ZQP-Infoseite

Wissen und Tipps für pflegende Angehörige zum Schutz vor dem Corona-Virus

Die Corona-Pandemie bedroht vor allem die Gesundheit älterer und pflegebedürftiger Menschen. Sie möglichst gut zu schützen und unser Gesundheitssystem stabil zu halten, fordert derzeit unsere ganze Gesellschaft stark heraus.

Zu den Menschen, die das besonders betrifft, gehören die etwa 4,7 Millionen pflegenden Angehörigen in Deutschland. Ohne ihren Einsatz wäre die Versorgung der etwa 2,6 Millionen pflegebedürftigen Menschen, die zuhause leben, nicht zu bewältigen. Weitere etwa 800.000 Menschen mit Pflegebedarf leben in einer stationären Einrichtung. Vielerorts fehlen professionell Pflegende. Die Corona-Krise verschärft die Situation zusätzlich. Die Rolle pflegender Angehöriger für den einzelnen Menschen mit Pflegebedarf sowie für das Gesundheitssystem ist heute wichtiger denn je. Gleichzeitig sind viele pflegende Angehörige selbst über 60 Jahre alt und gesundheitlich vorbelastet. Sie bedürfen ebenfalls einem besonderen Schutz vor dem Corona-Virus.

Das ZQP hat gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin untersucht, welchen Einfluss die SARS-CoV-2-Pandemie auf pflegende Angehörige hat. Die Studie zu pflegenden Angehörigen in der COVID-19-Krise finden Sie auf ZQP.de.

Die nachfolgenden Informationen und Tipps sollen pflegende Angehörigen in der aktuellen Situation unterstützen.

Professionell Pflegende finden auf www.zqp.de ausführliche Informationen und Hinweise zum Umgang mit der Corona-Pandemie: Zu den Informationen für professionell Pflegende

Das sollten pflegende Angehörige wissen

Was bedeuten die Bezeichnungen: Corona, SARS-CoV-2, COVID-19?

Der Begriff Corona bezeichnet eine Gruppe von Viren mit ähnlichen Eigenschaften. Beim Menschen können Corona-Viren zu unterschiedlich schweren Erkrankungen führen. Die Spannbreite reicht von leichten Erkältungen hin zu schweren Lungenentzündungen. Es kann aber auch sein, dass trotz einer Corona-Infektion keine Krankheitszeichen festgestellt werden.

Das neuartige Corona-Virus wird als SARS-CoV-2 bezeichnet. Es ist im Dezember 2019 erstmalig in China aufgetreten und breitet sich seitdem weltweit aus. SARS steht für Severe Acute Respiratory Syndrome. Übersetzt bedeutet das Schweres Akutes Atemwegs-Syndrom. Die Bezeichnung beschreibt: Das Virus kann eine Erkrankung mit plötzlich einsetzenden Beschwerden der Atemwege auslösen. Neben den Atemwegen kann das Virus auch andere Organe wie Darm oder Niere befallen und weitere Symptome auslösen.

Die durch das Virus verursachte Erkrankung wird als COVID-19 bezeichnet. Diese Abkürzung stammt ebenfalls aus dem Englischen und meint Corona-Virus-Erkrankung 2019. Die Zahl 19 beschreibt die Jahreszahl 2019, in der die Erkrankung erstmalig erkannt und beschrieben wurde.

Mehr zum Thema

BMG-Webseite: Basiswissen zum Coronavirus
RKI-Webseite: Steckbrief zu COVID-19
ZQP-Infoseite: Informationen für professionell Pflegende

QUELLEN
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) (2020). Basiswissen zum Coronavirus. Link [Aufgerufen am 30.09.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Virologische Basisdaten, SARS-CoV-2. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 07. September 2020

Warum müssen ältere und pflegebedürftige Menschen besonders geschützt werden?

Für die meisten Menschen, die sich mit dem Corona-Virus anstecken, verläuft die Erkrankung mild und ist ungefährlich. Sie kann jedoch schwer verlaufen und auch tödlich enden. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass das Virus Folgeerkrankungen und -schäden auslösen kann: Dazu zählen Gehirnhautentzündung, Herzschwäche und Nierenversagen.

Die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass besonders ältere und pflegebedürftige Menschen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19 Erkrankung haben. Denn im Alter ist das Immunsystem schwächer und erholt sich langsamer als in jüngeren Jahren. Hinzu kommt, dass Anzeichen einer Ansteckung – zum Beispiel Fieber – mit zunehmendem Lebensalter weniger stark auftreten. Dadurch wird mitunter erst bei weit fortgeschrittener Erkrankung ärztlicher Rat eingeholt. Zudem bestehen bei älteren und pflegebedürftigen Menschen häufiger Erkrankungen, die als Risikofaktoren für einen schweren Verlauf gelten. Dazu zählen Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Probleme.

Auch für jüngere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann eine Infektion gefährlich sein. Dazu gehören beispielsweise Personen mit einer chronischen Lungenerkrankung wie Asthma, während oder nach einer Krebs-Therapie sowie nach einer Organ-Transplantation. Schwere Verläufe treten in selteneren Fällen auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankungen auf.

Mehr zum Thema

Infektionsschutz.de-Webseite: Coronavirus: Was ältere und chronisch kranke Menschen beachten sollten
BMG-Webseite: Informationen für ältere Menschen
infektionsschutz.de-Infoblatt: Informationen für chronisch kranke Menschen
RKI-Webseite: Informationen und Hilfestellungen für Risiko-Personen

QUELLEN
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) (2020). Informationen für ältere Menschen. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch Institut (RKI) (2020). Risikobewertung für COVID-19. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 1. Oktober 2020

Warum ist die aktuelle Corona-Pandemie problematisch?

Der Begriff Pandemie bezeichnet die weltweite Ausbreitung einer Krankheit. Die Ursache kann zum Beispiel die Ansteckung mit einem Krankheitserreger wie einem Bakterium oder Virus sein. Das neue Virus SARS-CoV-2 hat sich innerhalb weniger Wochen in über 100 Ländern der Welt ausgebreitet. Deshalb wurde es von der Weltgesundheits-Organisation (WHO) am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft.

Mittlerweile ist bekannt, dass eine Infektion mit SARS-CoV-2 bei den meisten Menschen harmlos oder sogar ganz unbemerkt verläuft. Dennoch ist auch festzustellen, dass weltweit viele Menschen so schwer erkranken, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. In einer Reihe von Fällen ist dabei intensivmedizinische Versorgung, zum Teil mit Beatmungsgerät, notwendig. Hiervon betroffen sind vor allem Menschen, bei denen Risikofaktoren für einen schweren Krankheitsverlauf vorliegen (siehe „Warum müssen ältere und pflegebedürftige Menschen besonders geschützt werden?“). Therapien sind bei einem schweren Krankheitsverlauf komplex und langwierig. In Deutschland sind bisher rund 9.500 Todesfälle von SARS-CoV-2 infizierten Menschen verzeichnet.

Problematisch ist auch: Wenn sehr viele Menschen gleichzeitig so schwer erkranken, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen, kann das Gesundheitssystem schnell überlastet sein. Das zeigen Erfahrungen aus anderen Ländern wie Italien. In vielen Ländern wurden die Versorgungskapazitäten möglichst gut angepasst, auch in Deutschland. Hierzulande gilt die Versorgungssituation aktuell als sehr gut.

Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, wurden international Schutzmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen eingeleitet. Diese haben zwar regional zu einer langsameren Verbreitung beigetragen – dennoch steigt die Zahl der Infizierten weltweit weiterhin stark an. Besonders im Zusammenhang mit Gruppenveranstaltungen und Feiern mit mehreren Personen im Familien- und Freundeskreis sowie bei Reiserückkehrern wird das Ansteckungsrisiko als erhöht bewertet.

