ZQP-Infoseite

Wissen und Tipps für pflegende Angehörige zum Schutz vor dem Corona-Virus

Die Corona-Pandemie bedroht vor allem die Gesundheit älterer und pflegebedürftiger Menschen. Sie möglichst gut zu schützen und unser Gesundheitssystem stabil zu halten, fordert derzeit unsere Gesellschaft stark heraus.

Zu den Menschen, die das besonders betrifft, gehören die etwa 4,7 Millionen pflegenden Angehörigen in Deutschland. Ohne ihren Einsatz wäre die Versorgung der etwa 3,3 Millionen pflegebedürftigen Menschen, die zu Hause leben, nicht zu bewältigen. Weitere etwa 818.000 Menschen mit Pflegebedarf leben in einer stationären Einrichtung. Vielerorts fehlen professionell Pflegende. Die Corona-Krise hat die Situation zusätzlich verschärft. Die Rolle pflegender Angehöriger für den einzelnen Menschen mit Pflegebedarf sowie für das Gesundheitssystem ist heute wichtiger denn je. Auch Ihre Gesundheit gilt es zu schützen.

Das ZQP hat gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin untersucht, welchen Einfluss die SARS-CoV-2-Pandemie auf pflegende Angehörige hat. Die Studie zu pflegenden Angehörigen in der COVID-19-Krise finden Sie auf ZQP.de.

Die nachfolgenden Informationen und Tipps sollen pflegende Angehörigen in der aktuellen Situation unterstützen.

Mehr zum Thema

ZQP-Webseite: Informationen für professionell Pflegende
BMG-Webseite: Informationen in leichter Sprache
Webseite der Integrationsbeauftragten: Informationen in mehreren Sprachen

Das sollten pflegende Angehörige wissen

Was bedeuten die Bezeichnungen: Corona, SARS-CoV-2, COVID-19?

Der Begriff Corona beschreibt eine Gruppe von Viren mit ähnlichen Eigenschaften.

Das neuartige Corona-Virus wird als SARS-CoV-2 bezeichnet. Es ist im Dezember 2019 erstmalig in China aufgetreten. Seither hat sich das Virus innerhalb weniger Wochen weltweit ausgebreitet und zu hohen Infektionszahlen geführt. Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) hat die Situation daher am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft.

SARS steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegs-Syndrom). Das bedeutet: Das Virus kann eine teils schwer verlaufende Erkrankung mit plötzlich einsetzenden Beschwerden der Atemwege auslösen. Neben den Atemwegen kann das Virus auch andere Organe wie Darm oder Niere befallen und weitere Symptome, Folgeerkrankungen und -schäden hervorrufen.

Die durch das Virus verursachte Erkrankung wird als COVID-19 bezeichnet. Diese Abkürzung stammt ebenfalls aus dem Englischen und meint Corona-Virus-Erkrankung 2019. Die Zahl 19 steht für die Jahreszahl 2019, in der die Erkrankung erstmalig erkannt und beschrieben wurde.

Seit dem Jahresende 2020 wurden neue besorgniserregende Varianten des Virus bei Menschen in mehreren Ländern, u. a. in Deutschland, nachgewiesen.

Mehr zum Thema

Bundesregierung-Webseite: Informationen über das Virus
RKI-Webseite: Informationen zu SARS-CoV-2, zu COVID-19 und zu neuartigen Virusvarianten

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19. 1. Erreger. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). SARS-CoV-2. Virologische Basisdaten sowie Virusvarianten. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Übersicht und Empfehlungen zu besorgniserregenden SARS-CoV-2-Virusvarianten (VOC). Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 12. August 2021

Warum ist die aktuelle Situation problematisch?

Die Zahl der Personen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, entwickelt sich international unterschiedlich. Im Verlauf der Pandemie sind viele Menschen mit einer SARS-CoV-2- Infektion auf Intensivstationen behandelt worden oder sogar im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 verstorben – auch in Deutschland. Gleichzeitig treten neue Varianten des Virus auf, die ansteckender sind und mit einem schwereren Krankheitsverlauf einhergehen können als das bisher bekannte Virus. Das erschwert die Bekämpfung der Pandemie.

Zudem besteht die Gefahr, dass das Virus – auch bei mildem Verlauf – längerfristige Gesundheitsprobleme nach sich zieht. SARS-CoV-2 kann nicht nur die Atemwege angreifen, sondern auch andere Organe wie den Verdauungstrakt, die Nieren oder den Herzmuskel. Insbesondere ältere pflegebedürftige Menschen sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sind gefährdet schwer zu erkranken – oder gar an einer solchen SARS-CoV-2 Infektion zu versterben.

Die Möglichkeiten der medizinischen Behandlung einer SARS-CoV-2 Infektion sind derzeit noch sehr begrenzt. Auch sind noch nicht alle impfbereiten Erwachsenen in Deutschland vollständig geimpft.

Menschen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf müssen daher vor einer Ansteckung geschützt werden. Auch um einer Überlastung des Gesundheitswesens entgegenzuwirken, muss die Verbreitung des Virus gebremst werden.

Das Robert Koch-Institut (RKI) bewertet die aktuelle Situation als ernstzunehmend und die Gesundheitsgefährdung für Menschen ohne COVID-19-Schutzimpfung als hoch. Für vollständig geimpfte Personen wird die Gefährdung als moderat eingeschätzt. Die Dynamik der Verbreitung der neuen Virusvarianten in diesem Zusammenhang stuft das RKI als besorgniserregend ein.

