort Pandemie beschreibt eine weltweite Erkrankungs-Welle, die auf dieselbe Ursache zurückzuführen ist. Die Ursache kann zum Beispiel die Ansteckung mit einem Krankheits-Erreger, also einem Bakterium oder Virus, sein.

Das Virus SARS-CoV-2 hat sich innerhalb weniger Wochen in über 100 Ländern der Welt ausgebreitet. Deshalb wurde es von der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft.

Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, steigt derzeit in vielen Ländern an. Aktuell (Stand: 31. März 2020) haben sich fast 700.000 Menschen weltweit angesteckt. Auch in Deutschland nimmt die Anzahl der erkrankten Menschen zu. Weltweit sind mittlerweile mehr als 33.000 Menschen an der Erkrankung gestorben, viele Tausend werden aktuell in Krankenhäusern behandelt.

Erkrankte Menschen mit einem schweren Verlauf müssen oftmals auf einer Intensiv-Station behandelt werden. Dabei kann auch die Therapie mit einem Beatmungs-Gerät notwendig werden. Allerdings stehen Krankenhaus-Betten und sogenannte Beatmungs-Plätze nur begrenzt zur Verfügung. Das wird dann zum Problem, wenn zu viele Menschen gleichzeitig so schwer erkranken, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das Gesundheits-System kann dadurch schnell überlastet werden.

Deshalb ist es wichtig, die zu schnelle Ausbreitung des Virus mit Schutzmaßnahmen zu bremsen. Auch, weil es noch keinen zugelassenen Impfstoff und keine speziellen Medikamente gibt.

Warum müssen ältere und pflegebedürftige Menschen besonders geschützt werden?

Für die meisten Menschen, die sich mit dem Corona-Virus anstecken, verläuft die Erkrankung mild und ist ungefährlich. Sie kann jedoch auch zu schweren Lungen-Entzündungen führen, die tödlich enden können.

Die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass besonders ältere und pflegebedürftige Menschen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19 Erkrankung haben. Denn im Alter ist das Immunsystem schwächer und erholt sich langsamer als in jüngeren Jahren. Hinzu kommt, dass Anzeichen einer Ansteckung wie Fieber mit zunehmendem Lebensalter weniger stark auftreten. Das hat zur Folge, dass erst bei weit fortgeschrittener Erkrankung ärztlicher Rat eingeholt wird. Auch leiden ältere und pflegebedürftige Menschen häufiger an Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Problemen. Diese zählen zu den sogenannten Risiko-Faktoren für einen schweren Verlauf.

Auch für jüngere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann eine Ansteckung (Infektion) sehr gefährlich sein. Dazu gehören beispielsweise Personen mit einer chronischen Lungen-Erkrankung wie Asthma, während oder nach einer Krebs-Therapie oder nach einer Organ-Transplantation.

Warum ist die aktuelle Corona-Pandemie problematisch?

Das Wort Pandemie beschreibt eine weltweite Erkrankungs-Welle, die auf dieselbe Ursache zurückzuführen ist. Die Ursache kann zum Beispiel die Ansteckung mit einem Krankheits-Erreger, also einem Bakterium oder Virus, sein.

Das Virus SARS-CoV-2 hat sich innerhalb weniger Wochen in über 100 Ländern der Welt ausgebreitet. Deshalb wurde es von der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft.

Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, steigt derzeit in vielen Ländern an. Aktuell (Stand: 31. März 2020) haben sich fast 700.000 Menschen weltweit angesteckt. Auch in Deutschland nimmt die Anzahl der erkrankten Menschen zu. Weltweit sind mittlerweile mehr als 33.000 Menschen an der Erkrankung gestorben, viele Tausend werden aktuell in Krankenhäusern behandelt.

Erkrankte Menschen mit einem schweren Verlauf müssen oftmals auf einer Intensiv-Station behandelt werden. Dabei kann auch die Therapie mit einem Beatmungs-Gerät notwendig werden. Allerdings stehen Krankenhaus-Betten und sogenannte Beatmungs-Plätze nur begrenzt zur Verfügung. Das wird dann zum Problem, wenn zu viele Menschen gleichzeitig so schwer erkranken, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das Gesundheits-System kann dadurch schnell überlastet werden.