Ein weiteres Problem: Der Wissensstand über Folgeerkrankungen und Langzeitschäden nach einer COVID-19-Erkrankung ist derzeit noch unzureichend, hierzu wird aktuell geforscht. Beobachtet wurde bisher, dass das Virus nicht nur die Atemwege, sondern auch andere Organe wie den Verdauungstrakt, die Niere oder den Herzmuskel befallen kann. Zudem ist beschrieben, dass Patienten oder Patientinnen mitunter noch Wochen nach einer COVID-19-Erkrankung gesundheitlich beeinträchtigt sind.

Einen zugelassenen Impfstoff gegen die Virus-Infektion gibt es bisher nicht, hieran wird derzeit international geforscht. Zur medizinischen Behandlung bei COVID-19-Erkrankungen gibt es erste Erfahrungen und Empfehlungen. Hieran wird ebenfalls international geforscht.

Vor diesem Hintergrund bewertet das Robert Koch-Institut (RKI) die aktuelle Situation nach wie vor als ernstzunehmend und die Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung als hoch.

Deshalb ist es wichtig, die Ausbreitung des Virus weiterhin mit Schutzmaßnahmen zu bremsen. Dabei spielt vor allem auch das Verhalten jedes Einzelnen eine wichtige Rolle. Siehe dazu auch den Abschnitt „Allgemeingültige Regeln einhalten“.

Mehr zum Thema

RKI-Webseite: Risikobewertung zu COVID-19
RKI-Webseite: Warum sind solche weitreichenden Maßnahmen erforderlich?
RKI-Webseite: Aktuelle Zahlen zur Verbreitung
Bundesregierung-Webseite: Aktuelle Fallzahlen
RKI-Webseite: COVID-19-Impfstoff: Antworten auf häufig gestellte Fragen

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Aktuelle Datenlage zu Remdesivir. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Antivirale Therapien bei COVID-19. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). COVID-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit. Link [Aufgerufen am: 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2015). Infektionsschutz und Infektionsepidemiologie. Fachwörter – Definitionen – Interpretationen. Berlin: Robert Koch-Institut. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Informationen zu gestiegenen Fallzahlen in Deutschland. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Risikobewertung für COVID-19. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Stellungnahme der Ständigen Impfkommission zu einer künftigen Impfung gegen COVID-19 (Stand: 17.08.2020). Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Virologische Basisdaten, SARS-CoV-2. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
STAKOB Geschäftsstelle am Robert Koch-Institut. Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19. Stand: 06.08.2020 Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
World Health Organization (WHO) (2020). Coronavirus disease (COVID-19) Situation Dashboard. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 20. Oktober 2020

Wie wird das Virus übertragen?

Das Virus überträgt sich leicht von Mensch zu Mensch. Aktuell geht die Wissenschaft davon aus, dass eine Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 hauptsächlich über die Einatmung virushaltiger Flüssigkeitspartikel erfolgt.

Beim Husten und Niesen, aber auch beim Sprechen, normalen Atmen, Singen oder Schreien werden virushaltige Tröpfchen und Aerosole (feinste Flüssigkeitspartikel) über Mund und Nase ausgeschieden. Über die Luft können sie dann auf die Schleimhäute in Mund und Nase einer anderen Person übertragen werden.

Nach einer Ansteckung treten Symptome in einem Zeitraum von etwa 2 bis 14 Tagen auf, im Mittel sind es 5-6 Tage. Viele stecken sich bei infizierten Personen bereits vor deren Symptombeginn an.  Bei einigen mit SARS-CoV-2 infizierten Personen bleiben Krankheitszeichen ganz aus. Auch sie können prinzipiell andere mit dem Virus anstecken – nach aktuellem Wissenstand ist dies aber weniger häufig der Fall.

Das Risiko, sich anzustecken, ist stark von der regionalen Verbreitung, den Lebensbedingungen und dem individuellen Verhalten abhängig. Hält man einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen ein, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, mit dem Virus in Kontakt zu kommen als bei geringerem Abstand. Aerosole können im Gegensatz zu größeren Tröpfchen längere Zeit schweben, sich im Raum verteilen und Viren so noch für längere Zeit übertragen. Dabei ist eine Ansteckung in kleinen, schlecht belüfteten Räumen trotz Einhaltung des Mindestabstands wahrscheinlicher als im Freien oder großen, gut belüfteten Räumen.

Auch eine Übertragung über die Hände ist theoretisch möglich. Dabei könnte das Virus weitergegeben werden, indem man beispielsweise in die Hände niest oder hustet und danach jemanden die Hand gibt. Fasst sich diese Person danach ins Gesicht, können Viren leicht auf Schleimhäute gelangen und eine Ansteckung die Folge sein (Schmierinfektion).

Nicht ausgeschlossen werden kann, dass Corona-Viren über Gegenstände wie eine Türklinke übertragen werden (Kontaktinfektion). SARS-CoV-2-Viren können sich insbesondere auf Gegenständen bzw. Oberflächen in unmittelbarer Nähe einer infizierten Person befinden.

Blut und Urin von COVID-19 Infizierten gelten nach derzeitigem Wissensstand als nicht ansteckend. Eine mögliche Ansteckung über den Stuhl von infizierten Menschen ist noch nicht ausreichend erforscht.

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass das neuartige Corona-Virus über Lebensmittel übertragen wird.

Die möglichen Ansteckungswege werden derzeit noch erforscht.

Mehr zum Thema

infektionsschutz.de-Webseite: Ansteckung und Übertragung
RKI-Webseite: Welche Rolle spielen Aerosole bei der Übertragung von SARS-CoV-2?
RKI-Webseite: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). 2. Übertragungswege
BfR-Webseite: Übertragung über Lebensmittel und Gegenstände
ZQP-Wissen: Hygiene

QUELLEN
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Ansteckung und Übertragung. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (2020). Kann das neuartige Virus über Lebensmittel und Gegenstände übertragen werden? Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Infektionsschutzmaßnahmen. Welche Rolle spielen Aerosole bei der Übertragung von SARS-CoV-2? Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). 2. Übertragungswege. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zum Schutz vor SARS-CoV-2 sinnvoll? Link  [Aufgerufen am 14.10.2020]
STAKOB Geschäftsstelle am Robert Koch-Institut. Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19. Stand: 06.08.2020  Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 13. Oktober 2020

Was sind Anzeichen einer COVID-19-Infektion?

Die Anzeichen einer Ansteckung sind nicht eindeutig. Bisherige Daten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern weisen auf folgende einzelne oder in Kombination häufig auftretende Symptome hin:

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Störungen des Geruchs- und/oder Geschmackssinns

Weitere beobachtete Symptome sind:

  • Halsschmerzen
  • Atemprobleme wie Kurzatmigkeit oder das Gefühl von Luftnot
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Bauchschmerzen, Durchfall
  • Bindehautentzündung
  • Hautausschlag
  • Lymphknotenschwellung
  • Teilnahmslosigkeit
  • Benommenheit, Schläfrigkeit.

Mehr zum Thema

RKI-Webseite: Krankheitsverlauf, Symptome und demografische Einflüsse

QUELLEN
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) (2020). Symptome erkennen und richtig handeln. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). 2. Krankheitsverlauf, Symptome und demografische Einflüsse. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
STAKOB Geschäftsstelle am Robert Koch-Institut. Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19. Stand: 06.08.2020 Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 22. September 2020

Was sollte man bei Verdacht auf eine COVID-19-Infektion tun?

Wenn Sie vermuten, dass Sie oder die pflegebedürftige Person COVID-19 haben oder Sie Kontakt zu einer Person hatten, die nachweislich an COVID-19 erkrankt ist, sollten Sie möglichst zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen vermeiden. Beachten Sie die AHA + L Formel:

  • Abstand halten
  • Hygiene-Maßnahmen einhalten
  • Alltagsmaske tragen
  • Lüften

Wenn Sie

  • Anzeichen einer Infektion haben (siehe vorheriger Abschnitt „Was sind Anzeichen einer Covid-19-Infektion?)
  • Kontakt zu einer Person hatten, die (später) positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde
  • von der Corona-Warn-App über ein erhöhtes Ansteckungsrisiko informiert wurden

melden Sie sich umgehend – auch ohne Symptome – zunächst telefonisch bei einer der folgenden Stellen:

  • kassenärztlicher Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Telefonnummer: 116 117
  • örtliche Corona-Hotline (siehe Abschnitt „Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus)
  • dem Hausarzt oder der Hausärztin
  • einem örtlichen Gesundheitsamt
  • einer örtlichen Fieberambulanz

Fragen Sie dort nach, wie Sie weiter vorgehen sollen.