Mehr zum Thema

RKI-Webseite: Aktuelle Zahlen zur Verbreitung
Bundesregierung-Webseite: Aktuelle Fallzahlen
Infektionsschutz.de-Webseite: Ausbreitung des Virus
Infektionsschutz.de-Webseite: Ausprägungen undKomplikationen von COVID-19

QUELLEN
van den Borst, B., Peters, J. B., Brink, M., Schoon, Y., Bleeker-Rovers, C., Schers, H., … van den Heuvel, M. (2020). Comprehensive health assessment three months after recovery from acute COVID-19. https://doi.org/10.1093/cid/ciaa1750
Lommatzsch, M., Rabe, K. F., Taube, C., Joest, C., Kreuter, M., Wirtz, H., … Bauer, T. (2020). Risikoeinschätzung bei Patienten mit chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie. Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) mit Unterstützung des Bundesverbands der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner e. V. (BdP). Stuttgart: Thieme Verlag. Link
Nehme, M., Braillard, O., Alcobe, G., Aebischer Perone, S., Courvoisier, D., Chappuis, F. & Guessous, I. (2021). COVID-19 Symptoms: Longitudinal Evolution and Persistence in Outpatient Settings. Annals of Internal Medicine. https://doi.org/10.7326/M20-5926
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Risikobewertung zu COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Übersicht und Empfehlungen zu neuen SARS-CoV-2-Virusvarianten (VOC). Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
STAKOB Geschäftsstelle am Robert Koch-Institut. (2021). Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
World Health Organization (WHO). (2021). Coronavirus disease (COVID-19) Situation Dashboard. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 19. Juli 2021

Warum müssen ältere und pflegebedürftige Menschen besonders geschützt werden?

Bei den meisten Menschen, die sich mit dem Corona-Virus anstecken, verläuft die Erkrankung mild oder sogar unbemerkt. Doch erkranken auch viele Menschen schwer und benötigen dabei intensivmedizinische Versorgung, zum Teil mit Beatmungsgerät. Die Möglichkeiten der medizinischen Behandlung einer COVID-19 Erkrankung sind noch sehr begrenzt – und bei einem schweren Krankheitsverlauf komplex und langwierig.

Ältere, pflegebedürftige Menschen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19 Erkrankung. Denn im Alter ist das Immunsystem schwächer und erholt sich langsamer als in jüngeren Jahren. Zudem bestehen bei älteren pflegebedürftigen Menschen häufiger Erkrankungen, die als Risikofaktoren für einen schweren Verlauf gelten. Kommen mehrere Faktoren zusammen, erhöht sich das Risiko, schwer zu erkranken. Bei Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen kommt hinzu, dass der enge Kontakt zu anderen Personen im Pflegeheim die Ausbreitung des Virus und damit die Infektionsgefahr begünstigt.

Ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben auch Personen mit zunehmendem Alter ab 50/60 Jahren und Personen mit Vorerkrankungen wie

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen, z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck
  • Lungenerkrankungen, z. B. Asthma, chronische Bronchitis, COPD
  • Lebererkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Krebserkrankung
  • geschwächtes Immunsystem.

Schwere Verläufe treten in selteneren Fällen auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankungen und auch bei jungen Menschen auf. Dennoch bedeuten Vorerkrankungen nicht, dass man nach einer Ansteckung mit dem Virus zwangsläufig schwer erkrankt.

Neben dem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bis hin zum Tod besteht die Gefahr, dass aufgrund einer Infektion Folgeerkrankungen und -Langzeitschäden auftreten.

Die Covid-19-Schutzimpfung reduziert das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf erheblich – siehe auch „Was sollte man über die Impfung gegen Covid-19 wissen?“.

Mehr zum Thema

Infektionsschutz.de-Webseite: Coronavirus: Was ältere und chronisch kranke Menschen beachten sollten
BMG-Webseite: Ältere Menschen
infektionsschutz.de-Infoblatt: Informationen für chronisch kranke Menschen

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI). (2020). Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch Institut (RKI). (2021). Risikobewertung zu COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19. 15. Risikogruppen für schwere Verläufe. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 30. September 2021

Wie wird das Virus übertragen?

SARS-CoV-2 überträgt sich leicht von Mensch zu Mensch – hauptsächlich über die Einatmung virushaltiger Flüssigkeitspartikel.

Dabei werden virushaltige Tröpfchen und Aerosole (feinste Flüssigkeitspartikel) über Mund und Nase ausgeschieden, etwa beim

  • Atmen
  • Husten und Niesen
  • Sprechen
  • Singen
  • Schreien.

Über die Luft können die Partikel auf die Schleimhäute in Mund und Nase einer anderen Person übertragen werden. Auch eine Übertragung über die Hände ist theoretisch möglich. Dabei könnte das Virus weitergegeben werden, indem man beispielsweise in die Hände niest oder hustet und anschließend jemandem die Hand gibt. Fasst sich diese Person danach ins Gesicht, können Viren auf Schleimhäute gelangen (Schmierinfektion). Nicht ausgeschlossen werden kann, dass Corona-Viren über Gegenstände bzw. Oberflächen übertragen werden (Kontaktinfektion) – insbesondere in unmittelbarer Nähe zu einer infizierten Person.

Das Risiko, sich anzustecken, ist stark vom Impfstatus, von der regionalen Verbreitung, den Lebensbedingungen und dem individuellen Verhalten abhängig. Gute Belüftung von Räumen und Einhaltung des Mindestabstands senken die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung.

Mehr zum Thema

infektionsschutz.de-Webseite: Ansteckung und Übertragung
ZQP-Wissen: Hygiene

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19. 2. Übertragungswege. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
STAKOB Geschäftsstelle am Robert Koch-Institut. (2021). Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 19. Juli 2021

Was ist bei Besuchen in einem Pflegeheim zu beachten?

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf. Mit einer Impfung gegen COVID-19 kann dieses Risiko erheblich reduziert werden. Zudem sind hygienische Schutzmaßnahmen in den Pflegeeinrichtungen wichtig, um die Übertragung des Virus zu vermeiden.