Deshalb ist es wichtig, die zu schnelle Ausbreitung des Virus mit Schutzmaßnahmen zu bremsen. Auch, weil es noch keinen zugelassenen Impfstoff und keine speziellen Medikamente gibt.

Was sind Anzeichen einer COVID-19-Infektion?

Die Anzeichen einer Ansteckung mit dem Corona-Virus sind denen einer Erkältung oder der Grippe sehr ähnlich. Die häufigsten Anzeichen einer COVID-19-Erkrankung sind:

  • Fieber
  • trockener Husten und
  • Schnupfen.

Mitunter klagen Erkrankte auch über:

  • Atemprobleme wie Kurzatmigkeit oder das Gefühl von Luftnot
  • Abgeschlagenheit
  • Halskratzen/-schmerzen oder
  • Kopf- und Gliederschmerzen.

Übelkeit und Durchfall treten in Verbindung mit der Erkrankung eher selten auf.

Wie wird das Virus übertragen?

Aktuell geht die Wissenschaft davon aus, dass das Virus über Tröpfchen übertragen wird. Das bedeutet, dass kleinste Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen, eine Infektion verursachen. Die Tröpfchen einer erkrankten Person können über die Schleimhäute in Mund und Nase auf eine andere Person in Reichweite übertragen werden.

Ob auch eine Übertragung durch die Hände erfolgen kann, ist derzeit unklar, jedoch theoretisch möglich. Dabei könnte das Virus weitergegeben werden, indem man beispielsweise in die Hände niest oder hustet und danach jemanden die Hand gibt oder Gegenstände wie eine Türklinke anfasst. Berührt eine andere Person anschließend diese Türklinke und fasst sich danach ins Gesicht, könnte sie sich mit dem Virus anstecken. Das nennt man Schmierinfektion.

Was sollte man bei Verdacht auf eine COVID-19-Infektion tun?

Wenn Sie vermuten, dass Sie oder die pflegebedürftige Person COVID-19 haben, sollten Sie möglichst zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen vermeiden.

Melden Sie sich zunächst telefonisch bei einer der folgenden Stellen:

  • Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt
  • dem Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: 116 117
  • dem Gesundheitsamt in Ihrer Nähe: https://tools.rki.de/plztool

Dort werden Sie beraten, wie Sie weiter vorgehen sollten.

Im Notfall, beispielsweise bei Atemnot, sollten Sie den Notruf 112 wählen.

Gehen Sie nicht ohne vorherigen Anruf zu ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in die Rettungsstelle – unterwegs und in der Praxis könnten Sie andere Menschen anstecken. In manchen Orten gibt es sogenannte Abklärung-Stellen, die speziell Personen mit Verdacht auf COVID-19 untersuchen und behandeln.

Welchen Effekt hat die soziale Distanz?

Menschen stecken sich vor allem durch den nahen Kontakt zu anderen Menschen mit dem Virus an. Derzeit gehen Forscher davon aus, dass eine infizierte Person zwei bis drei weitere Personen ansteckt. Trifft man keinen anderen Menschen, kann man das Virus weder selbst bekommen noch Andere damit anstecken. Das verlangsamt die Ausbreitung.

Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen verringert das Risiko einer Ansteckung zusätzlich. Das hilft dabei, dass Krankenhäuser und ärztliche Praxen nicht durch zu viele erkrankte Menschen zur gleichen Zeit überlastet werden.

Was bringt ein Mund-Nasen-Schutz?

Mund-Nasen-Masken werden vom Robert Koch-Institut (RKI) und der WHO nicht für die allgemeine Bevölkerung zum Schutz vor Ansteckung empfohlen. Denn für gesunde Menschen ist nicht ausreichend bewiesen, dass das Tragen von einem Mundschutz das Ansteckungs-Risiko verringert. Insbesondere der Gebrauch von sogenannten Filter-Partikel-Masken (FFP-Masken) ist für den privaten Gebrauch unnötig. Diese werden in Krankenhäusern im Kontakt mit schwerkranken Menschen benötigt. Das Tragen von Mund-Nasen-Masken könnte laut der Welt-Gesundheits-Organisation außerdem dazu führen, dass man sich in Sicherheit wägt und wichtige Hygiene-Maßnahmen wie das Händewaschen vernachlässigt.