Wichtig: Gehen Sie nicht ohne vorherigen Anruf zu Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin, in die Rettungsstelle oder zum Gesundheitsamt – unterwegs und dort könnten Sie andere Menschen anstecken.

In manchen Orten gibt es sogenannte Abklärungsstellen oder COVID-19-Praxen, die speziell Personen mit Verdacht auf COVID-19 untersuchen und behandeln. Informationen hierzu erhalten Sie zum Beispiel bei Ihrem örtlichen Gesundheitsamt oder auf der offiziellen Webseite Ihrer Stadt beziehungsweise Ihres Landkreises.

Vermeiden Sie körpernahen Kontakt zu anderen, während Sie auf das Ergebnis des SARS-CoV-2-Tests warten. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wie Sie weiter vorgehen sollten, wenn das Testergebnis vorliegt.

Im Notfall, beispielsweise bei Atemnot, sollten Sie den Notruf 112 wählen.

Mehr zum Thema

Infektionsschutz.de-Webseite: Verhalten bei Krankheitszeichen
Infektionsschutz.de-Webseite: Verdacht auf eine Infektion und Test
BMG-Webseite: Einfach erklärt: Verdacht auf eine Corona-Infektion
BMG-Webseite: Symptome erkennen und richtig handeln
RKI-Merkblatt: Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger
Patientenservice-Webseite: Aktuelle Hinweise zum Coronavirus
Charité Berlin: Individuelle Handlungsempfehlungen und Informationen (CovApp)

QUELLEN
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) (2020). Symptome erkennen und richtig handeln. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) (2020). Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Aktuelle Hinweise zum Coronavirus. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 05. Oktober 2020

Welchen Zweck hat die soziale Distanz?

Menschen stecken sich vor allem durch den nahen Kontakt zu anderen Menschen, die mit dem Virus infiziert sind, an. Auch wer keine Anzeichen für eine Infektion hat, kann das Virus übertragen.

Je weniger direkten Kontakt man zu anderen Menschen hat (sogenannte soziale Distanz), umso geringer ist das Risiko, das Virus zu übertragen oder sich zu infizieren. Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen, die richtige Verwendung einer Alltagsmaske und weitere Hygienemaßnahmen (siehe jeweilige Abschnitte) verringern das Risiko einer Ansteckung zusätzlich.

Behördlich angeordnete Kontakt-Beschränkungen zielen darauf ab, die Zunahme von Neuinfektionen zu verlangsamen: So soll die Belastung des Gesundheitssystems so gering wie möglich gehalten und die Versorgung schwer kranker Patienten und Patientinnen sichergestellt bleiben.

Mehr zum Thema

Bundesregierung-Webseite: Regeln, Einschränkungen und Lockerungen
Humboldt-Universität-Grafik: Ansteckungsmöglichkeiten in Gruppen
RKI-Webseite: Warum sind solche weitreichenden Maßnahmen erforderlich?
Infektionsschutz.de-Webseite: Die AHA-Regeln in Risikosituationen beachten 

QUELLEN
Die Bundesregierung (2020). Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 14. Oktober 2020. Link [Aufgerufen am 19.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Die Pandemie in Deutschland in den nächsten Monaten – Ziele, Schwerpunktthemen und Instrumente für den Infektionsschutz. Strategie-Ergänzung, Stand 13.10.2020. Link [Aufgerufen am 21.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Infektionsschutzmaßnahmen. Warum sind solche weitreichenden Maßnahmen erforderlich? Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 21. Oktober 2020

Was sollte man über Mund-Nasen-Masken wissen?

Alle Bundesländer haben verpflichtende Vorschriften erlassen, wann eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen ist, z. B. in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Da man das Virus auch ohne Symptome an andere weitergeben kann, ist eine Maske auch dann aufzusetzen, wenn man keine Krankheitszeichen hat. Eine Ausnahme gibt es nur für Personen, die aus medizinischen oder anderen triftigen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können. Informieren Sie sich über die vor Ort geltenden Regelungen. Adressen finden Sie im Abschnitt „Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus“.

Beachten Sie bitte: Bei einer Atemwegs-Erkrankung bzw. Erkältung oder bei Verdacht auf eine Corona-Infektion sollte man zu Hause bleiben und körpernahen Kontakt mit anderen vermeiden. Bei Fieber, Husten oder Schnupfen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Mehr dazu im Abschnitt „Was sollte man bei Verdacht auf eine COVID-19-Infektion tun?“

Maskenarten

Es gibt erhebliche Unterschiede bei Masken für Mund und Nase. Für den privaten Gebrauch im Alltag empfehlen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Robert Koch-Institut (RKI) das Tragen einer Alltagsmaske (einfache Mund-Nasen-Bedeckung aus fest gewebtem Stoff). Bei Vorliegen einer Erkrankung oder Unsicherheit, welche Maske im Einzelfall geeignet ist, kann das Gesundheitsamt oder die hausärztliche Praxis beraten. Bei der Pflege sind andere Masken geeignet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt pflegenden Angehörigen, zum Schutz der pflegebedürftigen Person bei engem Kontakt eine medizinische Mund-Nasen-Schutz-Maske zu tragen.

Medizinische Mund-Nasen-Schutz-Masken
Im medizinischen Bereich und in der Pflege sollen Masken verwendet werden, die gesetzlichen Vorgaben und technischen Normen entsprechen (mehrlagiger medizinischer Mund-Nasen-Schutz, auch Chirurgen-Maske oder OP-Maske genannt). Bei ihnen ist eine bestimmte Schutzwirkung garantiert, da sie beim Träger oder der Trägerin kleinste Tröpfchen zurückhalten, die zum Beispiel beim Sprechen, Husten und Niesen entstehen. Sie sollten bei körpernahem Kontakt getragen werden. Denn damit können Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung, wie pflegebedürftige Menschen, vor einer Ansteckung besser geschützt werden.

Filtrierende Halbmasken
Filtrierende Halbmasken, auch FFP-Masken genannt, gehören zur Schutzausrüstung von medizinischem Personal und professionell Pflegenden, die sich im körpernahen Kontakt mit Erkrankten selbst vor einer Ansteckung schützen müssen. Diese Masken gibt es mit oder ohne Ventil. Masken mit Ventil filtern nur die eigene Einatem-Luft und nicht die Ausatem-Luft. Damit sind sie nicht für den Schutz Anderer ausgelegt. Diese Masken sollten daher nicht im normalen Alltag getragen werden.

Alltagsmasken
Alltagsmasken (auch Community-Masken oder DIY-Masken genannt) gehören zu den einfachen Mund-Nasen-Bedeckungen. Sie bestehen aus handelsüblichen, fest gewebten Stoffen und sind für den privaten Gebrauch bestimmt. Das Tragen einer Alltagsmaske trägt dazu bei, andere vor einer Infektion zu schützen und so die Verbreitung des SARS-CoV-2 zu verlangsamen. Denn Viren in den Tröpfchen der Atemluft können wahrscheinlich zum Teil durch eine Alltagsmaske zurückgehalten werden.

Anwendung

Wichtig: Medizinische Mund-Nasen-Schutz-Masken und Alltagsmasken sind KEINE Alternativen zu den zentralen Maßnahmen zum Schutz vor einer Viren-Übertragung, wie Selbstisolation bei Erkrankung, körperlich Abstand halten, Husten- und Niesregeln beachten und penible Hände-Hygiene. Diese Regeln sind jederzeit – auch beim Tragen eines solchen Schutzes – einzuhalten.