Daneben sind aber auch individuelle Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner nach sozialen Kontakten, Zuwendung und Alltagsbeschäftigung zu berücksichtigen.

Zur Lebensqualität von Bewohnerinnen und Bewohnern tragen externe Besuche, etwa von Angehörigen, erheblich bei. Damit solche Besuche während der Pandemie möglich sind, müssen Pflegeeinrichtungen der jeweiligen Situation angepasste Besuchskonzepte vorhalten. Diese sollten mit dem örtlichen Gesundheitsamt abgestimmt sein. Grundlagen stellen unter anderem fachliche Empfehlungen des Robert Koch-Instituts sowie bundeslandspezifische Regelungen dar. Über Regelungen in den einzelnen Bundesländern informiert zum Beispiel der BIVA-Pflegeschutzbund.

Besucherinnen und Besucher von Pflegeeinrichtungen sollten sich über vor Ort geltende Besuchsregeln informieren.

Die Besuchsregelung sollte von der Pflegeeinrichtung leicht verständlich und möglichst schriftlich kommuniziert werden. Dazu gehören konkrete Regeln zu Impf-, Genesungs- oder Testnachweisen, zur Besuchsanzahl, zur Besuchsdauer, zu Hygienemaßnahmen, ggf. zu geeigneten Besuchsräumen und zur Registrierung der Kontaktdaten.

Wie Einrichtungen Besuche sicher ermöglichen sollten, kann man im Einzelnen in einer Handreichung des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung nachlesen.

Der ZQP-Einblick “Infektionsschutz und Lebensqualität im Pflegeheim in der Corona-Pandemie” zeigt auf, was man diesbezüglich von Einrichtungen erwarten kann.

QUELLEN
Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege. (2020). Besuche sicher ermöglichen. Besuchskonzepte in stationären Einrichtungen der Langzeitpflege während der Corona-Pandemie. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Prävention und Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 30. September 2021

Was sind Anzeichen einer COVID-19-Infektion?

Die Anzeichen einer Ansteckung sind nicht eindeutig: Eine Infektion kann ohne oder mit unspezifischen Symptomen verlaufen. Bisherige Daten aus Deutschland weisen auf folgende einzelne oder in Kombination häufig auftretende Symptome hin:

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Störungen des Geruchs- und/oder Geschmackssinns
  • Lungenentzündung

Weitere beobachtete Symptome sind:

  • Halsschmerzen
  • Atemprobleme wie Kurzatmigkeit oder das Gefühl von Luftnot
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Bauchschmerzen, Durchfall
  • Bindehautentzündung
  • Hautausschlag
  • Lymphknotenschwellung
  • Teilnahmslosigkeit
  • Benommenheit, Schläfrigkeit.

Nach einer Ansteckung treten Symptome in einem Zeitraum von etwa 2 bis 14 Tagen auf, im Mittel sind es 5 bis 6 Tage. Viele stecken sich bei infizierten Personen bereits 1 bis 2 Tage vor deren Symptombeginn an. Bei einigen mit SARS-CoV-2 Infizierten bleiben Krankheitszeichen ganz aus. Auch sie können andere mit dem Virus anstecken – nach aktuellem Wissenstand ist dies aber weniger häufig der Fall.

Mehr zum Thema

infektionsschutz.de-Webseite: Welche Krankheitszeichen werden durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst?

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19. 8. Demografische Faktoren, Symptome und Krankheitsverlauf. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
STAKOB Geschäftsstelle am Robert Koch-Institut. (2021). Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 28. Januar 2021

Was sollte man bei Verdacht auf eine COVID-19-Infektion tun?

Wenn Sie vermuten, dass Sie oder die pflegebedürftige Person COVID-19 haben oder Kontakt zu einer Person hatten, die nachweislich an COVID-19 erkrankt ist:

Bleiben Sie zu Hause bleiben und meiden Sie persönlichen Kontakt zu anderen Menschen. Beachten Sie weiterhin:

  • Abstand halten
  • Hygiene-Maßnahmen einhalten
  • Mund-Nasen-Schutz-Maske tragen
  • Lüften
  • Corona-Warn-App nutzen

Melden Sie sich umgehend zunächst ausschließlich telefonisch bei einer der folgenden Stellen:

  • Hausarzt oder Hausärztin
  • kassenärztlicher Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Telefonnummer: 116 117
  • örtliche Corona-Hotline (siehe Abschnitt „Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus)

Wichtig: Gehen Sie nicht ohne vorherigen Anruf zu den genannten Anlaufstellen. Unterwegs und dort können Sie andere Menschen anstecken.

Im Notfall, beispielsweise bei Atemnot, sollten Sie den Notruf 112 wählen.

Erkältungssymptome sollten Sie vorsorglich 5 Tage zu Hause auskurieren und Kontakte vermeiden. Sind diese nicht vermeidbar, halten Sie streng die AHA+L-Regeln ein. Bevor Sie sich mit anderen treffen, sollten Sie für mindestens 2 Tage symptomfrei sein.

Wenn Sie Kontakt zu einer Person hatten, die (später) positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde oder von der Corona-Warn-App über ein erhöhtes Ansteckungsrisiko informiert wurden, melden Sie sich umgehend – auch ohne Symptome – ausschließlich telefonisch an ein Gesundheitsamt in Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis.

Fragen Sie dort nach, wie Sie weiter vorgehen sollen.

Bleiben Sie möglichst zu Hause, während Sie auf das Ergebnis des SARS-CoV-2-Tests warten.