Bei Menschen mit einer Atemwegs-Erkrankung kann ein Mund-Nasen-Schutz allerdings dabei helfen, die Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen. Denn der Mund-Nasen-Schutz kann Tröpfchen vom Sprechen, Husten und Niesen zurückhalten. Wichtig ist, dass die Maske eng anliegt und ausgetauscht wird, wenn sie feucht wird. Außerdem gilt: Vor allem erkrankte Personen sollten nach Möglichkeit zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen ganz meiden.

Pflegenden Angehörigen empfiehlt die Senatsverwaltung Berlin bei körpernähen Tätigkeiten – falls vorhanden – zum Schutz der pflegebedürftigen Person einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Zu den körpernahen Tätigkeiten zählen zum Beispiel Hilfe bei der Körperpflege, beim Positions-Wechsel oder beim Essen anreichen.

Was bringt Hände-Desinfektionsmittel?

Mund-Nasen-Masken werden vom Robert Koch-Institut (RKI) und der WHO nicht für die allgemeine Bevölkerung zum Schutz vor Ansteckung empfohlen. Denn für gesunde Menschen ist nicht ausreichend bewiesen, dass das Tragen von einem Mundschutz das Ansteckungs-Risiko verringert. Insbesondere der Gebrauch von sogenannten Filter-Partikel-Masken (FFP-Masken) ist für den privaten Gebrauch unnötig. Diese werden in Krankenhäusern im Kontakt mit schwerkranken Menschen benötigt. Das Tragen von Mund-Nasen-Masken könnte laut der Welt-Gesundheits-Organisation außerdem dazu führen, dass man sich in Sicherheit wägt und wichtige Hygiene-Maßnahmen wie das Händewaschen vernachlässigt.

Bei Menschen mit einer Atemwegs-Erkrankung kann ein Mund-Nasen-Schutz allerdings dabei helfen, die Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen. Denn der Mund-Nasen-Schutz kann Tröpfchen vom Sprechen, Husten und Niesen zurückhalten. Wichtig ist, dass die Maske eng anliegt und ausgetauscht wird, wenn sie feucht wird. Außerdem gilt: Vor allem erkrankte Personen sollten nach Möglichkeit zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen ganz meiden.

Pflegenden Angehörigen empfiehlt die Senatsverwaltung Berlin bei körpernähen Tätigkeiten – falls vorhanden – zum Schutz der pflegebedürftigen Person einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Zu den körpernahen Tätigkeiten zählen zum Beispiel Hilfe bei der Körperpflege, beim Positions-Wechsel oder beim Essen anreichen.

Aktuelle, allgemeingültige Regeln einhalten

  • Waschen Sie sich mehrmals am Tag mit fließendem Wasser und hautschonender, milder Flüssigseife die Hände. Auch, wenn Sie keinen Schmutz sehen.
  • Regen Sie auch die pflegebedürftige Person zum regelmäßigen Händewaschen an.
  • Verwenden Sie Einmal-Handschuhe bei Kontakt mit Ausscheidungen und beim Waschen infizierter Hautstellen, z. B. bei Pilzbefall.
  • Tragen Sie bei der Pflege keinen Schmuck an den Händen und Handgelenken.
  • Waschen Sie die Hände immer, bevor Sie Lebensmittel, Medikamente, Kontaktlinsen oder Zahnprothesen anfassen.
  • Waschen Sie sich die Hände immer, nachdem Sie etwas angefasst haben, worauf sich gewöhnlich Keime befinden, wie:
    • Geld
    • unterwegs, z. B. auf dem Haltegriff im Bus, am Einkaufswagen oder an Türklinken
    • Toilette oder Toilettenbürste
    • Ausscheidungen, z. B. Erbrochenes, Urin oder Stuhl
    • Körpersekrete, z. B. Speichel, Nasen- oder Rachenschleim, Blut
    • Wunden
    • Tiere.

Hände richtig reinigen

  • Halten Sie Ihre Hände unter fließendes Wasser.
  • Seifen Sie Ihre Hände mit Flüssigseife für 20 bis 30 Sekunden ein: Handflächen, zwischen den Fingern, Fingerspitzen, Nägel, Daumen und Handrücken.
  • Spülen Sie die Seife gründlich unter fließendem Wasser ab.
  • Trocknen Sie die Hände sorgfältig mit einem sauberen und trockenen Handtuch ab. Teilen Sie sich Handtücher nicht mit anderen. Nutzen Sie unterwegs Einmal-Handtücher oder Händetrockner mit Gebläse.