Wenn Sie eine medizinische Mund-Nasen-Schutz-Maske oder eine Alltagsmaske einsetzen, achten Sie außerdem darauf:

  • sie richtig herum aufzusetzen (Anleitung beachten).
  • Nase, Mund und Wangen bis zum Kinn zu bedecken.
  • dass sie an den Rändern möglichst durchgehend eng anliegt.
  • sie nicht um den Hals zu tragen oder anderweitig zu verschieben.
  • sie zu wechseln, wenn sie feucht wird.
  • sich nicht ins Gesicht zu fassen und dabei die Außenseite der Maske zu berühren.
  • sich gründlich die Hände zu waschen, bevor Sie die Maske aufsetzen oder abnehmen.
  • beim Abnehmen nicht den Außenstoff, sondern die seitlichen Laschen oder Schnüre anzufassen.
  • sie unterwegs nach Benutzung in einem luftdicht verschlossenen Beutel aufzubewahren und zu Hause nach Herstellerangaben zu reinigen oder zu entsorgen.
  • textile Alltagsmasken bei mindestens 60°C zu waschen.
  • die vom Hersteller empfohlenen Hinweise zur Nutzungsdauer einzuhalten.

Eine behelfsmäßige Alltagsmaske kann auch selbst genäht werden. Nähanleitungen gibt es im Internet. Hinweise zur Verwendung von selbst hergestellten Masken in Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden Sie auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Einen Erklärfilm zu Alltagsmasken finden Sie auf der Webseite der BZgA.

Gesichts-Visiere werden vom RKI aktuell nicht als gleichwertige Alternative zu einer Mund-Nasen-Bedeckung bewertet.

Mehr zum Thema

BZgA-Webseite: Alltagsmaske tragen
BMG-Webseite: Einfach erklärt: Mund-Nasen-Schutz zur Eindämmung des Corona-Virus
SGW-Webseite: Corona-Maskenpflicht: Was Sie jetzt wissen müssen
RKI-Webseite: Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zu beachten? 
Die Bundesregierung-Webseite: Corona-Regelungen in den Bundesländern

QUELLEN
Aktion Mensch (oJ). Ausnahmen für Menschen mit Behinderungen von der Maskenpflicht. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) (2020). Hinweise des BfArM zur Verwendung von selbst hergestellten Masken (sog. „Community-Masken“), medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS) sowie filtrierenden Halbmasken (FFP2 und FFP3) im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2 / Covid-19). Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Sich und andere schützen. Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu beachten? Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)(2020). Alltagsmaske tragen. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Die Bundesregierung (2020). Informationen der Länder. Corona-Regelungen in den Bundesländern. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Feng, S., Shen, C., Xia, N., Song, W., Fan, M. & Cowling, B. (2020). Rational use of face masks in the COVID-19 pandemic. The Lancet Respiratory Medicine. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Fischer, E.P, Fischer, M.C., Grass, D., Henrion, I., Warren, S. W. & Westman, E. (2020). Low-cost measurement of facemask efficacy for filtering expelled droplets during speech. Science Advances, 1-11. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2. Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zu beachten Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020) Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum als weitere Komponente zur Reduktion der Übertragungen von COVID-19. Strategie-Ergänzung zu empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen und Zielen (3. Update). Epidemiologisches Bulletin, 19, 3-5. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
World Health Organization (WHO) (2020). Advice on the use of masks in the context of COVID-19. Interim guidance. 5 June 2020. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 22. September 2020

Ist es derzeit sinnvoll, Hände-Desinfektionsmittel zu verwenden?

Im direkten Umgang mit pflegebedürftigen Menschen oder Menschen mit geschwächter Abwehr kann es derzeit sinnvoll sein, Hände-Desinfektionsmittel anzuwenden, etwa vor Körperkontakt oder dem Essen reichen. Dies kann dazu beitragen, sie vor einer möglichen Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen.

Ist eine Person im Haushalt an COVID-19 erkrankt, müssen die besonderen ärztlichen Anweisungen zur Hygiene befolgt werden. In diesem Fall sollten Sie Hände- und Flächen-Desinfektionsmittel benutzen, die mit dem Hinweis „begrenzt viruzid“, „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ versehen sind.

Beachten Sie bitte: In der Regel sind Hände- und Reinigungs-Desinfektionsmittel im privaten Haushalt nicht nötig. Sie können sogar eher schädlich sein, indem sie Allergien oder Hautschäden verursachen und krankmachende Keime widerstandfähiger machen (sogenannte Resistenz-Bildung). Um einer Übertragung von Krankheitserregern vorzubeugen, ist es vor allem wichtig, die Hände regelmäßig und gründlich zu waschen. Gegenstände, die häufig angefasst werden – wie Türklinken, Lichtschalter oder Telefone – sollten mehrmals wöchentlich sorgfältig mit einfachen Haushaltsmitteln gereinigt werden.

Mehr zum Thema

BfR-Webseite: Nutzen und Risiken von Desinfektionsmitteln im Privathaushalt
infektionsschutz.de-Webseite: Desinfektionsmittel
Infektionsschutz.de – Webseite: Sollte ich im häuslichen Umfeld Desinfektionsmittel einsetzen?

QUELLEN
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (2014). Fragen und Antworten zu Nutzen und Risiken von Desinfektionsmitteln im Privathaushalt. Link [Zuletzt aufgerufen: 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Coronavirus / SARS-CoV-2. Link [Zuletzt aufgerufen: 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Hinweise zum ambulanten Management von COVID-19-Verdachtsfällen und leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten. Link [Zuletzt aufgerufen 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Hinweise zu Reinigung und Desinfektion von Oberflächen außerhalb von Gesundheitseinrichtungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Link [Zuletzt aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 28. Juli 2020

Warum sollte man die Corona-Warn-App nutzen?

Nicht immer weiß man, dass man Kontakt mit einer positiv auf COVID-19 getesteten Person hatte. Mithilfe der Corona-Warn-App des RKI sollen Infektionswege besser nachvollziehbar werden, um zukünftig Infektionsketten schneller unterbrechen zu können. Damit soll die Verbreitung des Virus weiter verlangsamt werden. Die App wurde im Auftrag der Bundesregierung entwickelt.

Die App registriert, wenn wir uns in der Nähe anderer Personen aufhalten, die die App ebenfalls nutzen. Diese Daten werden für 14 Tage verschlüsselt und auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Falls man Begegnungen mit nachweislich infizierten Personen hatte, wird man von der App darüber informiert und erhält Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Ist man nachweislich selbst an dem Virus erkrankt, kann man dies mit einen Zufallscode anonym in der App eintragen.

Je mehr Menschen diese App nutzen, desto effektiver funktioniert das Frühwarn-System. Download und Nutzung der App sind freiwillig und kostenlos; die Identität der Nutzerinnen und Nutzer sowie die Privatsphäre sind maximal geschützt.

Derzeit ist die App in deutscher, englischer, türkischer, rumänischer, bulgarischer und polnischer Sprache verfügbar.

Zugang zum Download finden Sie auf der auf der Corona-Warn-App – Seite der Bundesregierung.

QUELLEN
Die Bundesregierung (2020). Pressemitteilung 209. Veröffentlichung der Corona-Warn-App. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 19. Juni 2020

Das können pflegende Angehörige jetzt tun

Allgemeingültige Regeln einhalten

In geschlossenen Räumen, in Gruppen oder Gedränge sowie bei Gesprächen gilt: Halten Sie sich an die sogenannte AHA-Formel des Bundesministeriums für Gesundheit: Abstand halten, Hygiene-Regeln einhalten, Alltagsmaske tragen:

  • Halten Sie zu Menschen außerhalb des Zuhauses einen Abstand von mindestens 1,5 Metern. Das ist besonders wichtig bei älteren, kranken und pflegebedürftigen Menschen.
  • Husten oder niesen Sie in ein Einmal-Taschentuch oder in die Armbeuge. Drehen Sie sich dabei von anderen Menschen weg. Entsorgen Sie benutzte Taschentücher umgehend in einem verschließbaren Behälter. Waschen Sie sich danach und nach dem Nase putzen gründlich die Hände.
  • Benutzen Sie eine Alltagsmaske aus fest gewebtem Stoff in der Öffentlichkeit an den Orten, wo es schwierig ist, diesen Abstand einzuhalten. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Was sollte man über den Mund-Nasen-Schutz wissen?“. Informieren Sie sich, welche verpflichtenden Regelungen in Ihrem Bundesland zum Tragen von Alltagsmasken gelten. Die Informationen erhalten Sie zum Beispiel auf der Webseite oder über die Hotline des Bundeslandes. Adressen finden Sie im Abschnitt „Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus“.