Mehr zum Thema

Infektionsschutz.de-Webseite: Verhalten bei Krankheitszeichen
Infektionsschutz.de-Webseite: Verdacht auf Infektion und Krankheitsverlauf
BMG-Webseite: Symptome erkennen und richtig handeln
KBV-Patienteninformationen: Hinweise zum Coronavirus
Charité Berlin: Einschätzung Handlungsbedarf (CovApp)
RKI-Infoblatt: Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung

QUELLEN
Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV), 24. Juni 2021. Bundesanzeiger [Banz] in AT 25.06.2021 V1. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet? Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2020). Strategie-Ergänzung bei Auftreten von akuten Atemwegserkrankungen im Winterhalbjahr während der COVID-19-Pandemie. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2020). Testkriterien für die SARS-CoV-2 Diagnostik bei symptomatischen Patienten mit Verdacht auf COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

AKTUALISIERT am 12. August 2021

Was sollte man über die Impfung gegen COVID-19 wissen?

Wer sich gegen COVID-19 impfen lässt, kann das Risiko einer COVID-19-Erkrankung und vor allem einem schweren Krankheitsverlauf stark reduzieren. Gleichzeitig hilft die Impfung, die Ausbreitung der Pandemie zu begrenzen.

Seit Ende 2020 wird hierzulande geimpft. Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfohlen. Das staatliche Paul-Ehrlich-Institut ist unter anderem für die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffes verantwortlich.

Die Corona-Schutzimpfung ist freiwillig und kostenlos für die Bevölkerung zugänglich. Anspruchsberechtigt sind Menschen, die in Deutschland wohnen beziehungsweise sich längerfristig oder regelmäßig hier aufhalten. Informationen zum nächstgelegenen Impfzentrum und zur Terminvergabe bei Hausärztinnen und Hausärzten gibt es auf der Webseite des jeweiligen Bundeslands.

Informationen des BMG zur COVID-19-Impfung finden Sie hier: BMG | FAQ COVID-19-Impfung

Informationen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Corona-Schutzimpfung gibt zum Beispiel bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Mehr zum Thema

BMG-Webseite: Corona-Schutzimpfung
RKI-Webseite: Kurz und Knapp – Faktenblätter zum Impfen
RKI-Aufklärungsmerkblatt: Schutzimpfung mit mRNA-Impfstoff
RKI-Aufklärungsmerkblatt: Schutzimpfung mit Vektor-Impfstoff
BZGA-Webseite: Corona-Schutzimpfung gegen COVID-19
KBV-Patienteninformationen: Coronaimpfung: Was Sie wissen sollten

QUELLEN
Bundesgesundheitsministerium (BMG). (2020). Nationale Impfstrategie COVID-19. Strategie zur weiteren Durchführung und Evaluierung der Impfung gegen SARS-CoV-2 in Deutschland – aktualisiert. Link [Aufgerufen am 27.09.2020]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ). Link [Aufgerufen am 22.09.2020]
Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – Corona-ImpfV), 1. Juni  2021, Bundesanzeiger [Banz] AT 02.06.2021 V2. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 2. September 2021

Wer wird auf eine Corona-Infektion getestet?

Tests auf Infektionen mit SARS-CoV-2 dienen vor allem dazu, Infektionsketten zu unterbrechen und Zahlen zur Verteilung infizierter Menschen zu erfassen. Wer getestet werden soll, beschreiben die nationale Teststrategie und die Testkriterien des Robert Koch-Instituts (RKI). Aktuelle Informationen zur Teststrategie sowie die Testverordnung finden Sie hier: BMG | Nationale Teststrategie

Die Coronavirus-Testverordnung sieht u. a. vor, dass Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und -dienste, Arztpraxen, Dialysezentren Antigen-Tests durchführen. Dafür ist ein einrichtungsbezogenes Testkonzept zu erstellen, in dem festgelegt ist, wer wie oft getestet wird.

Informationen über örtliche Teststellen sowie regionale Regelungen zur Testpflicht finden Sie auf den Webseiten der Bundesländer oder können Sie bei den zuständigen Gesundheitsämtern erfragen.

Mehr zum Thema

Infektionsschutz.de-Webseite: Wann soll auf das Coronavirus-CoV-2 getestet werden?
BMG-Webseite: Allgemeine Infos zum Testen
BMG-Webseite: Fragen und Antworten zu Schnell- und Selbsttests zum Nachweis von SARS-CoV-2

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Antigentests als ergänzendes Instrument in der Pandemiebekämpfung. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet? Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Testkriterien für die SARS-CoV-2 Diagnostik bei symptomatischen Patienten mit Verdacht auf COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2020]
Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV), 24. Juni 2021. Bundesanzeiger [BAnz] in AT 25.06.2021 V1. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 12. Oktober 2021

Wie wird auf eine Corona-Infektion getestet?

Um auf eine akute SARS-CoV-2-Infektion zu testen, werden derzeit zwei verschiedene Verfahren angewandt: Der PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion) und der Antigen-Test. Wann welcher Test durchgeführt werden soll, steht in der nationalen Teststrategie.

Bei einem PCR-Test wird die Infektion durch Nachweis des Erbmaterials des Virus mittels Laboruntersuchung festgestellt. Die Probenentnahme erfolgt durch Fachpersonal. Die Auswertung dauert mehrere Stunden und kann nur in Laboren durchgeführt werden. Der Test reagiert bereits bei einer geringen Virusmenge und gilt als sehr verlässlich.

Bei einem Antigen-Schnelltest werden Proteine des Virus nachgewiesen. Der Test liefert schnelle Ergebnisse und kann direkt vor Ort ohne Labor durchgeführt werden. Die Probenentnahme kann durch Fachpersonal oder von Laien als Selbsttests durchgeführt werden. Jedoch ist ein Antigen-Test nicht so genau wie ein PCR-Test. Das heißt: Ein negativer Antigen-Test schließt die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht aus. Umgekehrt muss ein positiver Antigen-Test mit einem PCR-Test bestätigt werden. Antigen-Tests werden vor allem angewandt, um eine rasche Einschätzung zu erhalten, ob eine Infektion vorliegt. Sie dienen in erster Linie dazu, die unbemerkte Verbreitung des Corona-Virus zu verhüten und um Risikogruppen besser vor einer Ansteckung zu schützen.

