ZQP-Infoseite

Wissen und Tipps für pflegende Angehörige zum Schutz vor dem Corona-Virus

Die Corona-Pandemie bedroht vor allem die Gesundheit älterer und pflegebedürftiger Menschen. Sie möglichst gut zu schützen und unser Gesundheitssystem stabil zu halten, fordert derzeit unsere ganze Gesellschaft stark heraus.

Zu den Menschen, die das besonders betrifft, gehören die etwa 4,7 Millionen pflegenden Angehörigen in Deutschland. Ohne ihren Einsatz wäre die Versorgung der etwa 3,3 Millionen pflegebedürftigen Menschen, die zu Hause leben, nicht zu bewältigen. Weitere etwa 818.000 Menschen mit Pflegebedarf leben in einer stationären Einrichtung. Vielerorts fehlen professionell Pflegende. Die Corona-Krise verschärft die Situation zusätzlich. Die Rolle pflegender Angehöriger für den einzelnen Menschen mit Pflegebedarf sowie für das Gesundheitssystem ist heute wichtiger denn je. Gleichzeitig sind viele pflegende Angehörige selbst über 60 Jahre alt und gesundheitlich vorbelastet. Sie bedürfen ebenfalls einem besonderen Schutz vor dem Corona-Virus.

Das ZQP hat gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin untersucht, welchen Einfluss die SARS-CoV-2-Pandemie auf pflegende Angehörige hat. Die Studie zu pflegenden Angehörigen in der COVID-19-Krise finden Sie auf ZQP.de.

Die nachfolgenden Informationen und Tipps sollen pflegende Angehörigen in der aktuellen Situation unterstützen.

Mehr zum Thema

ZQP-Webseite: Informationen für professionell Pflegende
BMG-Webseite: Informationen in leichter Sprache
Webseite der Integrationsbeauftragten: Informationen in mehreren Sprachen

Das sollten pflegende Angehörige wissen

Was bedeuten die Bezeichnungen: Corona, SARS-CoV-2, COVID-19?

Der Begriff Corona bezeichnet eine Gruppe von Viren mit ähnlichen Eigenschaften.

Das neuartige Corona-Virus wird als SARS-CoV-2 bezeichnet. Es ist im Dezember 2019 erstmalig in China aufgetreten und breitet sich seitdem weltweit aus. SARS steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegs-Syndrom). Die Bezeichnung beschreibt: Das Virus kann eine teils schwer verlaufende Erkrankung mit plötzlich einsetzenden Beschwerden der Atemwege auslösen. Neben den Atemwegen kann das Virus auch andere Organe wie Darm oder Niere befallen und weitere Symptome, Folgeerkrankungen und -schäden hervorrufen.

Die durch das Virus verursachte Erkrankung wird als COVID-19 bezeichnet. Diese Abkürzung stammt ebenfalls aus dem Englischen und meint Corona-Virus-Erkrankung 2019. Die Zahl 19 beschreibt die Jahreszahl 2019, in der die Erkrankung erstmalig erkannt und beschrieben wurde.

Zum Jahresende 2020 wurden erstmal neue Varianten des Virus bei Menschen in mehreren Ländern, u. a. in Deutschland, nachgewiesen. Bisher gibt es keine Hinweise auf einen anderen Krankheitsverlauf als bei einer Infektion mit dem bisher bekannten Virus SARS-CoV-2. Jedoch könnte die Ansteckungsfähigkeit erhöht sein.

Mehr zum Thema

Bundesregierung-Webseite: Informationen über das Virus
RKI-Webseite: Informationen zu SARS-CoV-2, zu COVID-19 und zu neuartigen Virusvarianten

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). 1. Erreger. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). SARS-CoV-2. Virologische Basisdaten sowie Virusvarianten. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 13. Januar 2021

Warum müssen ältere und pflegebedürftige Menschen besonders geschützt werden?

Bei den meisten Menschen, die sich mit dem Corona-Virus anstecken, verläuft die Erkrankung mild oder sogar unbemerkt. Doch erkranken auch viele Menschen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen.  Ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben Personen mit zunehmendem Alter ab 50/60 Jahren und Personen mit Vorbelastungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck
Lungenerkrankungen, z. B. Asthma, chronische Bronchitis, COPD
Lebererkrankungen
Diabetes mellitus
Krebserkrankung
geschwächtes Immunsystem.

Ältere, pflegebedürftige Menschen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19 Erkrankung. Denn im Alter ist das Immunsystem schwächer und erholt sich langsamer als in jüngeren Jahren. Zudem bestehen bei älteren pflegebedürftigen Menschen häufiger Erkrankungen, die als Risikofaktoren für einen schweren Verlauf gelten. Kommen mehrere Faktoren zusammen, erhöht sich das Risiko, schwer zu erkranken. Bei Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen kommt hinzu, dass der enge Kontakt zu anderen Personen im Pflegeheim die Ausbreitung des Virus und damit die Infektionsgefahr begünstigt.

Schwere Verläufe treten in selteneren Fällen auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankungen und auch bei jungen Menschen auf. Dennoch bedeuten Vorerkrankungen nicht, dass man nach einer Ansteckung mit dem Virus zwangsläufig schwer erkrankt.

Neben dem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bis hin zum Tod besteht die Gefahr, dass aufgrund einer Infektion Folgeerkrankungen und -Langzeitschäden auftreten.

Mehr zum Thema

Infektionsschutz.de-Webseite: Coronavirus: Was ältere und chronisch kranke Menschen beachten sollten
BMG-Webseite: Informationen für ältere Menschen
infektionsschutz.de-Infoblatt: Informationen für chronisch kranke Menschen

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch Institut (RKI) (2021). Risikobewertung für COVID-19. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). 15. Risikogruppen für schwere Verläufe. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 14. Januar 2021

Was ist bei Besuchen in einem Pflegeheim zu beachten?

Da Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen ein höheres Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf haben, ist es besonders wichtig, sie vor einer Ansteckung zu schützen. Daher müssen die Einrichtungen für Schutzmaßnahmen sorgen, wie etwa Kontaktvermeidung, strenge Händehygiene und Tragen von Schutzkleidung. Neben Maßnahmen zum Infektionsschutz sind aber auch individuelle Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner nach sozialen Kontakten, Zuwendung und Alltagsbeschäftigung zu berücksichtigen.

Zur Lebensqualität von Bewohnerinnen und Bewohnern tragen externe Besuche, etwa von Angehörigen, erheblich bei. Damit solche Besuche in der Pandemie-Situation möglich sind, müssen Pflegeeinrichtungen der jeweiligen Situation angepasste Besuchskonzepte vorhalten. Diese sollten möglichst mit dem örtlichen Gesundheitsamt abgestimmt sein. Grundlagen stellen unter anderem fachliche Empfehlungen des Robert Koch-Instituts sowie bundeslandspezifische Regelungen dar.

Die Besuchsregelung sollte von der Pflegeeinrichtung leicht verständlich und möglichst schriftlich kommuniziert werden. Dazu gehören konkrete Regeln zur Durchführung von Antigen-Schnelltest, zur Besuchsanzahl, zur Besuchsdauer, zu Hygienemaßnahmen, ggf. zu geeigneten Besuchsräumen und zur Registrierung der Kontaktdaten.

Wie Einrichtungen Besuche sicher ermöglichen sollten, kann man im Einzelnen in einer Handreichung des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung nachlesen.

Grundsätzlich sollten Besucherinnen und Besucher folgende Regeln beachten:

  • über vor Ort geltende Besuchsregeln informieren
  • Besuche nur nach Anmeldung
  • vollständige Symptomfreiheit der besuchenden Person
  • Besuch mit Namen und Anschrift zum Zweck der Nachverfolgbarkeit im Fall einer Infektion registrieren
  • AHA -Regeln konsequent beachten: Abstand von mindestens 1,5 Metern einhalten, Händehygiene durchführen, z. B. an einem Waschbecken oder Handdesinfektions-Spender vor Ort, Mund-Nasen-Bedeckung (z. B. Alltagsmaske) tragen
  • Regeln zum Umgang mit Mitgebrachtem wie Geschenken oder Speisen einhalten
  • Bewohnerin oder Bewohner auf direktem Weg aufsuchen
  • Aufzüge möglichst allein nutzen
  • ausschließlich Besuchertoiletten benutzen
  • gemeinsames Essen und Trinken vermeiden (da dabei die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen wird)
  • Sonderregelungen, z. B. beim Anreichen von Nahrung oder Sterbebegleitung, beachten

Der ZQP-Einblick “Infektionsschutz und Lebensqualität im Pflegeheim in der Corona-Pandemie” zeigt zehn zentrale Maßnahmen auf, mit denen in Pflegeheimen sowohl der Infektionsschutz und als auch die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner, etwa durch entsprechende Besuchsregelungen, gefördert werden sollten.

QUELLEN
Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege (2020). Besuche sicher ermöglichen. Besuchskonzepte in stationären Einrichtungen der Langzeitpflege während der Corona-Pandemie. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). Prävention und Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 13. Januar 2021

Warum ist die aktuelle Corona-Pandemie problematisch?

Ausbreitung
Der Begriff Pandemie bezeichnet die weltweite Ausbreitung einer Krankheit. Die Ursache kann zum Beispiel die Ansteckung mit einem Krankheitserreger wie einem Bakterium oder Virus sein. Das neue Virus SARS-CoV-2 hat sich innerhalb weniger Wochen weltweit ausgebreitet. Deshalb wurde es von der Weltgesundheits-Organisation (WHO) am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft.

Seither nimmt die Anzahl der Menschen, die mit dem Virus infiziert sind, weiterhin stark zu. In Deutschland blieb die Zahl neuer Fälle zeitweise auf hohem Niveau relativ konstant. Seit Anfang Oktober 2020 steigen die Fallzahlen aber wieder stark an. Auch die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Patientinnen und Patienten mit einer SARS-CoV-2 Infektion sowie die Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 sind im Verlauf der Pandemie deutlich angestiegen.