Außerdem

  • Nutzen Sie die Corona-Warn-App
  • Lüften Sie mehrmals täglich die Räume – vor allem, wenn sich mehrere Personen darin aufhalten. Eine möglichst hohe Frischluftzufuhr hilft dabei, mögliche virushaltige Flüssigkeitspartikel in Innenräumen zu reduzieren. Fassen Sie sich möglichst nicht ins Gesicht.
  • Fassen Sie sich möglichst nicht ins Gesicht.
  • Achten Sie auf penible Hände-Hygiene.

Hände richtig reinigen

  1. Halten Sie Ihre Hände unter fließendes Wasser.
  2. Seifen Sie Ihre Hände mit Flüssigseife für 20 bis 30 Sekunden ein: Handflächen, zwischen den Fingern, Fingerspitzen, Nägel, Daumen und Handrücken.
  3. Spülen Sie die Seife gründlich unter fließendem Wasser ab.
  4. Trocknen Sie die Hände sorgfältig mit einem sauberen und trockenen Handtuch ab. Teilen Sie sich Handtücher nicht mit anderen. Nutzen Sie unterwegs Einmal-Tücher oder Einmal-Taschentücher.

Unterwegs:

  • Fassen Sie möglichst wenig gemeinsam genutzte Gegenstände an.
  • Nutzen Sie Einmal-Handtücher oder Taschentücher zum Abtrocknen der Hände.
  • Verwenden Sie auf öffentlichen Toiletten ein Einmal-Handtuch oder ein Taschentuch beim Anfassen der Türklinken, der Toiletten-Spülung und des Wasserhahns.
  • Vermeiden Sie möglichst Ansammlungen von Menschen in Innenräumen, besonders in kleinen, schlecht belüfteten Räumen. Wenn möglich, verzichten Sie auf Einkäufe zu Stoßzeiten.
  • Beschränken Sie Treffen und Feiern auf den engen Familien- und Freundeskreis.
  • Nehmen Sie Arztbesuche wahr: Schieben Sie Vorsorgeuntersuchungen nicht auf. Das gilt besonders bei akuten Beschwerden oder chronischer Krankheit.
  • Falls Sie berufstätig sind, arbeiten Sie in dieser Zeit möglichst von zu Hause aus. Sprechen Sie über mögliche Regelungen mit Ihrem Arbeitgeber. Informationen zu Möglichkeiten der Freistellung finden Sie auf den Internetseiten von BMFSFJ  und BMAS.
  • Besuchen Sie pflegebedürftige Menschen möglichst einzeln – und am besten draußen. Bei Besuch in Räumen lüften Sie währenddessen gut.
  • Informieren Sie sich über Besuchs-Regelungen und Kontakt-Möglichkeiten im Pflegeheim. Regelungen in den einzelnen Bundesländern sind auf den Seiten des BIVA-Pflegeschutzbundes zusammengefasst. Verzichten Sie in jedem Fall auf Besuche, wenn Sie Anzeichen einer Erkältung bemerken. Halten Sie wenn möglich über Telefon, Video-Telefonie oder mit Briefen Kontakt zu der pflegebedürftigen Person.
  • Verzichten Sie auf Reisen in Risikogebiete.  Halten Sie sich an die behördlich angeordneten Test- , Quarantäne- und Isolations-Regeln. Informieren Sie sich hierüber z. B. bei einem Gesundheitsamt in Ihrer Nähe.
  • Wenn Sie sich krank fühlen, rufen Sie in Ihrer Hausarztpraxis oder außerhalb der Sprechzeiten bei dem Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter 116 117 an. Fragen Sie dort, wie sie weiter vorgehen sollten.

QUELLEN
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) (2020). Aktuelle Informationen zum Coronavirus. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Händewaschen. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020).Coronavirus / COVID-19. Aktuelle und fachlich gesicherte Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Risiken erkennen – Sicherheit erhöhen: Wie verhalte ich mich… Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)(2020). Alltagsmaske tragen. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Wie finde ich verlässliche Informationen zum Coronavirus? Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2). Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Infektionsschutzmaßnahmen. Was ist bei Reisen zu beachten? Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Umweltbundesamt (2020). Das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 in Innenräumen lässt sich durch geeignete Lüftungsmaßnahmen reduzieren. Stellungnahme der Kommission Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 1. Oktober 2020

Empfehlungen bei der Pflege beachten

  • Beachten Sie bei der Versorgung der pflegebedürftigen Person streng die Regeln der Hygiene bzw. Schutzmaßnahmen.
  • Informieren Sie die pflegebedürftige Person über die aktuelle Situation und nötigen Maßnahmen. Besprechen Sie gemeinsam Sorgen und Ängste. Nehmen Sie telefonische Beratung in Anspruch, z. B. das Pflegetelefon des Bundesfamilienministeriums, die Telefon-Seelsorge oder das Angebot von Silbernetz. Für besorgte Kinder und Jugendliche gibt es die Nummer gegen Kummer und die Internetseite Pausentaste.
  • Halten Sie die Anzahl der körpernahen Kontaktpersonen, vor allem der pflegenden Personen, möglichst gering.
  • Soweit vertretbar und möglich, halten Sie Abstand zur pflegebedürftigen Person: z. B. nicht gegenseitig ins Gesicht fassen, nicht anatmen, nicht küssen, nicht umarmen.
  • Atmen Sie bei besonders körpernahen Tätigkeiten wie der Körperpflege oder dem Positionswechsel möglichst durch die Nase und begrenzen das Sprechen auf das Nötigste.
  • Tragen Sie zum Schutz der pflegebedürftigen Person eine Mund-Nasen-Bedeckung (z. B. eine sogenannte Alltagsmaske) oder einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Was sollte man über den Mund-Nasen-Schutz wissen?“.
  • Regen Sie die pflegebedürftige Person an, Einmal-Taschentücher zu benutzen und sie nach Gebrauch in einem geschlossenen Behälter zu entsorgen.
  • Teilen Sie Ihr Geschirr und Besteck mit keiner weiteren Person. Kennzeichnen Sie dieses ggf., damit es nicht zu Verwechslungen kommen kann. Halten Sie auch beim Essen ausreichend Abstand.
  • Lüften Sie regelmäßig die Räume – bei warmen Tagestemperaturen am besten in den kühleren Morgen- und Nachtstunden.
  • Reinigen Sie Gegenstände, die häufig angefasst werden, mehrmals wöchentlich sorgfältig, z. B. Türklinken, Lichtschalter oder Telefone. Hierfür reicht ein einfaches Haushaltsmittel.
  • Pausieren Sie die Pflege sofort, wenn Sie bei sich selbst Symptome einer Atemwegs-Erkrankung wahrnehmen. Besprechen Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin und anderen an der Versorgung beteiligten Personen, z. B. Familien-Mitgliedern oder dem ambulanten Pflegedienst.
  • Informieren Sie sich: Ist die Hausärztin oder der Hausarzt der pflegebedürftigen Person weiterhin erreichbar? Wie kann die Medikamenten-Versorgung sichergestellt werden? Kommt der Pflegedienst wie gewohnt?

Hinweis für den Umgang mit Menschen mit Demenz

Die aktuelle Situation ist für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zusätzlich schwierig. Denn krankheitsbedingt ist die Situation für Menschen mit Demenz schwer verständlich und die damit verbundenen Verhaltensregeln sind für sie kaum einzuhalten. Ausbleibende Besuche, Abstands-Regeln und eine Mund-Nasen-Bedeckung beim Gegenüber können sie besonders verunsichern. Gleichzeitig kann es sein, dass Menschen mit Demenz Hygiene- und Abstandsregeln nicht umsetzen und eine Mund-Nasen-Bedeckung nicht tolerieren.