Bei beiden Testverfahren sind die Proben möglichst aus den oberen Atemwegen als Nasopharynx-Abstrich oder Oropharynx-Abstrich zu entnehmen.

Wichtig: Ein negativer Test ist nur eine Momentaufnahme. Antigen-Tests sind zudem nicht hundertprozentig verlässlich. Daher sind die Abstands- und Hygieneregeln auch bei einem negativen Testergebnis in jedem Fall streng einzuhalten.

Informationen zu Antigen-Schnelltests und Laien-Selbsttest zum Nachweis von SARS-CoV-2 erhalten Sie auf der Webseite des BMG.

Mehr zum Thema

Infektionsschutz.de-Webseite: Corona-Tests
BMG-Webseite: Allgemeine Infos zum Testen
RKI-Flyer: Antigentests als ergänzende Maßnahme zur Pandemie-Eindämmung

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Antigentests als ergänzendes Instrument in der Pandemiebekämpfung. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Antigentests zur Eigenanwendung. Epidemiologisches Bulletin, 8, 3-9. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021) Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet? Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Testkriterien für die SARS-CoV-2 Diagnostik bei symptomatischen Patienten mit Verdacht auf COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV), 24. Juni 2021. Bundesanzeiger [Banz] in AT 25.06.2021 V1.  Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 12. August 2021

Welchen Zweck hat die soziale Distanz?

Menschen stecken sich vor allem durch den nahen Kontakt zu anderen Menschen, die mit dem Virus infiziert sind, an. Auch wer keine Anzeichen für eine Infektion hat, kann das Virus übertragen.

Gerade bei hohen Inzidenzraten gilt: Je weniger direkten Kontakt man zu anderen Menschen hat (sogenannte soziale Distanz), umso geringer ist das Risiko, das Virus zu übertragen oder sich zu infizieren. Die Corona-Schutzimpfung, ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen und die richtige Verwendung einer Mund-Nasen-Schutz-Maske sowie eine gute Händehygiene verringern das Risiko einer Ansteckung zusätzlich.

Behördlich angeordnete Kontaktbeschränkungen zielen darauf ab, die Zunahme von Neuinfektionen zu verlangsamen: So soll die Belastung des Gesundheitssystems so gering wie möglich gehalten und die Versorgung schwer kranker Patientinnen und Patienten sichergestellt bleiben. Außerdem soll so Zeit für die Weiterentwicklung der Therapien gewonnen sowie für einen ausreichenden Impfschutz innerhalb der Bevölkerung gesorgt werden.

Mehr zum Thema

Bundesregierung-Webseite: Regeln und Einschränkungen

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Infektionsschutzmaßnahmen. Warum sind solche weitreichenden Maßnahmen erforderlich? Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 16. Juni 2021

Was sollte man über Mund-Nasen-Masken wissen?

Es gibt verschiedene Arten von Mund-Nasen-Bedeckungen. Je nach regionalen Bestimmungen muss z. B. in öffentlichen Einrichtungen, dem öffentlichen Personenverkehr und in Geschäften vielerorts ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske getragen werden.

Informieren Sie sich über die vor Ort geltenden Regelungen. Adressen finden Sie im Abschnitt „Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus“. Außerdem bietet die kostenfrei zugängliche Warn-App NINA unter anderem Informationen zu örtlichen Corona-Regeln.

Tagesaktuelle Hinweise zur Verwendung verschiedener Mund-Nasen-Bedeckungen und -Masken bietet das Robert Koch-Institut (RKI).

Maskenarten

Medizinische Mund-Nasen-Schutz-Masken
Medizinische Mund-Nasen-Schutz-Masken müssen gesetzlichen Vorgaben und damit technischen Normen entsprechen. Sie sind unter den Namen medizinischer Mund-Nasen-Schutz, Chirurgen-Maske oder OP-Maske als Einwegartikel erhältlich. Bei diesen ist eine bestimmte Schutzwirkung garantiert. Sie halten beim Träger oder der Trägerin kleinste Tröpfchen zurück, die zum Beispiel beim Sprechen, Husten und Niesen entstehen.

Filtrierende Halbmasken
Filtrierende Halbmasken, auch FFP-Masken genannt, sind zertifizierte Schutzmasken. Sie gelten als sicherer als die einfachen medizinischen Mund-Nasen-Schutz-Masken. Solche Masken filtern winzig kleine Tröpfchen aus der Atemluft. Es gibt sie mit und ohne Ventil. Masken mit Ventil filtern nur die eigene Einatem-Luft und nicht die Ausatem-Luft. Damit sind sie nicht – wie Masken ohne Ventil – für den Schutz Anderer ausgelegt.

Alltagsmasken
Alltagsmasken (auch Community-Masken oder DIY-Masken genannt) sind einfache Mund-Nasen-Bedeckungen aus Stoff. Sie sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt. Solche Masken ermöglichen einen gewissen Schutz der Übertragung von Viren, da Tröpfchen der Atemluft zumindest zum Teil zu-rückgehalten werden können.

Gesichts-Visiere werden vom RKI nicht als gleichwertige Alternative zu einer Mund-Nasen-Schutz-Maske bewertet.

Anwendung

Wichtig: Auch medizinische Mund-Nasen-Schutz-Masken, einschließlich FFP2 Masken, bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Die weiteren Regeln sind jederzeit – auch beim Tragen von Masken – einzuhalten, wie Abstand halten, Hygiene beachten, Lüften sowie Selbstisolation bei Erkrankung.