Empfehlungen beim Pflegen beachten

  • Waschen Sie Geschirr möglichst heiß ab. Wenn möglich, nutzen Sie die Spülmaschine bei mindestens 60 Grad.
  • Beseitigen Sie Körper-Sekrete sofort, z. B. Blut, Stuhl, Urin oder Erbrochenes. Reinigen Sie die Flächen und Materialien danach gründlich.
  • Nutzen Sie Gegenstände, die mit Blut oder Pilzinfektionen in Kontakt kommen, nicht gemeinsam, z. B. die Nagelschere.
  • Reinigen Sie häufig genutzte Flächen und Gegenstände regelmäßig gründlich mit Wasser und Haushaltsreiniger, z. B. Spül- und Waschbecken, Waschschüssel, Toilette, Haltegriffe, Türklinken,  Arbeitsflächen in der Küche, Kühlschrank.

Auf einen Notfall/Ausfall vorbereiten

  • Waschen Sie Geschirr möglichst heiß ab. Wenn möglich, nutzen Sie die Spülmaschine bei mindestens 60 Grad.
  • Beseitigen Sie Körper-Sekrete sofort, z. B. Blut, Stuhl, Urin oder Erbrochenes. Reinigen Sie die Flächen und Materialien danach gründlich.
  • Nutzen Sie Gegenstände, die mit Blut oder Pilzinfektionen in Kontakt kommen, nicht gemeinsam, z. B. die Nagelschere.
  • Reinigen Sie häufig genutzte Flächen und Gegenstände regelmäßig gründlich mit Wasser und Haushaltsreiniger, z. B. Spül- und Waschbecken, Waschschüssel, Toilette, Haltegriffe, Türklinken,  Arbeitsflächen in der Küche, Kühlschrank.
  • Wechseln Sie bei Bettlägerigkeit mindestens ein Mal in der Woche die Bettwäsche.
  • Wechseln Sie Handtücher mindestens zwei Mal pro Woche. Waschlappen und Unterwäsche sollten Sie möglichst täglich wechseln.
  • Waschen Sie Wäsche, die mit Blut oder Ausscheidungen verschmutzt ist, getrennt von anderen Wäschestücken und heißer als 60 Grad.
  • Wechseln Sie Küchen- und Wischlappen mindestens einmal in der Woche
  • Waschen Sie diese bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine.

Gesundheit und Wohlbefinden fördern

  • Achten Sie darauf, unbeschädigte Ware zu kaufen. Unterbrechen Sie die Kühlkette nur kurz.
  • Überprüfen Sie die Haltbarkeit der Lebensmittel, z. B. am Geruch, Aussehen, Verfallsdatum.
  • Waschen Sie sich die Hände, bevor Sie Essen zubereiten und anreichen.
  • Säubern Sie die Arbeitsflächen, bevor Sie Lebensmittel darauf zubereiten.
  • Waschen Sie frische Lebensmittel gründlich.
  • Verbrauchen Sie frische Lebensmittel rasch.
  • Vermeiden Sie, Speisen warmzuhalten (maximal zwei Stunden).
  • Bereiten Sie Tee mit kochendem Wasser zu.

Für Entlastung sorgen, soweit möglich

Ist bei der pflegebedürftigen Person ein Problemkeim (multi-resistenter Erreger) festgestellt worden? Dann halten sie Hygieneregeln besonders streng ein:

  • Halten Sie bei allen pflegerischen Tätigkeiten die Schutzmaßnahmen ein, die Ihnen von einer Pflegefachkraft oder dem Arzt empfohlen wurden, z. B. Einmal-Handschuhe, Schutzkittel, Mundschutz.
  • Achten Sie auf sorgfältige Händehygiene. Desinfizieren Sie sich sofort nach dem Ausziehen der Handschuhe die Hände.
  • Desinfizieren Sie Flächen und Gegenstände nach Kontakt mit infektiösen Körper-Sekreten oder Materialien, z. B. Blut, Speichel, Wundflüssigkeit, Stuhl, Urin, Erbrochenem, Verbänden oder Kompressen.
  • Geben Sie Abfall sofort in feste, verschließbare Plastiktüren.
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit Textilien, die bei hohen Temperaturen und mit speziellem Waschmittel gewaschen werden können, z. B. Kleidung, Bettwäsche, Handtücher.