Zudem treten neue Varianten des Virus auf, deren Ansteckungsfähigkeit erhöht sein könnte.

Krankheitsverlauf
Eine Infektion mit SARS-CoV-2  verläuft bei den meisten Menschen mild oder sogar unbemerkt. Dennoch ist auch festzustellen, dass weltweit viele Menschen, die dem Virus infiziert sind, so schwer erkranken, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. In einer Reihe von Fällen ist dabei intensivmedizinische Versorgung, zum Teil mit Beatmungsgerät, notwendig. Therapien sind bei einem schweren Krankheitsverlauf komplex und langwierig.  Von einem schweren Krankheitsverlauf betroffen sind vor allem Menschen, bei denen Risikofaktoren bestehen (siehe „Warum müssen ältere und pflegebedürftige Menschen besonders geschützt werden?“).

Neben dem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bis hin zum Tod besteht außerdem die Gefahr, dass das Virus – auch bei mildem Verlauf – längerfristige gesundheitliche Probleme nach sich zieht. Beobachtet wurde bisher, dass das Virus nicht nur die Atemwege angreift, sondern auch andere Bereiche wie der Verdauungstrakt, die Niere oder der Herzmuskel betroffen sein können. Zudem sind Patienten oder Patientinnen mitunter noch Wochen nach einer COVID-19-Erkrankung gesundheitlich beeinträchtigt.

Gesundheitssystem
Problematisch ist: Wenn sehr viele Menschen gleichzeitig so schwer erkranken, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen, kann das Gesundheitssystem schnell überlastet sein. In vielen Ländern wurden die Versorgungskapazitäten möglichst gut angepasst, auch in Deutschland. Hierzulande gilt die Versorgungssituation als sehr gut. Dennoch berichten Gesundheitseinrichtungen aktuell in einigen Regionen von starken Belastungen, zum Teil von Überbelastungen aufgrund der Versorgung einer steigenden Anzahl von Patientinnen und Patienten mit einer SARS-CoV-19 Infektion. Unter anderem sind deswegen derzeit mancherorts planbare Behandlungen nicht möglich.

Gegenmaßnahmen
Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, wurden international Schutzmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen eingeleitet. Diese haben zwar regional zu einer langsameren Verbreitung beigetragen – dennoch steigt die Zahl der Infizierten weltweit weiterhin stark an. Besonders im Zusammenhang mit Gruppenveranstaltungen und Feiern mit mehreren Personen im Familien- und Freundeskreis sowie bei Reiserückkehrern wird das Ansteckungsrisiko als erhöht bewertet.

Behandlung und Impfung
Zur medizinischen Behandlung bei COVID-19-Erkrankungen gibt es erste Erfahrungen und Empfehlungen.

Seit Ende 2020 gibt es in Deutschland eine sogenannte „Corona-Schutzimpfung“, das heißt eine Impfung gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2. Da diese jedoch noch nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht, wird sie zunächst nur besonders zu schützenden Personengruppen angeboten. Mehr dazu im Abschnitt „Was sollte man über eine Impfung gegen COVID-19 wissen?“

Lagebeurteilung
Vor diesem Hintergrund bewertet das Robert Koch-Institut (RKI) die aktuelle Situation als ernstzunehmend und die Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung als sehr hoch.

Deshalb ist es wichtig, die Ausbreitung des Virus weiterhin mit Schutzmaßnahmen zu bremsen. Damit dies gelingt, spielt vor allem das Verhalten jedes Einzelnen eine wichtige Rolle. Siehe dazu auch den Abschnitt „Allgemeingültige Regeln einhalten“.

Ziel ist es zunächst, Belastungsspitzen im Gesundheitswesen zu vermeiden und Zeit zu gewinnen, um wirksame Medikamente zu entwickeln und Impfstoffe in ausreichenden Mengen verfügbar zu haben.

Mehr zum Thema

RKI-Webseite: Aktuelle Zahlen zur Verbreitung
Bundesregierung-Webseite: Aktuelle Fallzahlen
Infektionsschutz.de-Webseite: Ausbreitung des Virus
Infektionsschutz.de-Webseite: Zu welchen Komplikationen und Folgeerkrankungen kann COVID-19 führen?

QUELLEN
van den Borst, B., Peters, J. B., Brink, M., Schoon, Y., Bleeker-Rovers, C., Schers, H., … & van den Heuvel, M. (2020). Comprehensive health assessment three months after recovery from acute COVID-19. Link [Stand: 13.01.2021]
Lommatzsch, M., Rabe, K. F., Taube, C., Joest, C., Kreuter, M., Wirtz, H., … & Bauer, T. (2020). Risikoeinschätzung bei Patienten mit chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie. Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) mit Unterstützung des Bundesverbands der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner e. V. (BdP). Stuttgart: Thieme Verlag. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Nehme, M., Braillard, O., Alcobe, G., Aebischer Perone, S., Courvoisier, D., Chappuis, F. & Guessous, I. (2020). COVID-19 Symptoms: Longitudinal Evolution and Persistence in Outpatient Settings. Annals of Internal Medicine. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). COVID-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit. Link [Aufgerufen am: 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2015). Infektionsschutz und Infektionsepidemiologie. Fachwörter – Definitionen – Interpretationen. Berlin: Robert Koch-Institut. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert-Koch-Institut (RKI) (2021). Informationen zu neuen SARS-CoV-2-Virusvarianten in Großbritannien und Südafrika. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). Risikobewertung zu COVID-19. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
STAKOB Geschäftsstelle am Robert Koch-Institut (2020). Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
World Health Organization (WHO) (2020). Coronavirus disease (COVID-19) Situation Dashboard. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 14. Januar 2021

Wie wird das Virus übertragen?

Das Virus überträgt sich leicht von Mensch zu Mensch. Aktuell geht die Wissenschaft davon aus, dass eine Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 hauptsächlich über die Einatmung virushaltiger Flüssigkeitspartikel erfolgt.

Beim Husten und Niesen, aber auch beim Sprechen, normalen Atmen, Singen oder Schreien werden virushaltige Tröpfchen und Aerosole (feinste Flüssigkeitspartikel) über Mund und Nase ausgeschieden. Über die Luft können sie dann auf die Schleimhäute in Mund und Nase einer anderen Person übertragen werden.

Nach einer Ansteckung treten Symptome in einem Zeitraum von etwa 2 bis 14 Tagen auf, im Mittel sind es 5 bis 6 Tage. Viele stecken sich bei infizierten Personen bereits 1-2 Tage vor deren Symptombeginn an. Bei einigen mit SARS-CoV-2 infizierten Personen bleiben Krankheitszeichen ganz aus. Auch sie können prinzipiell andere mit dem Virus anstecken – nach aktuellem Wissenstand ist dies aber weniger häufig der Fall.

Das Risiko, sich anzustecken, ist stark von der regionalen Verbreitung, den Lebensbedingungen und dem individuellen Verhalten abhängig. Hält man einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen ein, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, mit dem Virus in Kontakt zu kommen als bei geringerem Abstand. Aerosole können im Gegensatz zu größeren Tröpfchen längere Zeit schweben, sich im Raum verteilen und Viren so noch für längere Zeit übertragen. Dabei ist eine Ansteckung in kleinen, schlecht belüfteten Räumen trotz Einhaltung des Mindestabstands wahrscheinlicher als im Freien oder großen, gut belüfteten Räumen.

Auch eine Übertragung über die Hände ist theoretisch möglich. Dabei könnte das Virus weitergegeben werden, indem man beispielsweise in die Hände niest oder hustet und danach jemanden die Hand gibt. Fasst sich diese Person danach ins Gesicht, können Viren leicht auf Schleimhäute gelangen und eine Ansteckung die Folge sein (Schmierinfektion).

Nicht ausgeschlossen werden kann, dass Corona-Viren über Gegenstände wie eine Türklinke übertragen werden (Kontaktinfektion). SARS-CoV-2-Viren können sich insbesondere auf Gegenständen bzw. Oberflächen in unmittelbarer Nähe einer infizierten Person befinden.

Blut, Urin und Stuhl von COVID-19 Infizierten gelten nach derzeitigem Wissensstand als nicht ansteckend.

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass das neuartige Corona-Virus über Lebensmittel übertragen wird.

Mehr zum Thema

infektionsschutz.de-Webseite: Ansteckung und Übertragung
BfR-Webseite: Übertragung über Lebensmittel und Gegenstände
ZQP-Wissen: Hygiene

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zu beachten? Link  [Aufgerufen am 13.01.2021]
STAKOB Geschäftsstelle am Robert Koch-Institut (2020). Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 13. Januar 2021

Was sind Anzeichen einer COVID-19-Infektion?

Die Anzeichen einer Ansteckung sind nicht eindeutig: Eine Infektion kann ohne oder mit unspezifischen Symptomen verlaufen. Bisherige Daten aus Deutschland weisen auf folgende einzelne oder in Kombination häufig auftretende Symptome hin:

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Störungen des Geruchs- und/oder Geschmackssinns
  • Lungenentzündung

Weitere beobachtete Symptome sind:

  • Halsschmerzen
  • Atemprobleme wie Kurzatmigkeit oder das Gefühl von Luftnot
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Bauchschmerzen, Durchfall
  • Bindehautentzündung
  • Hautausschlag
  • Lymphknotenschwellung
  • Teilnahmslosigkeit
  • Benommenheit, Schläfrigkeit.

Mehr zum Thema

infektionsschutz.de-Webseite: Krankheitsverlauf und Immunität

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19).  Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
STAKOB Geschäftsstelle am Robert Koch-Institut (2020). Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 22. September 2020

Was sollte man bei Verdacht auf eine COVID-19-Infektion tun?