Achten Sie beim Einsatz von Mund-Nasen-Schutz-Masken darauf

  • dass einfache medizinische Masken und FFP-Masken die Kennzeichnung als Medizinprodukt mit vierstelliger CE-Kennnummer aufweisen
  • sie richtig herum aufzusetzen (Anleitung beachten).
  • Nase, Mund und Wangen bis zum Kinn zu bedecken.
  • dass die Ränder möglichst durchgehend eng anliegen.
  • sie nicht um den Hals zu tragen oder anderweitig zu verschieben.
  • sie zu wechseln, wenn sie feucht wird (Herstellerangaben beachten).
  • sich nicht ins Gesicht zu fassen und dabei die Außenseite der Maske zu berühren.
  • sich gründlich die Hände zu waschen, bevor Sie die Maske aufsetzen oder abnehmen.
  • dass der Atemwiderstand insbesondere bei der Nutzung von FFP2- und FFP3-Masken erhöht ist; dies könnte bei Menschen mit Vorerkrankungen wie COPD oder Lungenkrebs zu Luftnot führen; eine Nutzen-Risiko-Abwägung ist daher wichtig.
  • beim Abnehmen nicht den Außenstoff, sondern die seitlichen Laschen oder Schnüre anzufassen.
  • sie unterwegs nach Benutzung in einem luftdicht verschlossenen Beutel aufzubewahren und zu Hause nach Herstellerangaben zu reinigen oder zu entsorgen.
  • die vom Hersteller empfohlenen Hinweise zur Nutzungsdauer einzuhalten.
  • textile Alltagsmasken bei mindestens 60°C zu waschen.

Medizinische Mund-Nasen-Schutz-Masken sind Einwegprodukte. FFP-Masken können aber unter bestimmten Voraussetzungen wiederverwendet werden. Informationen hierzu finden Sie in der Broschüre der Fachhochschule Münster.

Mehr zum Thema

SGW-Webseite: Leitfaden für den richtigen Gebrauch von Masken
Die Bundesregierung-Webseite: Regeln in den Bundesländern

QUELLEN
Beesoon, S., Behary, N. & Perwuelz, A. (2020). Universal masking during COVID-19 pandemic: Can textile engineering help public health? Narrative review of the evidence. Preventive Medicine, 139. https://doi.org/10.1016/j.ypmed.2020.106236
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). (2020). Antworten zur Verwendung von Schutzmasken und weiterer Schutzausrüstung. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). (2021). Hinweise des BfArM zur Verwendung von selbst hergestellten Masken (sog. „Community-Masken“), medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS) sowie filtrierenden Halbmasken (FFP2 und FFP3) Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Chu, D.K, Akl, E.A., Duda, S., Solo, K., Yaacoub, S. & Schünemann, H.J. (2020). Physical distancing, face masks, and eye protection to prevent person-to-person transmission of SARS-CoV-2 and COVID-19: a systematic review and meta-analysis. Lancet, 395(10242), 1973-1987. https://doi.org/10.1016/ S0140-6736(20)31142-9
Feng, S., Shen, C., Xia, N., Song, W., Fan, M. & Cowling, B. (2020). Rational use of face masks in the COVID-19 pandemic. The Lancet Respiratory Medicine. https://doi.org/10.1016/S2213-2600(20)30134-X
Robert Koch-Institut (RKI). (2020) Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum als weitere Komponente zur Reduktion der Übertragungen von COVID-19. In Epidemiologisches Bulletin, 19.2020 3-5. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/19_20.pdf?__blob=publicationFile
Worby, C. J. & Chang, H.-H. (2020). Face mask use in the general population and optimal resource allocation during the COVID-19 pandemic. Nature Communications, 11, 4049. https://doi.org/10.1038/s41467-020-17922-x

GEÄNDERT am 15. Juli 2021

Ist es sinnvoll, Desinfektionsmittel zu verwenden?

Im direkten Umgang mit pflegebedürftigen Menschen oder Menschen mit geschwächter Abwehr kann es sinnvoll sein, Hände-Desinfektionsmittel anzuwenden, etwa vor Körperkontakt oder dem Essen reichen.

Ist eine Person im Haushalt an COVID-19 erkrankt, müssen die besonderen ärztlichen Anweisungen zur Hygiene befolgt werden. In diesem Fall sollten Sie Hände- und Flächen-Desinfektionsmittel benutzen, die mit dem Hinweis „begrenzt viruzid“, „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ versehen sind.

Beachten Sie bitte: In der Regel sind Hände- und Reinigungs-Desinfektionsmittel im privaten Haushalt nicht nötig. Sie können sogar schädlich sein, indem sie Allergien oder Hautschäden verursachen und krankmachende Keime widerstandsfähiger machen (sogenannte Resistenz-Bildung). Um einer Übertragung von Krankheitserregern durch eine sogenannte Kontakt- oder auch „Schmier“-infektion vorzubeugen, ist es vor allem wichtig, die Hände regelmäßig und gründlich zu waschen. Gegenstände, die häufig angefasst werden – wie Türklinken, Lichtschalter oder Telefone – sollten mehrmals wöchentlich sorgfältig mit einfachen Haushaltsmitteln gereinigt werden.

Mehr zum Thema

BfR-Webseite: Nutzen und Risiken von Desinfektionsmitteln im Privathaushalt
infektionsschutz.de-Webseite: Desinfektionsmittel
Infektionsschutz.de – Webseite: Sollte ich im häuslichen Umfeld Desinfektionsmittel einsetzen?

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI). (2020). Hinweise zum ambulanten Management von COVID-19-Verdachtsfällen und leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten. Link [Zuletzt aufgerufen 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2020). Hinweise zu Reinigung und Desinfektion von Oberflächen außerhalb von Gesundheitseinrichtungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Link [Zuletzt aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 16. Juni 2021

Warum sollte man die Corona-Warn-App nutzen?