Angehörige von Menschen mit Demenz sind dadurch zusätzlich herausgefordert.

Umfangreiche Informationen, Tipps und Beratung zum Umgang mit Menschen mit Demenz während der Corona-Pandemie erhalten Sie bundesweit bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Selbsthilfe Demenz e. V.:

Alzheimer-Telefon | 030 – 259 37 95 14

Mehr zum Thema

DAlzG-Webseite: Aktuelle Informationen zum Umgang in Zeiten von Corona
DAlzG-Info-Blatt: Informationen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen
DAlzG-App für Angehörige: „Alzheimer & YOU – den Alltag aktiv gestalten“

QUELLEN
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)(2020). Zusammen gegen Corona. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (o. J.). Pausentaste. Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Sich und andere schützen. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus im Alltag und Miteinander. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) (o. J.). Aktuelle Informationen zum Umgang in Zeiten von Corona. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)(2020). Alltagsmaske tragen. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Verbraucherzentrale (2020]. Corona: Was, wenn die Pflege zu Hause neu organisiert werden muss? Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 18. September 2020

Penible Händehygiene einhalten

Waschen Sie sich mehrmals am Tag mit fließendem Wasser und Seife die Hände.

Waschen Sie sich die Hände immer vor:

  • jedem Kontakt mit dem pflegebedürftigen Menschen
  • Kontakt mit Lebensmitteln, Medikamenten, Kosmetika, Kontaktlinsen oder Zahnprothesen.

Waschen Sie sich die Hände immer, nachdem Sie etwas angefasst haben, worauf sich gewöhnlich Keime befinden, wie:

  • Toilette oder Toilettenbürste
  • Ausscheidungen, z. B. Erbrochenes, Urin oder Stuhl
  • Körpersekrete, z. B. Speichel, Nasen- oder Rachenschleim, Blut
  • unterwegs, z. B. auf dem Haltegriff im Bus, am Einkaufswagen oder an Türklinken
  • Abfall
  • Wunden
  • Tiere
  • rohes Fleisch oder roher Fisch.

Außerdem:

  • Regen Sie die pflegebedürftige Person zum regelmäßigen Händewaschen an.
  • Cremen Sie sich regelmäßig die Hände, um Hautschäden zu vermeiden.
  • Tragen Sie bei der Pflege keinen Schmuck an den Händen und Handgelenken.
  • Halten Sie die Hygiene besonders sorgfältig ein, wenn die pflegebedürftige Person eine Infektion hat. Lassen Sie sich dann auch ärztlich beraten, ob Sie zusätzlich Desinfektions-Mittel für die Hände nutzen sollten.

QUELLEN
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Sich und andere schützen. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Händewaschen. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 05. Juni 2020

Pflege und Berufstätigkeit vereinbaren

Wegen der Corona-Krise ist die Unterstützung bei der Pflege zuhause durch Pflegeanbieter oder private Hilfen derzeit oft nur eingeschränkt oder gar nicht möglich. Berufstätige Angehörige stehen dann vor dem Problem, die Pflege des Angehörigen und die beruflichen Verpflichtungen miteinander vereinbaren zu müssen. Hinzu kommt vielleicht die Sorge, das Corona-Virus über die beruflichen Kontakte auf die pflegebedürftige Person zu übertragen.

  • Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber über Regelungen, um Ihnen die Pflege Ihres Familienmitglieds zu ermöglichen, z. B. Home-Office, Abbau von Überstunden, flexible Arbeitszeiten oder Freistellung.
  • Lassen Sie sich zu gesetzlichen Freistellungsmöglichkeiten von der Pflegekasse, privaten Pflegeversicherung oder am Pflegetelefon des BMFSFJ beraten.

Die bisherigen gesetzlichen Freistellungsmöglichkeiten wurden aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 31. Dezember 2020 ausgeweitet.

  • Kurzzeitige Arbeitsverhinderung sowie Pflegeunterstützungsgeld: Statt bisher 10 Tage können Berufstätige in einer akuten Pflegesituation nun kurzfristig bis zu 20 Tage von der Arbeit freigestellt werden, um die Pflege neu zu organisieren, z. B. wenn eine Pflegeperson oder ein ambulanter Pflegedienst ausfällt. Für diese Zeit können Berufstätige sogenanntes Pflegeunterstützungsgeld erhalten. Die 20 Tage können auch aufgeteilt werden, z. B. unter Geschwistern. Voraussetzung ist, dass die Situation aufgrund der COVID-19-Pandemie plötzlich und unerwartet eintrat.
  • Familienpflegezeit für bis zu 2 Jahre: Während der Corona-Pandemie kann die eigentlich erforderliche wöchentliche Arbeitszeit von 15 Stunden unterschritten werden, um ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu pflegen.
  • Kurzzeitpflege: bei Versorgungsengpässen können auch Rehabilitations- und Vorsorge-Einrichtungen für Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden.
  • Pflegezeit für bis zu 6 Monate: Unverändert besteht die Möglichkeit, die Arbeitszeit bis zu 6 Monate lang zu reduzieren oder vollständig zu pausieren, um ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu pflegen.
  • Entlastungsbetrag: Zusätzlich zu den Sach- und Geldleistungen aus der Pflegeversicherung haben Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 1 bis 5 Anspruch auf einen Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro monatlich. Dieser kann für Hilfen im Alltag eingesetzt werden, zum Beispiel für haushaltsnahe Dienste. Um den Betrag zu erhalten muss kein Antrag gestellt werden. Aber: Die Kosten werden von der Pflegekasse oder -versicherung nur gegen Vorlage einer Rechnung von zugelassenen Anbietern erstattet. Diese Adressen kann man bei der zuständigen Pflegekasse oder -versicherung erfragen.
    Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie können Entlastungsbeträge, die 2019 nicht genutzt wurden, noch bis Dezember 2020 in Anspruch genommen werden.
    Außerdem können Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 den Entlastungsbetrag bis Ende 2020 flexibler verwenden. Das heißt, der Betrag kann z. B. für Unterstützung durch Nachbarn eingesetzt werden und nicht wie sonst nur für offiziell zugelassene Anbieter.

Wenn keine dieser Möglichkeiten für Sie infrage kommt: Erfragen Sie bei dem Pflegedienst oder der Tagespflegeeinrichtung, ob es eine Notbetreuung für die pflegebedürftige Person gibt.

Mehr zum Thema

BMFSFJ-Webseite: Akuthilfe für pflegende Angehörige beschlossen
BMFSFJ-Webseite: Akuthilfen für pflegende Angehörige in der COVID-19-Pandemie werden verlängert
BMFSFJ-Webseite: Aktuelle Informationen für pflegende Angehörige
BMG-Webseite: Zweites Gesetz zum Schutz der Bevölkerung
BMAS-Webseite: Pflege und Beruf vereinbaren
Verbraucherzentrale-Webseite: Was, wenn die Pflege zu Hause neu organisiert werden muss?
Bevollmächtigter der Bundesregierung für Pflege-Webseite: Aktuelle Informationen zum Corona-Virus
ZQP-Unterstützung und Hilfen: Gesetzliche Regelungen

QUELLEN
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) (2015). Pflege und Beruf vereinbaren. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) (2020). Zweites Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (2020). Akuthilfe für pflegende Angehörige beschlossen. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (o. J.) Aktuelle Informationen für pflegende Angehörige. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (2015). Das Pflegetelefon: schnelle Hilfe für Angehörige. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundesrat. Gesetz für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser (Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG). Gesetzesbeschluss des Deutschen Bundestages. Drucksache 528/20 vom 18.09.20 Link [Aufgerufen am 21.10.2020]
Deutscher Bundestag. Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD. Entwurf eines Gesetzes für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser (Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG). 19. Wahlperiode. Drucksache 19/22126 vom 08.09.2020. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Verbraucherzentrale (2020]. Corona: Was, wenn die Pflege zu Hause neu organisiert werden muss? Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 21. Oktober 2020

Möglichen Ausfall einer Pflegeperson vorbereiten

  • Erstellen Sie einen Plan für den Fall, dass Sie vertreten werden müssen. Stimmen Sie sich mit der pflegebedürftigen Person und innerhalb der Familie, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft oder mit einem professionellen Pflegedienst ab.
  • Lassen Sie sich zu Unterstützungs-Angeboten wie Verhinderungs-Pflege, Kurzzeitpflege oder Tagespflege beraten. Außerdem haben pflegende Angehörige Anspruch auf eine Auszeit, um Beruf und Pflege miteinander vereinbaren zu können. Informieren Sie sich dazu bei Ihrer Pflege- bzw. Krankenkasse oder der privaten Pflegeversicherung.
  • Notieren Sie wichtige medizinische und pflegerische Informationen und die wichtigsten Kontakte für die Vertretung.
  • Stellen Sie sicher, dass nötige Medikamente vorrätig sind.
  • Erwägen Sie Essen vorzukochen und einzufrieren, Wäsche vorzubereiten.