Wenn Sie vermuten, dass Sie oder die pflegebedürftige Person COVID-19 haben oder Sie Kontakt zu einer Person hatten, die nachweislich an COVID-19 erkrankt ist, sollten Sie möglichst zu Hause bleiben und persönlichen Kontakt zu anderen Menschen vermeiden. Beachten Sie besonders streng die AHA + L + A – Formel:

  • Abstand halten
  • Hygiene-Maßnahmen einhalten
  • Alltagsmaske tragen
  • Lüften
  • Corona-Warn-App nutzen

Bleiben Sie bei Anzeichen einer Infektion zu Hause (siehe vorheriger Abschnitt „Was sind Anzeichen einer Covid-19-Infektion?) und melden Sie sich umgehend zunächst ausschließlich telefonisch bei einer der folgenden Stellen:

  • Hausarzt oder Hausärztin
  • kassenärztlicher Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Telefonnummer: 116 117
  • örtliche Corona-Hotline (siehe Abschnitt „Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus)

Wichtig: Gehen Sie nicht ohne vorherigen Anruf zu den genannten Anlaufstellen. Unterwegs und dort können Sie andere Menschen anstecken.

Im Notfall, beispielsweise bei Atemnot, sollten Sie den Notruf 112 wählen.

Erkältungssymptome sollten Sie vorsorglich 5 Tage zu Hause auskurieren und Kontakte vermeiden. Sind diese nicht vermeidbar, halten Sie streng die AHA+L-Regeln ein. Bevor Sie sich mit anderen treffen, sollten Sie für mindestens 2 Tage symptomfrei sein.

Wenn Sie Kontakt zu einer Person hatten, die (später) positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde oder von der Corona-Warn-App über ein erhöhtes Ansteckungsrisiko informiert wurden, melden Sie sich umgehend – auch ohne Symptome – ausschließlich telefonisch an ein Gesundheitsamt in Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis.

Fragen Sie dort nach, wie Sie weiter vorgehen sollen.

Bleiben Sie möglichst zu Hause, während Sie auf das Ergebnis des SARS-CoV-2-Tests warten.

Mehr zum Thema

Infektionsschutz.de-Webseite: Verhalten bei Krankheitszeichen
Infektionsschutz.de-Webseite: Verdacht auf eine Infektion und Test
BMG-Webseite: Einfach erklärt: Verdacht auf eine Corona-Infektion
BMG-Webseite: Symptome erkennen und richtig handeln
RKI-Merkblatt: Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger
KBV-Patienteninformationen: Aktuelle Hinweise zum Coronavirus
Charité Berlin: Einschätzung Handlungsbedarf (CovApp)
RKI-Infoblatt: Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung

QUELLEN
Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV) Vom 30. November 2020 Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet? Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Strategie-Ergänzung bei Auftreten von akuten Atemwegserkrankungen im Winterhalbjahr während der COVID-19-Pandemie. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Testkriterien für die SARS-CoV-2 Diagnostik: Anpassungen für die Herbst- und Wintersaison 2020/2021 Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 06. November 2020

Was sollte man über die Impfung gegen COVID-19 wissen?

Wer sich gegen COVID-19 impfen lässt, kann sich selbst und andere vor einer COVID-19 Erkrankung schützen. Gleichzeitig hilft die Impfung, die Ausbreitung der Pandemie zu begrenzen. Wenn ein Großteil der Bevölkerung gegen das Virus immun ist, ist das Risiko, an COVID-19 zu erkranken, sehr stark reduziert. Das kann neben der Reduktion von Neuinfektionen dazu beitragen, Kontaktbeschränkungen zukünftig wieder zu lockern.

Seit dem 27. Dezember 2020 wird hierzulande geimpft. Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfohlen. Das staatliche Paul-Ehrlich-Institut ist unter anderem für die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffes verantwortlich.

Die Corona-Schutzimpfung ist freiwillig und kostenlos für die Bevölkerung zugänglich. Anspruchsberechtigt sind Menschen, die in Deutschland wohnen beziehungsweise sich längerfristig oder regelmäßig hier aufhalten. Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, da der Impfwirkstoff für diese Gruppe noch nicht zugelassen ist.

Weil Impfdosen jedoch noch nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen, werden sie zunächst nur besonders gefährdeten Personengruppen angeboten. Dazu gehören unter anderem Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen, Personen ab 80 Jahren und Gesundheitspersonal, das durch das Tätigkeitsfeld einem hohen Risiko einer Ansteckung ausgesetzt ist oder besonders verletzliche Personengruppen versorgt.

Die Impfempfehlungen hierzu werden von der STIKO herausgegeben und fortlaufend aktualisiert. Einen Überblick über Organisation, Verteilung und Durchführung der Impfungen gibt die Nationale Impfstrategie. Rechtliche Grundlage ist die Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV.

Informationen zum nächstgelegenen Impfzentrum, zu mobilen Impfteams für Pflegeheime und zur Terminvergabe gibt es auf der Webseite des jeweiligen Bundeslands.

Antworten auf Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Corona-Schutzimpfung gibt zum Beispiel die BZgA.

Mehr zum Thema

BMG-Webseite: Fragen und Antworten zur COVID-19-Impfung
BMG-Webseite: Informationen zum Impfen
RKI-Aufklärungsmerkblatt: Schutzimpfung mit mRNA-Impfstoff
BZGA-Webseite: Corona-Schutzimpfung gegen COVID-19
KBV-Patienteninformationen: Aktuelle Hinweise zum Coronavirus

QUELLEN
Bundesgesundheitsministerium (BMG) (2020). Nationale Impfstrategie COVID-19. Strategie zur Einführung und Evaluierung einer Impfung gegen SARS-CoV-2 in Deutschland. Link [Aufgerufen am 13.01.2020]
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ). Link [Aufgerufen am 13.01.2020]
Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) (2021). Beschluss der STIKO zur 1. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung. STIKO-Empfehlung zur COVID-19-Impfung. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – Corona-ImpfV) Vom 30. Novemeber 2020. Link [Aufgerufen am 13.01.2020]

AKTUALISIERT am 13. Januar 2021

Wer wird auf eine Corona-Infektion getestet?

Den Anspruch auf einen Coronavirus-Test regelt die Corona-Testverordnung. Wer getestet werden soll, beschreiben die nationale Teststrategie und die für die Herbst- und Wintersaison angepassten Testkriterien des Robert Koch Instituts. Auf dieser Basis wird entschieden, wer getestet wird und welcher Test angezeigt ist. Die Entscheidung trifft der Arzt, die Ärztin, das Gesundheitsamt oder die in der Coronavirus-Testverordnung genannten Einrichtungen.

Die Coronavirus-Testverordnung sieht u. a. vor, dass Krankhäuser, Pflegeeinrichtungen und -dienste, Arztpraxen, Dialysezentren Antigen-Tests durchführen. Dafür ist ein einrichtungsbezogenes Testkonzept zu erstellen in dem festgelegt ist, wer wie oft getestet wird.

Darüber hinaus gibt es länderspezifische Regelungen zur Testpflicht in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Laut Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder sollen die Bundesländer eine verpflichtende Testung mehrmals pro Woche für das Personal in Alten- und Pflegeeinrichtungen – sowie für Besucherinnen und Besucher in Regionen mit erhöhten Infektionszahlen anordnen. Dementsprechend besteht keine bundesweit einheitliche Testpflicht für Pflegepersonal. Die Informationen über regionale Regelungen zur Testpflicht finden Sie auf den Webseiten der Bundesländer oder können Sie bei den örtlichen Gesundheitsämtern erfragen.

Mehr zum Thema

BMG-Webseite: Die nationale Teststrategie – Coronatests in Deutschland
BMG-Webseite: Die nationale Teststrategie – einfach erklärt
BMG-Webseite: Besserer Schutz in Pflegeheimen und Krankenhäusern

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet? Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Testkriterien für die SARS-CoV-2 Diagnostik: Anpassungen für die Herbst- und Wintersaison 2020/2021. Link [Aufgerufen am 13.01.2020]
Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV). Vom 30. November 2020. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 13. Januar 2021

Wie wird auf eine Corona-Infektion getestet?

Um auf eine akute SARS-CoV-2-Infektion zu testen, werden derzeit zwei verschiedene Verfahren angewandt: der PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion) und der Antigen-Test. Wann welcher Test durchgeführt werden soll, steht in der nationalen Teststrategie.

Bei einem PCR-Test wird die Infektion durch Nachweis des Erbmaterials des Virus mittels Laboruntersuchung festgestellt. Die Auswertung dauert mehrere Stunden und kann nur in Laboren durchgeführt werden. Der Test reagiert bereits bei einer geringen Virusmenge und gilt als sehr verlässlich.

Bei einem Antigen-Test werden Proteine des Virus nachgewiesen. Der Test liefert schnelle Ergebnisse und kann direkt vor Ort ohne Labor durchgeführt werden. Jedoch ist ein Antigen-Test nicht so genau wie ein PCR-Test. Das heißt: Ein negativer Antigen-Test schließt die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht aus. Umgekehrt muss ein positiver Antigen-Test mit einem PCR-Test bestätigt werden. Antigen-Tests werden vor allem angewandt, um eine rasche Einschätzung zu erhalten, ob eine Infektion vorliegt. Sie dienen vor allem dazu, die unbemerkte Verbreitung des Corona-Virus zu verhüten und um Risikogruppen besser vor einer Ansteckung zu schützen.

Bei beiden Testverfahren sind die Proben durch Fachpersonal und möglichst aus den oberen Atemwegen als Nasopharynx-Abstrich oder Oropharynx-Abstrich zu entnehmen.

Wichtig: Ein negativer Test ist nur eine Momentaufnahme. Antigen-Tests sind zudem nicht hundertprozentig verlässlich. Daher sind die Abstands- und Hygieneregeln auch bei einem negativen Testergebnis in jedem Fall streng einzuhalten.