Nicht immer weiß man, dass man Kontakt mit einer positiv auf COVID-19 getesteten Person hatte. Mithilfe der Corona-Warn-App des RKI sollen Infektionswege besser nachvollziehbar werden, um zukünftig Infektionsketten schneller unterbrechen zu können. Damit soll die Verbreitung des Virus weiter verlangsamt werden. Die App wurde im Auftrag der Bundesregierung entwickelt.

Die App registriert automatisch, wenn wir uns in der Nähe anderer Personen aufhalten, die die App ebenfalls nutzen. Diese Daten werden für 14 Tage verschlüsselt und auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Falls man Begegnungen mit nachweislich infizierten Personen hatte, wird man von der App darüber informiert und erhält Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Ist man nachweislich selbst an dem Virus erkrankt, kann man dies mit einen Zufallscode anonym in der App eintragen. Zudem kann das Testergebnis – nach Zustimmung des Nutzers – automatisch vom Labor an die Corona-Warn-App übermittelt werden.

Je mehr Menschen diese App nutzen, desto effektiver funktioniert das Frühwarn-System. Zudem wird der Prozess der Nachverfolgung von Infektionswegen erleichtert. Daneben bietet die App die Möglichkeit, sich lokale 7-Tage-Inzidenzen und Covid-19-Testzentren anzeigen zu lassen sowie die Gültigkeit von Test-, Genesenen- und Impf-Zertifikaten für ein ausgewähltes Land vor Einreise zu prüfen. Download und Nutzung der App sind freiwillig und kostenlos.

Zugang zum Download finden Sie auf der auf der Corona-Warn-App – Seite der Bundesregierung.

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 12. August 2021

Das können pflegende Angehörige jetzt tun

Allgemeingültige Regeln einhalten

  • Informieren Sie sich regelmäßig über die offiziell empfohlenen Maßnahmen, zum Beispiel auf den Internetseiten vom Bundesgesundheitsministerium, dem Robert Koch-Institut oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • Halten Sie zu Menschen außerhalb des Zuhauses einen Abstand von mindestens 1,5 Metern.
  • Benutzen Sie eine medizinische Mund-Nasen-Schutz-Maske oder FFP2-Maske in der Öffentlichkeit an den Orten, wo es schwierig ist, diesen Abstand einzuhalten. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Was sollte man über den Mund-Nasen-Schutz wissen?“. Informieren Sie sich, welche verpflichtenden Regelungen in Ihrem Bundesland zum Tragen von Masken gelten. Die Informationen erhalten Sie zum Beispiel auf der Webseite oder über die Hotline des Bundeslandes. Adressen finden Sie im Abschnitt „Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus“.
  • Husten oder niesen Sie in ein Einmal-Taschentuch oder in die Armbeuge. Drehen Sie sich dabei von anderen Menschen weg. Entsorgen Sie benutzte Taschentücher umgehend in einem verschließbaren Behälter. Waschen Sie sich danach und nach dem Nase putzen gründlich die Hände.
  • Lüften Sie mehrmals täglich die Räume – vor allem, wenn sich mehrere Personen darin aufhalten. Eine möglichst hohe Frischluftzufuhr hilft dabei, mögliche virushaltige Flüssigkeitspartikel in Innenräumen zu reduzieren.
  • Nutzen Sie die Corona-Warn-App.

Außerdem

  • Bleiben Sie bei Anzeichen einer Erkältung so lange zu Hause, bis Sie mindestens 2 Tage symptomfrei waren. Meiden Sie in dieser Zeit persönliche Kontakte zu anderen Personen.
  • Achten Sie auf penible Hände-Hygiene. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Penible Händehygiene einhalten“.
  • Fassen Sie sich möglichst nicht ins Gesicht.
  • Vermeiden Sie Ansammlungen von Menschen in Innenräumen, besonders in kleinen, schlecht belüfteten Räumen. Wenn möglich, verzichten Sie auf Einkäufe zu Stoßzeiten. Halten Sie sich auch im Freien möglichst nicht an besonders belebten Plätzen auf.
  • Nehmen Sie Arztbesuche wahr: Schieben Sie Vorsorgeuntersuchungen nicht auf. Das gilt besonders bei akuten Beschwerden oder chronischer Krankheit.
  • Falls Sie berufstätig sind, arbeiten Sie in dieser Zeit möglichst von zu Hause aus. Sprechen Sie über mögliche Regelungen mit Ihrem Arbeitgeber. Informationen zu Möglichkeiten der Freistellung finden Sie auf den Internetseiten von BMFSFJ  und BMAS.
  • Besuchen Sie pflegebedürftige Menschen möglichst einzeln – und am besten draußen. Bei Besuch in Räumen lüften Sie währenddessen gut. Verzichten Sie in jedem Fall auf Besuche, wenn Sie Anzeichen einer Erkältung bemerken oder Kontakt zu einer Person hatten, die positiv auf COVID-19 getestet wurde. Halten Sie wenn möglich über Telefon, Video-Telefonie oder mit Briefen Kontakt zu der pflegebedürftigen Person.
  • Informieren Sie sich über Besuchsregelungen und Kontaktmöglichkeiten im Pflegeheim. Regelungen in den einzelnen Bundesländern fasst der BIVA-Pflegeschutzbund regelmäßig zusammen.
  • Verzichten Sie auf Reisen in Risikogebiete.  Halten Sie sich an die behördlich angeordneten Test- , Quarantäne- und Isolations-Regeln. Informieren Sie sich hierüber z. B. bei einem Gesundheitsamt in Ihrer Nähe.
  • Wenn Sie sich krank fühlen, rufen Sie in Ihrer Hausarztpraxis oder außerhalb der Sprechzeiten bei dem Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter 116 117 an. Fragen Sie dort, wie sie weiter vorgehen sollten. Mehr erfahren Sie im Abschnitt „Was sollte man bei Verdacht auf eine COVID-19-Infektion tun?“