Mehr zum Thema

Unfallkasse NRW: Notfallcheckliste

AKTUALISIERT am 07. April 2020

Gesundheit und Wohlbefinden fördern

  • Planen Sie Ihren Tag im Voraus: nehmen Sie sich feste Zeiten vor, zu denen Sie Pausen machen und   z. B. etwas essen oder sich bewegen.
  • Gehen Sie täglich nach draußen an die frische Luft. Ist das nicht möglich, gehen Sie gemeinsam auf den Balkon oder die Terrasse. Oder setzen Sie sich gemeinsam einige Zeit ans offene Fenster.
  • Tun Sie jeden Tag auch Dinge, die Ihnen Spaß bereiten, z. B. einen Film schauen, Musik hören, lesen, Handarbeiten. Auch wenn es nur für kurze Zeit ist.
  • Überlegen Sie, welche Aktivitäten Sie gemeinsam mit der pflegebedürftigen Person unternehmen können, z. B. Kreuzwort-Rätsel lösen, Gesellschafts-Spiele spielen, einen Film schauen.
  • Bewegen Sie sich gemeinsam zu Hause bei geöffnetem Fenster oder bei einem Spaziergang. Anregungen für Übungen finden Sie z. B. bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • Ermöglichen Sie soziale Kontakte mit der Familie, Freunden oder Bekannten über Telefon oder Video-Telefonie.
  • Verlegen Sie Treffen mit anderen Personen möglichst nach draußen. Vor allem Aktivitäten wie Gruppensport oder Singen mit anderen sollten an der frischen Luft stattfinden.
  • Versuchen Sie möglichst ausreichend zu schlafen, ausgewogen zu essen, ausreichend zu trinken, sich regelmäßig zu bewegen und regelmäßig die Räume zu lüften.
  • Lassen Sie sich nicht von falschen Informationen beunruhigen. Informieren Sie sich ausschließlich bei vertrauenswürdigen Quellen wie dem Robert Koch-Institut oder dem Bundesministerium für Gesundheit.
  • Machen Sie sich bewusst positive Gedanken. Konzentrieren Sie sich auf die schönen Dinge im Alltag.

Mehr zum Thema

BMG-Webseite: Fit bleiben und die Zeit der Epidemie gut überstehen
BMG-Webseite: Psychische Gesundheit
BZgA-Webseite: Psychische Gesundheit in der „Corona-Zeit“

Mehr zum Thema Gesundheit fördern bei Pflegebedürftigen

ZQP-Tipps: Ausreichend trinken
ZQP-Tipps: Bedarfsgerecht essen
ZQP-Tipps: Bewegung fördern
BZgA-Webseite älter werden IN BALANCE: Broschüren
BZgA-Webseite GESUNDAKTIV älter werden: Alltagstipps für zu Hause
BZgA-Webseite GESUNDAKTIV älter werden: Bewegungstipps für zu Hause
BZgA-Webseite: Übungsvideos
INFORM-Webseite

Mehr zum Thema Gesundheit fördern bei pflegenden Angehörigen

ZQP-Tipps: Gut essen und trinken
ZQP-Tipps: Schlafproblemen begegnen

QUELLEN
Bundesministerium für Gesundheit (2020). Psychische Gesundheit. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). GESUNDAKTIV älter werden: Alltagstipps für zu Hause. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Psychische Gesundheit in der „Corona-Zeit“. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Alltag und im Miteinander . Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 28. August 2020

Für Entlastung sorgen, soweit möglich

  • Planen und strukturieren Sie Ihren Tag vorab. Konzentrieren Sie sich auf das Notwendige, z. B. Mahlzeiten und Körperpflege.
  • Nehmen Sie Lieferdienste in Anspruch, z. B. für Einkäufe oder Essen auf Rädern.
  • Lassen Sie sich Arzneimittelverordnungen und Medikamente per Post zustellen. Sprechen Sie mit dem Hausarzt oder der Hausärztin, ob Medikamente über einen längeren Zeitraum verschrieben werden können.
  • Bitten Sie aktiv um Unterstützung, z. B. bei Ihren Nachbarn. Nutzen Sie auch Nachbarschafts-Initiativen, z. B. wirgegencorona.
  • Teilen Sie sich Betreuungs-Zeiten unter den möglichen Pflegepersonen auf.
  • Informieren Sie sich bei Ihrer Tagespflege-Einrichtung, ob die Betreuungs-Möglichkeiten weiterhin genutzt werden können oder welche Alternativen es gibt.
  • Gönnen Sie sich immer wieder kleine Pausen am Tag. Sorgen Sie für kurze entspannende Momente zwischendurch, z. B. Musik hören, eine Zeitschrift anschauen.
  • Tauschen Sie sich über Sorgen, Ängste oder Gefühle der Einsamkeit mit Freunden oder Familienangehörigen aus. Dies ist über das Telefon, über das Internet oder über den Postweg möglich.
  • Nutzen Sie auch Beratungs-Angebote des BMFSFJ-Pflegetelefons, von Silbernetz oder der Telefon-Seelsorge sowie die kostenfreie psychologische Online-Beratung pflegen-und-leben.de; diese ist per E-Mail oder in Form eines persönlichen Video-Chats möglich.
  • Beachten Sie: Falls die ambulante Pflege durch den bisherigen Pflegedienst nicht sichergestellt werden kann, ist es derzeit möglich, für den vorübergehenden Einsatz anderer Personen eine Kosten-Erstattung bei der Pflegekasse zu beantragen. Infrage kommen z. B. freigestellte Mitarbeiter einer geschlossenen Tagespflegeeinrichtung, aber auch Nachbarn. Informationen zu Stellen, die Beratung zur Pflege anbieten, finden Sie im Abschnitt „Hilfen und Beratung“ nutzen. Mehr Informationen finden Sie auch im Abschnitt „Pflege und Beruf vereinbaren“.

Mehr zum Thema

Initiative: gemeinschaftonline
Initiative: QUARANTÄNEHELD*INNEN
Initiative: CoronaPort
 BMG-Webseite: Psychische Gesundheit
Verbraucherzentrale-Webseite: Was, wenn die Pflege zu Hause neu organisiert werden muss?
ZQP-Wissen: Beratung und Hilfen
ZQP-Tipps: Entlastung für Pflegende

Telefonische Angebote

 BMFSFJ-Pflegetelefon: 030 – 20 17 91 31
 BZgA-Telefonberatung: 0800 – 23 22 783
Silbernetz: 0800 – 4 70 80 90
TelefonSeelsorge: 0800 – 111 0 111 | 111 0 222
 Stiftung Deutsche Depressionshilfe: Krisendienste und Beratungsstellen
Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche: 116 111
Nummer gegen Kummer für Eltern: 0800 – 111 05 50
BDP-Corona-Hotline: 0800 – 777 22 44

QUELLEN
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) (2020). Handeln – Das tut sich in Deutschland. Machen Sie mit. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundesministerium für Gesundheit (2020). Psychische Gesundheit. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). GESUNDAKTIV älter werden: Alltagstipps für zu Hause. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Psychische Gesundheit in der „Corona-Zeit“. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2020). Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Alltag und im Miteinander. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Deutscher Bundestag. Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD. Entwurf eines Gesetzes für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser (Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG). 19. Wahlperiode. Drucksache 19/22126 vom 08.09.2020. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]
Verbraucherzentrale (2020). Corona: Was, wenn die Pflege zu Hause neu organisiert werden muss? Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 18. September 2020

Hilfen und Beratung nutzen

Wenden Sie sich bei Fragen zur Pflege telefonisch an die Pflegekasse oder private Pflegeversicherung der pflegebedürftigen Person. Kommunale Stellen, Pflegestützpunkte und compass private pflegeberatung bieten ebenfalls telefonische Beratung zur Pflege an. Zudem können Sie sich auch an einen ambulanten Pflegedienst wenden. Adressen finden Sie in der frei zugänglichen Beratungsdatenbank des ZQP.