Mehr zum Thema

Infektionsschutz.de-Webseite: Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2
BMG-Webseite: Die nationale Teststrategie – Coronatests in Deutschland
BMG-Webseite: Die nationale Teststrategie – einfach erklärt

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020) Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet? Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Testkriterien für die SARS-CoV-2 Diagnostik: Anpassungen für die Herbst- und Wintersaison 2020/2021. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV). Vom 30. November 2020. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 13. Januar 2021

Welchen Zweck hat die soziale Distanz?

Menschen stecken sich vor allem durch den nahen Kontakt zu anderen Menschen, die mit dem Virus infiziert sind, an. Auch wer keine Anzeichen für eine Infektion hat, kann das Virus übertragen.

Je weniger direkten Kontakt man zu anderen Menschen hat (sogenannte soziale Distanz), umso geringer ist das Risiko, das Virus zu übertragen oder sich zu infizieren. Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen, die richtige Verwendung einer Alltagsmaske und weitere Hygienemaßnahmen (siehe jeweilige Abschnitte) verringern das Risiko einer Ansteckung zusätzlich.

Behördlich angeordnete Kontaktbeschränkungen zielen darauf ab, die Zunahme von Neuinfektionen zu verlangsamen: So soll die Belastung des Gesundheitssystems so gering wie möglich gehalten und die Versorgung schwer kranker Patienten und Patientinnen sichergestellt bleiben. Außerdem soll so Zeit für die Weiterentwicklung der Therapie sowie einem ausreichenden Impfschutz innerhalb der Bevölkerung gesorgt werden.

Mehr zum Thema

Infektionsschutz.de-Webseite: Lockdown: Corona-Regeln in Zeiten vieler Neuinfektionen
Bundesregierung-Webseite: Regeln und Einschränkungen
Humboldt-Universität-Grafik: Ansteckungsmöglichkeiten in Gruppen

QUELLEN
Die Bundesregierung (2021). Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 5. Januar 2021. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Die Pandemie in Deutschland in den nächsten Monaten – Ziele, Schwerpunktthemen und Instrumente für den Infektionsschutz. Strategie-Ergänzung. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Infektionsschutzmaßnahmen. Warum sind solche weitreichenden Maßnahmen erforderlich? Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 13. Januar 2021

Was sollte man über Mund-Nasen-Masken wissen?

Alle Bundesländer haben Vorschriften erlassen, wann eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen ist, zum Beispiel in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln, an belebten Orten im Freien. Da man das Coronavirus auch ohne Symptome an andere weitergeben kann, ist eine Maske auch dann aufzusetzen, wenn keine Krankheitszeichen bestehen. Informieren Sie sich über die vor Ort geltenden Regelungen. Adressen finden Sie im Abschnitt „Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus“.

Beachten Sie bitte: Bei einer Atemwegs-Erkrankung bzw. Erkältung oder bei Verdacht auf eine Corona-Infektion sollte man zu Hause bleiben und Kontakt mit anderen vermeiden. Bei Anzeichen einer Atemwegserkrankung wie Fieber, Husten oder Schnupfen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Mehr dazu im Abschnitt „Was sollte man bei Verdacht auf eine COVID-19-Infektion tun?“

Maskenarten

Es gibt erhebliche Unterschiede bei Masken für Mund und Nase. Für den privaten Gebrauch im Alltag empfehlen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Robert Koch-Institut (RKI) das Tragen einer Alltagsmaske (einfache Mund-Nasen-Bedeckung aus fest gewebtem Stoff). Bei Vorliegen einer Erkrankung oder Unsicherheit, welche Maske im Einzelfall geeignet ist, kann das Gesundheitsamt oder die hausärztliche Praxis beraten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Familienangehörigen, Pflegenden und Pflegebedürftigen zum Schutz der pflegebedürftigen Person bei engem Kontakt eine medizinische Mund-Nasen-Schutz-Maske zu tragen.

Medizinische Mund-Nasen-Schutz-Masken
Im medizinischen Bereich und in der Pflege sollen Masken verwendet werden, die gesetzlichen Vorgaben und damit technischen Normen entsprechen (mehrlagiger medizinischer Mund-Nasen-Schutz, auch Chirurgen-Maske oder OP-Maske genannt). Bei diesen ist eine bestimmte Schutzwirkung garantiert, da sie beim Träger oder der Trägerin kleinste Tröpfchen zurückhalten, die zum Beispiel beim Sprechen, Husten und Niesen entstehen. Sie sollten in der Regel nur einmalig verwendet werden.

Filtrierende Halbmasken
Filtrierende Halbmasken, auch FFP-Masken genannt, gehören zur Schutzausrüstung von medizinischem Personal und professionell Pflegenden. Diese Masken gibt es mit oder ohne Ventil. Masken mit Ventil filtern nur die eigene Einatem-Luft und nicht die Ausatem-Luft. Damit sind sie nicht – wie Masken ohne Ventil – für den Schutz Anderer ausgelegt.

Bei der Nutzung von FFP-Masken ist zu beachten:

  • Der Atemwiderstand ist bei der Nutzung von FFP2- und FFP3-Masken erhöht. Dies könnte bei Menschen mit Vorerkrankungen wie COPD oder Lungenkrebs problematisch sein und beispielsweise zu Luftnot führen. Sie sollten daher unter Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden.
  • Um sicher zu sein, dass die Maske wirksam ist, nutzen Sie nur Produkte mit vierstelliger CE-Kennnummer. Von der DEKRA zertifizierte Masken haben zum Beispiel die Kennnummer CE 0158.
  • Bei weiter steigenden Infektionszahlen kann es rasch wieder zu einem Mangel an Masken kommen. Diese sollten dann dem Gesundheitspersonal und Risikogruppen vorbehalten sein.

Menschen über 60 Jahren sowie mit bestimmten Risikofaktoren erhalten im Januar 2021 zwei Coupons per Post von ihrer Krankenkasse beziehungsweise privaten Krankenversicherung. Diese Coupons können in der Apotheke gegen jeweils sechs FFP2-Masken innerhalb zwei festgelegter Zeiträume eingetauscht werden. Dafür ist ein Eigenanteil von zwei Euro pro Coupon zu zahlen. Falls eine persönliche Abholung der Masken nicht möglich ist, kann auch eine Vollmacht ausgestellt werden. Rechtliche Grundlage ist die Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung (SchutzmV). Wer anspruchsberechtigt ist, geht z. B. aus der Webseite des BMG hervor. Ziel dieser Verordnung ist, das Ansteckungsrisiko für besonders verletzliche Personengruppen zu senken.

Alltagsmasken
Alltagsmasken (auch Community-Masken oder DIY-Masken genannt) gehören zu den einfachen Mund-Nasen-Bedeckungen. Sie bestehen aus handelsüblichen, fest gewebten Stoffen und sind für den privaten Gebrauch bestimmt. Das Tragen einer Alltagsmaske trägt dazu bei, Andere vor einer Infektion zu schützen und so die Verbreitung des SARS-CoV-2 zu verlangsamen. Denn Viren in den Tröpfchen der Atemluft können wahrscheinlich zum Teil durch eine Alltagsmaske zurückgehalten werden.

Eine behelfsmäßige Alltagsmaske kann auch selbst genäht werden. Nähanleitungen gibt es im Internet. Hinweise zur Verwendung von selbst hergestellten Masken in Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden Sie auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Einen Erklärfilm zu Alltagsmasken finden Sie auf der Webseite der BZgA.

Gesichts-Visiere werden vom RKI nicht als gleichwertige Alternative zu einer Mund-Nasen-Bedeckung bewertet.

Anwendung

Wichtig: Die weiteren Regeln sind jederzeit – auch beim Tragen von Masken – einzuhalten, wie Abstand halten, Hygiene beachten, Lüften sowie Selbstisolation bei Erkrankung.

Wenn Sie eine medizinische Mund-Nasen-Schutz-Maske oder eine Alltagsmaske einsetzen, achten Sie außerdem darauf:

  • sie richtig herum aufzusetzen (Anleitung beachten).
  • Nase, Mund und Wangen bis zum Kinn zu bedecken.
  • dass sie an den Rändern möglichst durchgehend eng anliegt.
  • sie nicht um den Hals zu tragen oder anderweitig zu verschieben.
  • sie zu wechseln, wenn sie feucht wird.
  • sich nicht ins Gesicht zu fassen und dabei die Außenseite der Maske zu berühren.
  • sich gründlich die Hände zu waschen, bevor Sie die Maske aufsetzen oder abnehmen.
  • beim Abnehmen nicht den Außenstoff, sondern die seitlichen Laschen oder Schnüre anzufassen.
  • sie unterwegs nach Benutzung in einem luftdicht verschlossenen Beutel aufzubewahren und zu Hause nach Herstellerangaben zu reinigen oder zu entsorgen.
  • textile Alltagsmasken bei mindestens 60°C zu waschen.
  • die vom Hersteller empfohlenen Hinweise zur Nutzungsdauer einzuhalten.