Hilfen und Beratung nutzen

Hier finden Sie Informationen und Beratung zur Pflege

  • Halten Sie bei allen pflegerischen Tätigkeiten die Schutzmaßnahmen ein, die Ihnen von einer Pflegefachkraft oder dem Arzt empfohlen wurden, z. B. Einmal-Handschuhe, Schutzkittel, Mundschutz.
  • Achten Sie auf sorgfältige Händehygiene. Desinfizieren Sie sich sofort nach dem Ausziehen der Handschuhe die Hände.
  • Desinfizieren Sie Flächen und Gegenstände nach Kontakt mit infektiösen Körper-Sekreten oder Materialien, z. B. Blut, Speichel, Wundflüssigkeit, Stuhl, Urin, Erbrochenem, Verbänden oder Kompressen.
  • Geben Sie Abfall sofort in feste, verschließbare Plastiktüren.
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit Textilien, die bei hohen Temperaturen und mit speziellem Waschmittel gewaschen werden können, z. B. Kleidung, Bettwäsche, Handtücher.

Hier erhalten Sie kostenlose telefonische Beratung zum Corona-Virus

Bundesweite Telefone

  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland – 0800 011 77 22
  • Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung – Behördennummer 115
  • Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit – 030 346 465 100
  • BMG: Beratungsservice für gehörlose und Hörgeschädigte – Fax: 030 340 60 66 07, info.deaf@bmg.bund.de und info.gehoerlos@bmg.bund.de
  • Gebärdentelefonie des Bundesministeriums für Gesundheit – https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Bundesland-interne Hotlines

Hier finden Sie weitere Informationen zum Corona-Virus

Sie wollen einen pflegenden Angehörigen unterstützen?

Das können Sie tun:

  • Kennen Sie jemanden, die eine pflegebedürftige Person versorgt? Dann nehmen Sie Kontakt auf und bieten Ihre Hilfe an. Fragen Sie gezielt nach, wobei Unterstützung benötigt wird.
  • Machen Sie selbst konkrete Vorschläge, wobei Sie unterstützen können.
  • Übernehmen Sie Hol- und Bringdienste, wie den Einkauf oder den Gang in die Apotheke.
  • Haben Sie ein offenes Ohr, wenn Frust oder Sorgen angesprochen werden.
  • Hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer, damit der pflegende Angehörige sich melden kann, wenn er etwas braucht.

Hinweis zur professionellen Pflege

Jede Pflegeeinrichtung und jeder Dienst muss Hygiene-Vorschriften festlegen, die von allen Mitarbeitern einzuhalten sind. Informationen dazu hält der Arbeitgeber bereit. Zudem bieten die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), die Unfallkasse und das Robert-Koch-Institut (RKI) Informationen zu Hygiene-Vorschriften an.

Aktuelles Fachwissen zur Hygiene erhalten professionell Pflegende zum Beispiel in Fort- und Weiterbildungen, die unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene e. V. angeboten werden. Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) empfiehlt, qualifizierte Hygienebeauftragte in der stationären und ambulanten Pflege einzusetzen. Sie tragen zur Umsetzung von Hygiene-Vorschriften bei und sind Ansprechpartner für das Team.

QUELLEN
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). infektionsschutz.de Link [Stand: 04.01.2019]
Böhm, K., Tesch-Römer, C., & Ziese, T. (2009). Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Gesundheit und Krankheit im Alter Eine gemeinsame Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes, des Deutschen Zentrums für Altersfragen und des Robert Koch-Instituts. Berlin: Robert-Koch-Institut.
Geisel, B., Widders, G., Schmidt, A., Seewald, M., Poldrack, R., Hofmann, A., … Spengler, A. (2013). Rahmen-Hygieneplan für ambulante Pflegedienste. o. O.: Länder-Arbeiterkreis zur Erstellung von Hygieneplänen nach §§23 und 36 IfGH.
Robert-Koch Institut (RKI). Infektionsprävention in der Pflege. Link [Stand: 04.01.2019]
Wendt, C., Exner, M., Grünewald, T., Just, H.-M., Rufe, B., Simon, A., . . . Mielke, M. (2015). Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut. Bundesgesundheitsblatt, 58, S1151-1170. doi:10.1007/s00103-015-2234-2

AKTUALISIERT
am 02. April 2020

AUTORINNEN
S. Garay, N. Kossatz, Katharina Lux, D. Sulmann