Die für Pflegegeld-Bezieher vorgeschriebenen regelmäßigen Beratungsbesuche wurden bis zum 30. September 2020 ausgesetzt; sie finden ab dem 01.10.2020 wieder telefonisch oder persönlich statt.

Wenn Sie einen Pflegegrad oder eine Änderung des Pflegegrades bei der Pflegekasse oder privaten Pflegeversicherung beantragen, erfolgt die Begutachtung während der Corona-Pandemie nicht immer persönlich. Der Pflegegrad kann in dieser Zeit mithilfe einer Sichtung der Aktenlage plus Telefon-Interview mit der pflegebedürftigen Person, den Angehörigen und ggf. der Pflegefachperson und dem gesetzlichen Betreuer oder der Betreuerin ermittelt werden.

Mehr zum Thema

ZQP-Beratungsdatenbank

Telefonische Angebote

 BMFSFJ-Pflegetelefon: 030 – 20 17 91 31
 GKV-Webseite: Liste der gesetzlichen Pflegekassen
 Compass private pflegeberatung-Webseite: Beratungsangebot für privat Versicherte

QUELLEN
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (2020). Akuthilfe für pflegende Angehörige beschlossen. Link [Aufgerufen am: 14.10.2020]
Bundesregierung (2020). Gesetz zum Ausgleich COViD-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen (COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz) vom 27. März 2020. Artikel 4. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020, Teil I Nr. 14. Bonn: Bundesgesetzblatt. Link [Aufgerufen am 14.10.2020]

AKTUALISIERT am 02. Oktober 2020

Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus

Wichtig

Wenden Sie sich umgehend telefonisch an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin, wenn Sie Anzeichen einer Infektion und Sorge haben, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein. Ist diese/r nicht erreichbar, kontaktieren Sie den Patientenservice des ärztlichen Bereitschaftsdiensts   116 117 oder eine örtliche Corona-Hotline und lassen Sie sich über das weitere Vorgehen beraten.

Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Atemnot wählen Sie den Notruf: 112.

Hatten Sie körpernahen Kontakt zu einer Person, die positiv auf COVID-19 getestet wurde, wenden Sie sich umgehend – auch ohne Symptome – bei einem Gesundheitsamt in Ihrer Nähe; die Adresse können Sie hier recherchieren:  https://tools.rki.de/plztool.

Bundesweite Telefone

Unabhängige Patientenberatung Deutschland | 0800 – 011 77 22  | 0800 – 011 77 23 (in türkischer Sprache) | 0800 – 011 77 24 (in russischer Sprache) | 0800 – 33 22 12 25 (in arabischer Sprache)
Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung | Behördennummer 115
Corona-Hotline des Bürgertelefons des BMG | 030 – 346 465 100
Corona-Hotline durch den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen | 0800 – 777 22 44

Beratungs-Angebote für Hörgeschädigte

Telefon-Angebote der Krankenkassen und privaten Krankenversicherung

Bundesland-interne Telefonnummern und Webseiten

Baden-Württemberg | 0711 – 90 43 95 55 | Webseite
Bayern | 089 – 122 220 | Webseite
Berlin | 030 – 90 28 28 28 | Webseite
Brandenburg | 0331 – 866 50 50 | Webseite
Bremen | 115 | Webseite
Hamburg | 040 – 428 28 40 00 | Webseite
Hessen | 0800 – 555 46 66 | Webseite
Mecklenburg-Vorpommern | 0385 – 58 81 13 11 | Webseite
Niedersachsen | 0511 – 120 60 00 | Webseite
Nordrhein-Westphalen | 0211 – 91 19 10 01 | Webseite
Rheinland-Pfalz | 0800 – 575 81 00 | Webseite
Saarland | 0681 – 501 44 22 | Webseite
Sachsen | 0800 – 100 02 14 | Webseite
Sachsen-Anhalt | 0391 – 540 20 00 | Webseite
Schleswig-Holstein| 0431 – 79 70 00 01 | Webseite
Thüringen| 0361 – 57 33 211 88 | Webseite

Hier finden Sie weitere Informationen zum Corona-Virus

Die Bundesregierung
Robert Koch-Institut (RKI)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): infektionsschutz.de
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration: Informationen in mehreren Sprachen

Informationen zum Corona-Virus in Leichter Sprache werden zum Beispiel auf der Webseite des Robert Koch-Insituts angeboten.

AKTUALISIERT am 18. September 2020

Sie wollen einen pflegenden Angehörigen unterstützen?

Das können Sie tun:

  • Kennen Sie jemanden, die eine pflegebedürftige Person versorgt? Dann nehmen Sie Kontakt auf und bieten Ihre Hilfe an. Fragen Sie gezielt nach, wobei Unterstützung benötigt wird.
  • Machen Sie selbst konkrete Vorschläge, wobei Sie unterstützen können: z. B. Müll rausbringen oder mit der pflegebedürftigen Person telefonieren.
  • Übernehmen Sie Hol- und Bringdienste wie den Einkauf oder den Gang in die Apotheke.
  • Haben Sie ein offenes Ohr, wenn Sorgen angesprochen werden.
  • Hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer, damit die pflegende Person sich melden kann, wenn sie etwas braucht.

Mehr zum Thema

Initiative: gemeinschaftonline
Initiative: QUARANTÄNE*HELDINNEN
Initiative: CoronaPort

AKTUALISIERT am 02. September 2020

Krisenerfahrung teilen

Die extremen Herausforderungen mit denen Pflegende und pflegebedürftige Menschen derzeit konfrontiert sind, werden erst in einigen Monaten vollständig überblickt sein. Dann muss aus den Erfahrungen gelernt werden. Es ist also wichtig, in den nächsten Wochen und Monaten festzuhalten, was in der Pflegepraxis erlebt worden ist und welche Sorgen bestanden, damit dieses Wissen nicht verloren geht.

Wir wollen darum im ZQP pflegebezogene Schilderungen aus der aktuellen Corona-Krise anonymisiert dokumentieren.

Schreiben Sie uns dazu einfach eine formlose E-Mail an krisenerfahrung@zqp.de

Diese E-Mail kann so lang oder kurz sein, wie Sie es für richtig halten und die Informationen enthalten, die Sie wichtig finden. Tippfehler sind kein Problem.

Der Inhalt Ihrer E-Mail wird anonymisiert gespeichert und die E-Mail anschließend gelöscht. Personenbezogene Daten von Ihnen verbleiben bei uns somit nicht.

Bitte übermitteln Sie uns keine personenbezogenen Daten Dritter – also z. B. Name, Adresse oder gar Gesundheitsdaten von einer anderen Person.

Individuelle Beratung kann über die E-Mail-Adresse leider nicht erfolgen; wir können für Sie auch leider keine konkreten Probleme vor Ort lösen.

Bitte schreiben Sie uns gerne zu Ihrer Schilderung, ob Sie mit der pflegebedürftigen Person zusammenleben, wie lange Sie diese schon pflegen, ob Sie Unterstützung, z. B. durch einen ambulanten Pflegedienst haben und ob Sie neben der Pflegeaufgabe erwerbstätig sind.

AKTUALISIERT
am 21. Oktober 2020

AUTORINNEN
S. Garay, N. Kossatz,
K. Lux, D. Sulmann,
D. Väthjunker