Mehr zum Thema

BZgA-Webseite: Alltagsmaske tragen
BMG-Webseite: Einfach erklärt: Mund-Nasen-Schutz zur Eindämmung des Corona-Virus
SGW-Webseite: Corona-Maskenpflicht: Was Sie jetzt wissen müssen
RKI-Webseite: Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zu beachten? 
Die Bundesregierung-Webseite: Corona-Regelungen in den Bundesländern

QUELLEN
Beesoon, S., Behary, N. & Perwuelz, A. (2020). Universal masking during COVID-19 pandemic: Can textile engineering help public health? Narrative review of the evidence. Preventive Medicine, 139. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) (2020). Antworten zur Verwendung von Schutzmasken und weiterer Schutzausrüstung. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) (2020). Empfehlungen der BAuA und des ad-Hoc AK „Covid-19“ des ABAS zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) (2020). Hinweise des BfArM zur Verwendung von selbst hergestellten Masken (sog. „Community-Masken“), medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS) sowie filtrierenden Halbmasken (FFP2 und FFP3) im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2 / Covid-19). Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Chu, D.K, Akl, E.A., Duda, S., Solo, K., Yaacoub, S. & Schünemann, H.J. (2020). Physical distan-cing, face masks, and eye protection to prevent person-to-person transmission of SARS-CoV-2 and COVID-19: a systematic review and meta-analysis. Lancet, 395(10242), 1973-1987. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Dekra Deutschland (2020). Corona-Schutz mit CE-Kennzeichnung. DEKRA Labor prüft FFP-Atemschutzmasken. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (2020). Infektionsprävention durch das Tragen von Masken. Gemeinsame Stellungnahme von DGHM und GfV vom 4. November 2020. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Feng, S., Shen, C., Xia, N., Song, W., Fan, M. & Cowling, B. (2020). Rational use of face masks in the COVID-19 pandemic. The Lancet Respiratory Medicine. Link [Aufgerufen am 06.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020) Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum als weitere Komponente zur Reduktion der Übertragungen von COVID-19. In Epidemiologisches Bulletin, 19.2020 3-5. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Worby, C. J. & Chang, H.-H. (2020). Face mask use in the general population and optimal re-source allocation during the COVID-19 pandemic. Nature Communications, 11, 4049. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
World Health Organization (WHO) (2020). Advice on the use of masks in the context of COVID-19. Interim guidance. 1 December 2020. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 14. Januar 2021

Ist es sinnvoll, Desinfektionsmittel zu verwenden?

Im direkten Umgang mit pflegebedürftigen Menschen oder Menschen mit geschwächter Abwehr kann es derzeit sinnvoll sein, Hände-Desinfektionsmittel anzuwenden, etwa vor Körperkontakt oder dem Essen reichen. Dies kann dazu beitragen, sie vor einer möglichen Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen.

Ist eine Person im Haushalt an COVID-19 erkrankt, müssen die besonderen ärztlichen Anweisungen zur Hygiene befolgt werden. In diesem Fall sollten Sie Hände- und Flächen-Desinfektionsmittel benutzen, die mit dem Hinweis „begrenzt viruzid“, „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ versehen sind.

Beachten Sie bitte: In der Regel sind Hände- und Reinigungs-Desinfektionsmittel im privaten Haushalt nicht nötig. Sie können sogar eher schädlich sein, indem sie Allergien oder Hautschäden verursachen und krankmachende Keime widerstandsfähiger machen (sogenannte Resistenz-Bildung). Um einer Übertragung von Krankheitserregern durch eine sogenannte Kontakt- oder auch „Schmier“-infektion vorzubeugen, ist es vor allem wichtig, die Hände regelmäßig und gründlich zu waschen. Gegenstände, die häufig angefasst werden – wie Türklinken, Lichtschalter oder Telefone – sollten mehrmals wöchentlich sorgfältig mit einfachen Haushaltsmitteln gereinigt werden.

Mehr zum Thema

BfR-Webseite: Nutzen und Risiken von Desinfektionsmitteln im Privathaushalt
infektionsschutz.de-Webseite: Desinfektionsmittel
Infektionsschutz.de – Webseite: Sollte ich im häuslichen Umfeld Desinfektionsmittel einsetzen?

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Hinweise zum ambulanten Management von COVID-19-Verdachtsfällen und leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten. Link [Zuletzt aufgerufen 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Hinweise zu Reinigung und Desinfektion von Oberflächen außerhalb von Gesundheitseinrichtungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Link [Zuletzt aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 13. Januar 2021

Warum sollte man die Corona-Warn-App nutzen?

Nicht immer weiß man, dass man Kontakt mit einer positiv auf COVID-19 getesteten Person hatte. Mithilfe der Corona-Warn-App des RKI sollen Infektionswege besser nachvollziehbar werden, um zukünftig Infektionsketten schneller unterbrechen zu können. Damit soll die Verbreitung des Virus weiter verlangsamt werden. Die App wurde im Auftrag der Bundesregierung entwickelt.

Die App registriert automatisch, wenn wir uns in der Nähe anderer Personen aufhalten, die die App ebenfalls nutzen. Diese Daten werden für 14 Tage verschlüsselt und auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Falls man Begegnungen mit nachweislich infizierten Personen hatte, wird man von der App darüber informiert und erhält Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Ist man nachweislich selbst an dem Virus erkrankt, kann man dies mit einen Zufallscode anonym in der App eintragen. Zudem kann das Testergebnis – nach Zustimmung des Nutzers – automatisch vom Labor an die Corona-Warn-App übermittelt werden.

Je mehr Menschen diese App nutzen, desto effektiver funktioniert das Frühwarn-System. Zudem wird der Prozess der Nachverfolgung von Infektionswegen erleichtert. Download und Nutzung der App sind freiwillig und kostenlos; die Identität der Nutzerinnen und Nutzer sowie die Privatsphäre sind maximal geschützt.

Derzeit ist die App in deutscher, englischer, türkischer, rumänischer, bulgarischer und polnischer Sprache verfügbar.

Zugang zum Download finden Sie auf der auf der Corona-Warn-App – Seite der Bundesregierung.

QUELLEN
Die Bundesregierung (2020). Pressemitteilung 209. Veröffentlichung der Corona-Warn-App. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 07. Januar 2021

Das können pflegende Angehörige jetzt tun

Allgemeingültige Regeln einhalten

Halten Sie sich an die sogenannte AHA+L+A-Formel des Bundesministeriums für Gesundheit: Abstand halten, Hygiene-Regeln einhalten, Alltagsmaske tragen sowie regelmäßig Lüften und die Corona-Warn-App nutzen:

  • Halten Sie zu Menschen außerhalb des Zuhauses einen Abstand von mindestens 1,5 Metern.
  • Benutzen Sie eine Alltagsmaske aus fest gewebtem Stoff in der Öffentlichkeit an den Orten, wo es schwierig ist, diesen Abstand einzuhalten. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Was sollte man über den Mund-Nasen-Schutz wissen?“. Informieren Sie sich, welche verpflichtenden Regelungen in Ihrem Bundesland zum Tragen von Alltagsmasken gelten. Die Informationen erhalten Sie zum Beispiel auf der Webseite oder über die Hotline des Bundeslandes. Adressen finden Sie im Abschnitt „Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus“.
  • Husten oder niesen Sie in ein Einmal-Taschentuch oder in die Armbeuge. Drehen Sie sich dabei von anderen Menschen weg. Entsorgen Sie benutzte Taschentücher umgehend in einem verschließbaren Behälter. Waschen Sie sich danach und nach dem Nase putzen gründlich die Hände.
  • Lüften Sie mehrmals täglich die Räume – vor allem, wenn sich mehrere Personen darin aufhalten. Eine möglichst hohe Frischluftzufuhr hilft dabei, mögliche virushaltige Flüssigkeitspartikel in Innenräumen zu reduzieren.
  • Nutzen Sie die Corona-Warn-App.

Außerdem

  • Halten Sie die behördlich angeordneten Regeln wie Kontaktbeschränkungen ein.
  • Bleiben Sie bei Anzeichen einer Erkältung solange zu Hause, bis Sie mindestens 2 Tage symptomfrei waren. Meiden Sie in dieser Zeit unbedingt persönliche Kontakte zu anderen Personen.
  • Achten Sie auf penible Hände-Hygiene. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Penible Händehygiene einhalten“.
  • Fassen Sie sich möglichst nicht ins Gesicht.
  • Vermeiden Sie Ansammlungen von Menschen in Innenräumen, besonders in kleinen, schlecht belüfteten Räumen. Wenn möglich, verzichten Sie auf Einkäufe zu Stoßzeiten. Halten Sie sich auch im Freien möglichst nicht an besonders belebten Plätzen auf.
  • Nehmen Sie Arztbesuche wahr: Schieben Sie Vorsorgeuntersuchungen nicht auf. Das gilt besonders bei akuten Beschwerden oder chronischer Krankheit.
  • Falls Sie berufstätig sind, arbeiten Sie in dieser Zeit möglichst von zu Hause aus. Sprechen Sie über mögliche Regelungen mit Ihrem Arbeitgeber. Informationen zu Möglichkeiten der Freistellung finden Sie auf den Internetseiten von BMFSFJ  und BMAS.
  • Besuchen Sie pflegebedürftige Menschen möglichst einzeln – und am besten draußen. Bei Besuch in Räumen lüften Sie währenddessen gut. Verzichten Sie in jedem Fall auf Besuche, wenn Sie Anzeichen einer Erkältung bemerken oder Kontakt zu einer Person hatten, die positiv auf COVID-19 getestet wurde. Halten Sie wenn möglich über Telefon, Video-Telefonie oder mit Briefen Kontakt zu der pflegebedürftigen Person.
  • Informieren Sie sich über Besuchs-Regelungen und Kontakt-Möglichkeiten im Pflegeheim. Regelungen in den einzelnen Bundesländern fasst der BIVA-Pflegeschutzbund regelmäßig zusammen.
  • Verzichten Sie auf Reisen in Risikogebiete.  Halten Sie sich an die behördlich angeordneten Test- , Quarantäne- und Isolations-Regeln. Informieren Sie sich hierüber z. B. bei einem Gesundheitsamt in Ihrer Nähe.
  • Wenn Sie sich krank fühlen, rufen Sie in Ihrer Hausarztpraxis oder außerhalb der Sprechzeiten bei dem Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter 116 117 an. Fragen Sie dort, wie sie weiter vorgehen sollten. Mehr erfahren Sie im Abschnitt „Was sollte man bei Verdacht auf eine COVID-19-Infektion tun?“

QUELLEN
Die Bundesregierung (2021). Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 5. Januar 2021 Beschluss. Link [Aufgerufen am 06.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 / Krankheit COVID-19. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Die Pandemie in Deutschland in den nächsten Monaten – Ziele, Schwerpunktthemen und Instrumente für den Infektionsschutz. Strategie-Ergänzung. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020) Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet? Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Testkriterien für die SARS-CoV-2 Diagnostik: Anpassungen für die Herbst- und Wintersaison 2020/2021. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Umweltbundesamt (2020). Das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 in Innenräumen lässt sich durch geeignete Lüftungsmaßnahmen reduzieren. Stellungnahme der Kommission Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 08. Januar 2021

Empfehlungen bei der Pflege beachten

  • Pausieren Sie die Pflege sofort, wenn Sie bei sich selbst Symptome einer Atemwegs-Erkrankung wahrnehmen oder Kontakt mit einer Person hatten, die positiv auf das Virus getestet wurde. Besprechen Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin und anderen an der Versorgung beteiligten Personen, z. B. Familienmitgliedern oder dem ambulanten Pflegedienst. Halten Sie sich von der pflegebedürftigen Person fern, bis Sie mindestens für 2 Tage symptomfrei waren. Wenn Ihnen eine Quarantänezeit behördlich angeordnet wurde, halten Sie sich an die Vorgabe.
  • Halten Sie die Anzahl der persönlichen Kontakte, vor allem der pflegenden Personen, möglichst gering. Verzichten Sie insbesondere auf Treffen mit erkälteten Menschen oder Personen, die kürzlich Kontakt mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person hatten.
  • Beachten Sie bei der Versorgung der pflegebedürftigen Person streng die Regeln der Hygiene bzw. Schutzmaßnahmen.
  • Informieren Sie die pflegebedürftige Person über die aktuelle Situation und nötigen Maßnahmen. Besprechen Sie gemeinsam Sorgen und Ängste. Nehmen Sie telefonische Beratung in Anspruch, z. B. das Pflegetelefon des Bundesfamilienministeriums, die Telefon-Seelsorge oder das Angebot von Silbernetz. Für besorgte Kinder und Jugendliche gibt es die Nummer gegen Kummer und die Internetseite Pausentaste.
  • Soweit vertretbar und möglich, halten Sie Abstand zur pflegebedürftigen Person: z. B. nicht gegenseitig ins Gesicht fassen, nicht anatmen, nicht küssen, nicht umarmen.
  • Atmen Sie bei besonders körpernahen Tätigkeiten wie der Körperpflege oder dem Positionswechsel möglichst durch die Nase und begrenzen das Sprechen auf das Nötigste.
  • Lüften Sie regelmäßig die Räume.
  • Tragen Sie zum Schutz der pflegebedürftigen Person eine Mund-Nasen-Bedeckung (z. B. eine sogenannte Alltagsmaske) oder einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz. Soweit aufgrund des gesundheitlichen Zustands der pflegebedürftigen Person vertretbar und möglich, sollte auch sie bei körpernahem Kontakt eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Was sollte man über den Mund-Nasen-Schutz wissen?“.
  • Regen Sie die pflegebedürftige Person an, Einmal-Taschentücher zu benutzen und sie nach Gebrauch in einem geschlossenen Behälter zu entsorgen.
  • Teilen Sie Ihr Geschirr und Besteck mit keiner weiteren Person. Kennzeichnen Sie dieses ggf., damit es nicht zu Verwechslungen kommen kann. Halten Sie auch beim Essen ausreichend Abstand.
  • Reinigen Sie Gegenstände, die häufig angefasst werden, mehrmals wöchentlich sorgfältig, z. B. Türklinken, Lichtschalter oder Telefone. Hierfür reicht ein einfaches Haushaltsmittel.
  • Informieren Sie sich: Ist die Hausärztin oder der Hausarzt der pflegebedürftigen Person weiterhin erreichbar? Wie kann die Medikamenten-Versorgung sichergestellt werden? Kommt der Pflegedienst wie gewohnt?

Hinweis für den Umgang mit Menschen mit Demenz

Die aktuelle Situation ist für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zusätzlich schwierig. Denn krankheitsbedingt ist die Situation für Menschen mit Demenz schwer verständlich und die damit verbundenen Verhaltensregeln sind für sie kaum einzuhalten. Ausbleibende Besuche, Abstands-Regeln und eine Mund-Nasen-Bedeckung beim Gegenüber können sie besonders verunsichern. Gleichzeitig kann es sein, dass Menschen mit Demenz Hygiene- und Abstandsregeln nicht umsetzen und eine Mund-Nasen-Bedeckung nicht tolerieren.

Angehörige von Menschen mit Demenz sind dadurch zusätzlich herausgefordert.

Umfangreiche Informationen, Tipps und Beratung zum Umgang mit Menschen mit Demenz während der Corona-Pandemie erhalten Sie bundesweit bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Selbsthilfe Demenz e. V.:

Alzheimer-Telefon | 030 – 259 37 95 14

Mehr zum Thema

DAlzG-Webseite: Aktuelle Informationen zum Umgang in Zeiten von Corona
DAlzG-Info-Blatt: Informationen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen
DAlzG-App für Angehörige: „Alzheimer & YOU – den Alltag aktiv gestalten“

QUELLEN
Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (Hrsg.) (2020). S1 Leitlinie – Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedürftigkeit im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie – Langfassung – AWMF Registernummer 184 – 002. Verfügbar unter Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus sARS-CoV-2 / Krankheit COVID-19. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2021). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). 15. Risikogruppen für schwere Verläufe. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
World Health Organization (WHO) (2020). Advice on the use of masks in the context of COVID-19. Interim guidance. 1 December 2020. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 07. Januar 2021

Penible Händehygiene einhalten

Waschen Sie sich mehrmals am Tag mit fließendem Wasser und Seife die Hände.

Hände richtig reinigen

  1. Halten Sie Ihre Hände unter fließendes Wasser.
  2. Seifen Sie Ihre Hände mit Flüssigseife für 20 bis 30 Sekunden ein: Handflächen, zwischen den Fingern, Fingerspitzen, Nägel, Daumen und Handrücken.
  3. Spülen Sie die Seife gründlich unter fließendem Wasser ab.
  4. Trocknen Sie die Hände sorgfältig mit einem sauberen und trockenen Handtuch ab. Teilen Sie sich Handtücher nicht mit anderen. Nutzen Sie unterwegs Einmal-Tücher oder Einmal-Taschentücher.

Unterwegs:

  • Fassen Sie möglichst wenig gemeinsam genutzte Gegenstände an.
  • Nutzen Sie Einmal-Handtücher oder Taschentücher zum Abtrocknen der Hände.
  • Verwenden Sie auf öffentlichen Toiletten ein Einmal-Handtuch oder ein Taschentuch beim Anfassen der Türklinken, der Toiletten-Spülung und des Wasserhahns.

Waschen Sie sich die Hände immer vor:

  • jedem Kontakt mit dem pflegebedürftigen Menschen
  • Kontakt mit Lebensmitteln, Medikamenten, Kosmetika, Kontaktlinsen oder Zahnprothesen.

Waschen Sie sich die Hände immer, nachdem Sie etwas angefasst haben, worauf sich gewöhnlich Keime befinden, wie:

  • Toilette oder Toilettenbürste
  • Ausscheidungen, z. B. Erbrochenes, Urin oder Stuhl
  • Körpersekrete, z. B. Speichel, Nasen- oder Rachenschleim, Blut
  • unterwegs, z. B. auf dem Haltegriff im Bus, am Einkaufswagen oder an Türklinken
  • Abfall
  • Wunden
  • Tiere
  • rohes Fleisch oder roher Fisch.

Außerdem:

  • Regen Sie die pflegebedürftige Person zum regelmäßigen Händewaschen an.
  • Cremen Sie sich regelmäßig die Hände, um Hautschäden zu vermeiden.
  • Tragen Sie bei der Pflege keinen Schmuck an den Händen und Handgelenken.
  • Halten Sie die Hygiene besonders sorgfältig ein, wenn die pflegebedürftige Person eine Infektion hat. Lassen Sie sich dann auch ärztlich beraten, ob Sie zusätzlich Desinfektions-Mittel für die Hände nutzen sollten.

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten. Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut.  Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Jefferson, T, Del Mar, C. Dooley, L., Ferronie, E., Al-Ansary, L. A., Bawazeer, G. A. … & Conley, J. M. (2011) Physical interventions to interrupt or reduce the spread of respiratory viruses. The Chochrane Database of Systematic Reviwes. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Aiello, A. E., Coulborn, R. M., Perez, V., MS & Larson, E. L. (2008). Effect of hand hygiene on infectious disease risk in the community setting: A meta-analysis. J Public Health. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 07. Januar 2021

Pflege und Berufstätigkeit vereinbaren

Wegen der Corona-Krise ist die Unterstützung bei der Pflege zuhause durch Pflegeanbieter oder private Hilfen derzeit oft nur eingeschränkt oder gar nicht möglich. Berufstätige Angehörige stehen dann vor dem Problem, die Pflege des Angehörigen und die beruflichen Verpflichtungen miteinander vereinbaren zu müssen. Hinzu kommt vielleicht die Sorge, das Corona-Virus über die beruflichen Kontakte auf die pflegebedürftige Person zu übertragen.

  • Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber über Regelungen, um Ihnen die Pflege Ihres Familienmitglieds zu ermöglichen, z. B. Home-Office, Abbau von Überstunden, flexible Arbeitszeiten oder Freistellung.
  • Lassen Sie sich zu gesetzlichen Freistellungsmöglichkeiten von der Pflegekasse, privaten Pflegeversicherung oder am Pflegetelefon des BMFSFJ beraten.

Die bisherigen gesetzlichen Freistellungsmöglichkeiten wurden aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 31. März 2021 ausgeweitet.

  • Kurzzeitige Arbeitsverhinderung sowie Pflegeunterstützungsgeld: Statt bisher 10 Tage können Berufstätige in einer akuten Pflegesituation nun kurzfristig bis zu 20 Tage von der Arbeit freigestellt werden, um die Pflege neu zu organisieren, z. B. wenn eine Pflegeperson oder ein ambulanter Pflegedienst ausfällt. Für diese Zeit können Berufstätige sogenanntes Pflegeunterstützungsgeld erhalten. Die 20 Tage können auch aufgeteilt werden, z. B. unter Geschwistern. Voraussetzung ist, dass die Situation aufgrund der COVID-19-Pandemie plötzlich und unerwartet eintrat.
  • Familienpflegezeit für bis zu 2 Jahre: Während der Corona-Pandemie kann die eigentlich erforderliche wöchentliche Arbeitszeit von 15 Stunden unterschritten werden, um ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu pflegen.
  • Kurzzeitpflege: bei Versorgungsengpässen können auch Rehabilitations- und Vorsorge-Einrichtungen für Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden.
  • Pflegezeit für bis zu 6 Monate: Unverändert besteht die Möglichkeit, die Arbeitszeit bis zu 6 Monate lang zu reduzieren oder vollständig zu pausieren, um ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu pflegen.
  • Entlastungsbetrag: Zusätzlich zu den Sach- und Geldleistungen aus der Pflegeversicherung haben Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 1 bis 5 Anspruch auf einen Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro monatlich. Dieser kann für Hilfen im Alltag eingesetzt werden, zum Beispiel für haushaltsnahe Dienste. Um den Betrag zu erhalten muss kein Antrag gestellt werden. Aber: Die Kosten werden von der Pflegekasse oder -versicherung nur gegen Vorlage einer Rechnung von zugelassenen Anbietern erstattet. Diese Adressen kann man bei der zuständigen Pflegekasse oder -versicherung erfragen.
    Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie können Entlastungsbeträge, die 2019 nicht genutzt wurden, noch bis März 2021 in Anspruch genommen werden.
    Außerdem können Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 den Entlastungsbetrag bis 31. März 2021 flexibler verwenden. Das heißt, der Betrag kann z. B. für Unterstützung durch Nachbarn eingesetzt werden und nicht wie sonst nur für offiziell zugelassene Anbieter.

Wenn keine dieser Möglichkeiten für Sie infrage kommt: Erfragen Sie bei dem Pflegedienst oder der Tagespflegeeinrichtung, ob es eine Notbetreuung für die pflegebedürftige Person gibt.

Mehr zum Thema

BMFSFJ-Webseite: Aktuelle Informationen für pflegende Angehörige
BMG-Webseite: Zweites Gesetz zum Schutz der Bevölkerung
BMAS-Webseite: Pflege und Beruf vereinbaren
Verbraucherzentrale-Webseite: Was, wenn die Pflege zu Hause neu organisiert werden muss?
ZQP-Unterstützung und Hilfen: Gesetzliche Regelungen

QUELLEN
Deutscher Bundestag. Gesetz für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser (Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG) Vom 23. Oktober 2020. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Deutscher Bundestag. Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege (Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz-GPVG) Vom 22. Dezember 2020. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Deutscher Bundestag (2020). Zweites Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite Vom 19. Mai 2020 Link  [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 04. Januar 2021

Möglichen Ausfall einer Pflegeperson vorbereiten

  • Erstellen Sie einen Plan für den Fall, dass Sie vertreten werden müssen. Stimmen Sie sich mit der pflegebedürftigen Person und innerhalb der Familie, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft oder mit einem professionellen Pflegedienst ab.
  • Lassen Sie sich zu Unterstützungs-Angeboten wie Verhinderungs-Pflege, Kurzzeitpflege oder Tagespflege beraten. Außerdem haben pflegende Angehörige Anspruch auf eine Auszeit, um Beruf und Pflege miteinander vereinbaren zu können. Informieren Sie sich dazu bei Ihrer Pflege- bzw. Krankenkasse oder der privaten Pflegeversicherung.
  • Notieren Sie wichtige medizinische und pflegerische Informationen und die wichtigsten Kontakte für die Vertretung.
  • Stellen Sie sicher, dass nötige Medikamente vorrätig sind.
  • Erwägen Sie Essen vorzukochen und einzufrieren, Wäsche vorzubereiten.

Mehr zum Thema

Unfallkasse NRW: Notfallcheckliste

QUELLEN
Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (Hrsg.) (2020). S1 Leitlinie – Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedürftigkeit im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie – Langfassung – AWMF Registernummer 184 – 002. Verfügbar unter Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 13. Januar 2021

Gesundheit fördern

  • Planen Sie Ihren Tag im Voraus: nehmen Sie sich feste Zeiten vor, zu denen Sie Pausen machen und   z. B. etwas essen oder sich bewegen.
  • Gehen Sie täglich nach draußen an die frische Luft. Ist das nicht möglich, gehen Sie gemeinsam auf den Balkon oder die Terrasse. Oder setzen Sie sich gemeinsam einige Zeit ans offene Fenster.
  • Tun Sie jeden Tag auch Dinge, die Ihnen Spaß bereiten, z. B. einen Film schauen, Musik hören, lesen, Handarbeiten. Auch wenn es nur für kurze Zeit ist.
  • Überlegen Sie, welche Aktivitäten Sie gemeinsam mit der pflegebedürftigen Person unternehmen können, z. B. Kreuzwort-Rätsel lösen, Gesellschafts-Spiele spielen, einen Film schauen.
  • Bewegen Sie sich gemeinsam zu Hause bei geöffnetem Fenster oder bei einem Spaziergang. Anregungen für Übungen finden Sie z. B. bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • Ermöglichen Sie soziale Kontakte mit der Familie, Freunden oder Bekannten über Telefon oder Video-Telefonie.
  • Verlegen Sie Treffen mit anderen Personen möglichst nach draußen. Vor allem Aktivitäten wie Gruppensport oder Singen mit anderen sollten an der frischen Luft stattfinden. Halten Sie sich an die behördlich angeordneten Regeln, z. B. AHA-Regeln.
  • Versuchen Sie möglichst ausreichend zu schlafen, ausgewogen zu essen, ausreichend zu trinken, sich regelmäßig zu bewegen und regelmäßig die Räume zu lüften.
  • Lassen Sie sich nicht von falschen Informationen beunruhigen. Informieren Sie sich ausschließlich bei vertrauenswürdigen Quellen wie dem Robert Koch-Institut oder dem Bundesministerium für Gesundheit.
  • Machen Sie sich bewusst positive Gedanken. Konzentrieren Sie sich auf die schönen Dinge im Alltag.

Mehr zum Thema

BMG-Webseite: Fit bleiben und die Zeit der Epidemie gut überstehen
BMG-Webseite: Psychische Gesundheit
BZgA-Webseite: Psychische Gesundheit in der „Corona-Zeit“

Mehr zum Thema Gesundheit fördern bei Pflegebedürftigen

ZQP-Tipps: Bewegung fördern
BZgA-Webseite älter werden IN BALANCE: Broschüren
BZgA-Webseite GESUNDAKTIV älter werden: Alltagstipps für zu Hause
BZgA-Webseite GESUNDAKTIV älter werden: Bewegungstipps für zu Hause
BZgA-Webseite: Übungsvideos
INFORM-Webseite
ZQP-Tipps: Ausreichend trinken
ZQP-Tipps: Bedarfsgerecht essen

Mehr zum Thema Gesundheit fördern bei pflegenden Angehörigen

ZQP-Tipps: Gut essen und trinken
ZQP-Tipps: Schlafproblemen begegnen

QUELLEN
Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (Hrsg.) (2020). S1 Leitlinie – Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedürftigkeit im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie – Langfassung – AWMF Registernummer 184 – 002. Verfügbar unter Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Peters, A., Rospleszcz, S., Greiser, K. H., Dallavalle, M. & Berger, K. (2020). COVID-19-Pandemie verändert die subjektive Gesundheit. Ärzteblatt, 117 (50), 861-867. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Robert Koch-Institut (RKI) (2020). Gesundheitliche Lage der Bevölkerung zu Beginn der COVID-19-Pandemie. Gesundheitsberichterstattung des Bundes gemeinsam getragen von RKI und Destatis. Journal of Health Monitoring, 5 (4). Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 13. Januar 2021

Für Entlastung sorgen, soweit möglich

  • Planen und strukturieren Sie Ihren Tag vorab. Konzentrieren Sie sich auf das Notwendige, z. B. Mahlzeiten und Körperpflege.
  • Nehmen Sie Lieferdienste in Anspruch, z. B. für Einkäufe oder Essen auf Rädern.
  • Lassen Sie sich Arzneimittelverordnungen und Medikamente per Post zustellen. Sprechen Sie mit dem Hausarzt oder der Hausärztin, ob Medikamente über einen längeren Zeitraum verschrieben und Rezepte direkt an die Apotheke geschickt werden können. Lassen Sie sich die Medikamente von der Apotheke liefern.
  • Bitten Sie aktiv um Unterstützung, z. B. bei Ihren Nachbarn. Nutzen Sie auch Nachbarschafts-Initiativen, z. B. wirgegencorona.
  • Teilen Sie sich Betreuungs-Zeiten unter den möglichen Pflegepersonen auf.
  • Informieren Sie sich bei Ihrer Tagespflege-Einrichtung, ob die Betreuungs-Möglichkeiten weiterhin genutzt werden können oder welche Alternativen es gibt.
  • Gönnen Sie sich immer wieder kleine Pausen am Tag. Sorgen Sie für kurze entspannende Momente zwischendurch, z. B. Musik hören, eine Zeitschrift anschauen.
  • Tauschen Sie sich über Sorgen, Ängste oder Gefühle der Einsamkeit mit Freunden oder Familienangehörigen aus. Dies ist über das Telefon, über das Internet oder über den Postweg möglich.
  • Nutzen Sie auch Beratungs-Angebote des BMFSFJ-Pflegetelefons, von Silbernetz oder der Telefon-Seelsorge sowie die kostenfreie psychologische Online-Beratung pflegen-und-leben.de; diese ist per E-Mail oder in Form eines persönlichen Video-Chats möglich.
  • Beachten Sie: Falls die ambulante Pflege durch den bisherigen Pflegedienst nicht sichergestellt werden kann, ist es derzeit möglich, für den vorübergehenden Einsatz anderer Personen eine Kosten-Erstattung bei der Pflegekasse zu beantragen. Infrage kommen z. B. freigestellte Mitarbeiter einer geschlossenen Tagespflegeeinrichtung, aber auch Nachbarn. Informationen zu Stellen, die Beratung zur Pflege anbieten, finden Sie im Abschnitt „Hilfen und Beratung“ nutzen. Mehr Informationen finden Sie auch im Abschnitt „Pflege und Beruf vereinbaren“.

Mehr zum Thema

Initiative: gemeinschaftonline
Initiative: QUARANTÄNEHELD*INNEN
App für pflegende Angehörige: in.kontakt
Infektionsschutz.de-Webseite: Psychische Gesundheit in der „Corona-Zeit“
 BMG-Webseite: Psychische Gesundheit
Verbraucherzentrale-Webseite: Was, wenn die Pflege zu Hause neu organisiert werden muss?
ZQP-Wissen: Beratung und Hilfen
ZQP-Tipps: Entlastung für Pflegende

Telefonische Angebote

 BMFSFJ-Pflegetelefon: 030 – 20 17 91 31
 BZgA-Telefonberatung: 0800 – 23 22 783
Silbernetz: 0800 – 4 70 80 90
TelefonSeelsorge: 0800 – 111 0 111 | 111 0 222
 Stiftung Deutsche Depressionshilfe: Krisendienste und Beratungsstellen
Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche: 116 111
Nummer gegen Kummer für Eltern: 0800 – 111 05 50
BDP-Corona-Hotline: 0800 – 777 22 44

QUELLEN
Deutscher Bundestag (2020) Gesetz für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser (Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG) Vom 23. Oktober 2020 Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Deutscher Bundestag (2020). Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege (Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz-GPVG) Vom 22. Dezember 2020. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Deutscher Bundestag (2020). Zweites Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite Vom 19. Mai 2020. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Peters, A., Rospleszcz, S., Greiser, K. H., Dallavalle, M. & Berger, K. (2020). COVID-19-Pandemie verändert die subjective Gesundheit. Ärzteblatt, 117 (50), 861-867. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 16. Dezember 2020

Hilfen und Beratung nutzen

Wenden Sie sich bei Fragen zur Pflege telefonisch an die Pflegekasse oder private Pflegeversicherung der pflegebedürftigen Person. Kommunale Stellen, Pflegestützpunkte und compass private pflegeberatung bieten ebenfalls telefonische Beratung zur Pflege an. Zudem können Sie sich auch an einen ambulanten Pflegedienst wenden. Adressen finden Sie in der frei zugänglichen Beratungsdatenbank des ZQP.

Die für Pflegegeld-Bezieher vorgeschriebenen regelmäßigen Beratungsbesuche finden zum Schutz vor einer Ansteckung bis zum 31. März 2021 telefonisch, digital oder per Videokonferenz statt, wenn die pflegebedürftige Person dies wünscht.

Wenn Sie einen Pflegegrad oder eine Änderung des Pflegegrades bei der Pflegekasse oder privaten Pflegeversicherung beantragen, erfolgt die Begutachtung während der Corona-Pandemie nicht immer persönlich. Der Pflegegrad kann in dieser Zeit mithilfe einer Sichtung der Aktenlage plus Telefon-Interview mit der pflegebedürftigen Person, den Angehörigen und ggf. der Pflegefachperson und dem gesetzlichen Betreuer oder der Betreuerin ermittelt werden.

Telefonische Angebote

 BMFSFJ-Pflegetelefon: 030 – 20 17 91 31
 GKV-Webseite: Liste der gesetzlichen Pflegekassen
 Compass private pflegeberatung-Webseite: Beratungsangebot für privat Versicherte

QUELLEN
Deutscher Bundestag. Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen (COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz) Vom 27. März 2020. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]
Deutscher Bundestag. Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege (Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz-GPVG) Vom 22. Dezember 2020. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil I Nr. 66. Bonn: Bundesgesetzblatt. Link [Aufgerufen am 13.01.2021]

AKTUALISIERT am 04. Januar 2021

Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus

Wichtig

Wenden Sie sich umgehend telefonisch an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin, wenn Sie Anzeichen einer Infektion und Sorge haben, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein. Ist diese/r nicht erreichbar, kontaktieren Sie den Patientenservice des ärztlichen Bereitschaftsdiensts   116 117 oder eine örtliche Corona-Hotline und lassen Sie sich über das weitere Vorgehen beraten.

Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Atemnot wählen Sie den Notruf: 112.

Hatten Sie persönlichen Kontakt zu einer Person, die positiv auf COVID-19 getestet wurde, wenden Sie sich umgehend – auch ohne Symptome – bei einem Gesundheitsamt in Ihrer Nähe; die Adresse können Sie hier recherchieren:  https://tools.rki.de/plztool.

Bundesweite Telefone

Unabhängige Patientenberatung Deutschland | 0800 – 011 77 22  | 0800 – 011 77 23 (in türkischer Sprache) | 0800 – 011 77 24 (in russischer Sprache) | 0800 – 33 22 12 25 (in arabischer Sprache)
Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung | Behördennummer 115
Corona-Hotline des Bürgertelefons des BMG | 030 – 346 465 100
Corona-Hotline durch den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen | 0800 – 777 22 44

Beratungs-Angebote für Hörgeschädigte

Telefon-Angebote der Krankenkassen und privaten Krankenversicherung

Bundesland-interne Telefonnummern und Webseiten

Baden-Württemberg | 0711 – 90 43 95 55 | Webseite
Bayern | 089 – 122 220 | Webseite
Berlin | 030 – 90 28 28 28 | Webseite
Brandenburg | 0331 – 866 50 50 | Webseite
Bremen | 115 | Webseite
Hamburg | 040 – 428 28 40 00 | Webseite
Hessen | 0800 – 555 46 66 | Webseite
Mecklenburg-Vorpommern | 0385 – 58 81 13 11 | Webseite
Niedersachsen | 0511 – 120 60 00 | Webseite
Nordrhein-Westphalen | 0211 – 91 19 10 01 | Webseite
Rheinland-Pfalz | 0800 – 575 81 00 | Webseite
Saarland | 0681 – 501 44 22 | Webseite
Sachsen | 0800 – 100 02 14 | Webseite
Sachsen-Anhalt | 0391 – 540 20 00 | Webseite
Schleswig-Holstein| 0431 – 79 70 00 01 | Webseite
Thüringen| 0361 – 57 33 211 88 | Webseite

Hier finden Sie weitere Informationen zum Corona-Virus

Die Bundesregierung
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): infektionsschutz.de
Robert Koch-Institut (RKI)
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration: Informationen in mehreren Sprachen

Informationen zum Corona-Virus in Leichter Sprache werden zum Beispiel auf der Webseite des Robert Koch-Instituts angeboten.

AKTUALISIERT am 13. Januar 2021

Sie wollen einen pflegenden Angehörigen unterstützen?

Das können Sie tun:

  • Kennen Sie jemanden, die eine pflegebedürftige Person versorgt? Dann nehmen Sie Kontakt auf und bieten Ihre Hilfe an. Fragen Sie gezielt nach, wobei Unterstützung benötigt wird.
  • Machen Sie selbst konkrete Vorschläge, wobei Sie unterstützen können: z. B. Müll rausbringen oder mit der pflegebedürftigen Person telefonieren.
  • Übernehmen Sie Hol- und Bringdienste wie den Einkauf oder den Gang in die Apotheke.
  • Haben Sie ein offenes Ohr, wenn Sorgen angesprochen werden.
  • Hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer, damit die pflegende Person sich melden kann, wenn sie etwas braucht.

Mehr zum Thema

Initiative: gemeinschaftonline
Initiative: QUARANTÄNE*HELDINNEN

AKTUALISIERT am 02. September 2020

Krisenerfahrung teilen

Die extremen Herausforderungen mit denen Pflegende und pflegebedürftige Menschen derzeit konfrontiert sind, werden erst in einigen Monaten vollständig überblickt sein. Dann muss aus den Erfahrungen gelernt werden. Es ist also wichtig, in den nächsten Wochen und Monaten festzuhalten, was in der Pflegepraxis erlebt worden ist und welche Sorgen bestanden, damit dieses Wissen nicht verloren geht.

Wir wollen darum im ZQP pflegebezogene Schilderungen aus der aktuellen Corona-Krise anonymisiert dokumentieren.

Schreiben Sie uns dazu einfach eine formlose E-Mail an krisenerfahrung@zqp.de

Diese E-Mail kann so lang oder kurz sein, wie Sie es für richtig halten und die Informationen enthalten, die Sie wichtig finden. Tippfehler sind kein Problem.

Der Inhalt Ihrer E-Mail wird anonymisiert gespeichert und die E-Mail anschließend gelöscht. Personenbezogene Daten von Ihnen verbleiben bei uns somit nicht.

Bitte übermitteln Sie uns keine personenbezogenen Daten Dritter – also z. B. Name, Adresse oder gar Gesundheitsdaten von einer anderen Person.

Individuelle Beratung kann über die E-Mail-Adresse leider nicht erfolgen; wir können für Sie auch leider keine konkreten Probleme vor Ort lösen.

Bitte schreiben Sie uns gerne zu Ihrer Schilderung, ob Sie mit der pflegebedürftigen Person zusammenleben, wie lange Sie diese schon pflegen, ob Sie Unterstützung, z. B. durch einen ambulanten Pflegedienst haben und ob Sie neben der Pflegeaufgabe erwerbstätig sind.

AKTUALISIERT
am 18. Januar 2021

AUTORINNEN
S. Garay, N. Kossatz,
K. Lux, D. Sulmann,
D. Väthjunker