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 / Krankheit COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19. Link [Aufgerufen am 02.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021) Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet? Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Testkriterien für die SARS-CoV-2 Diagnostik bei symptomatischen Patienten mit Verdacht auf COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Umweltbundesamt. (2020). Das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 in Innenräumen lässt sich durch geeignete Lüftungsmaßnahmen reduzieren. Stellungnahme der Kommission Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 30. September 2021

Empfehlungen bei der Pflege beachten

  • Pausieren Sie die Pflege sofort, wenn Sie bei sich selbst Symptome einer Atemwegserkrankung wahrnehmen oder Kontakt mit einer Person hatten, die positiv auf das Virus getestet wurde. Besprechen Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin und anderen an der Versorgung beteiligten Personen, z. B. Familienmitgliedern oder dem ambulanten Pflegedienst. Halten Sie sich von der pflegebedürftigen Person fern, bis Sie mindestens für 2 Tage symptomfrei waren. Wenn Ihnen eine Quarantänezeit behördlich angeordnet wurde, halten Sie sich an die Vorgabe.
  • Beachten Sie bei der Versorgung der pflegebedürftigen Person streng die Regeln der Hygiene bzw. Schutzmaßnahmen.
  • Informieren Sie die pflegebedürftige Person über die aktuelle Situation und nötigen Maßnahmen. Besprechen Sie gemeinsam Sorgen und Ängste. Nehmen Sie telefonische Beratung in Anspruch, z. B. das Pflegetelefon des Bundesfamilienministeriums, die Telefon-Seelsorge oder das Angebot von Silbernetz. Für Kinder und Jugendliche gibt es die Nummer gegen Kummer und die Internetseite Pausentaste.
  • Soweit vertretbar und möglich, halten Sie Abstand zur pflegebedürftigen Person: z. B. nicht gegenseitig ins Gesicht fassen, nicht anatmen, nicht küssen, nicht umarmen.
  • Atmen Sie bei besonders körpernahen Tätigkeiten wie der Körperpflege oder dem Positionswechsel möglichst durch die Nase und begrenzen das Sprechen auf das Nötigste.
  • Lüften Sie regelmäßig die Räume.
  • Tragen Sie zum Schutz der pflegebedürftigen Person eine medizinische Mund-Nasen-Schutz-Maske oder FFP2-Maske. Soweit aufgrund des gesundheitlichen Zustands der pflegebedürftigen Person vertretbar und möglich, sollte auch sie bei körpernahem Kontakt einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Was sollte man über den Mund-Nasen-Schutz wissen?“.
  • Regen Sie die pflegebedürftige Person an, Einmal-Taschentücher zu benutzen und sie nach Gebrauch in einem geschlossenen Behälter zu entsorgen.
  • Reinigen Sie Gegenstände, die häufig angefasst werden, mehrmals wöchentlich sorgfältig, z. B. Türklinken, Lichtschalter oder Telefone. Hierfür reicht ein einfaches Haushaltsmittel.

Hinweis für den Umgang mit Menschen mit Demenz

Die aktuelle Situation ist für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zusätzlich schwierig. Denn krankheitsbedingt ist die Situation für Menschen mit Demenz schwer verständlich und die damit verbundenen Verhaltensregeln sind für sie kaum einzuhalten. Ausbleibende Besuche, Abstands-Regeln und eine Mund-Nasen-Maske beim Gegenüber können sie besonders verunsichern. Gleichzeitig kann es sein, dass Menschen mit Demenz Hygiene- und Abstandsregeln nicht umsetzen und einen Mund-Nasen-Schutz nicht tolerieren.

Angehörige von Menschen mit Demenz sind dadurch zusätzlich herausgefordert.

Umfangreiche Informationen, Tipps und Beratung erhalten Sie bundesweit bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Selbsthilfe Demenz e. V.:

Alzheimer-Telefon | 030 – 259 37 95 14

Mehr zum Thema

DAlzG-Webseite: Aktuelle Informationen zum Umgang in Zeiten von Corona
DAlzG-Info-Blatt: Informationen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

QUELLEN
Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (Hrsg.). (2021). S1 Leitlinie – Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedürftigkeit im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie – Langfassung – AWMF Registernummer 184 – 002. Verfügbar unter Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 / Krankheit COVID-19. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2020). Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Robert Koch-Institut (RKI). (2021). Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19. 15. Risikogruppen für schwere Verläufe. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 30. September 2021

Penible Händehygiene einhalten

Waschen Sie sich mehrmals am Tag mit fließendem Wasser und Seife die Hände.

Hände richtig reinigen

  1. Halten Sie Ihre Hände unter fließendes Wasser.
  2. Seifen Sie Ihre Hände mit Flüssigseife für 20 bis 30 Sekunden ein: Handflächen, zwischen den Fingern, Fingerspitzen, Nägel, Daumen und Handrücken.
  3. Spülen Sie die Seife gründlich unter fließendem Wasser ab.
  4. Trocknen Sie die Hände sorgfältig mit einem sauberen und trockenen Handtuch ab. Teilen Sie sich Handtücher nicht mit anderen. Nutzen Sie unterwegs Einmal-Tücher oder Einmal-Taschentücher.

Unterwegs:

  • Fassen Sie möglichst wenig gemeinsam genutzte Gegenstände an.
  • Nutzen Sie Einmal-Handtücher oder Taschentücher zum Abtrocknen der Hände.
  • Verwenden Sie auf öffentlichen Toiletten ein Einmal-Handtuch oder ein Taschentuch beim Anfassen der Türklinken, der Toilettenspülung und des Wasserhahns.

Waschen Sie sich die Hände immer vor:

  • jedem Kontakt mit dem pflegebedürftigen Menschen
  • Kontakt mit Lebensmitteln, Medikamenten, Kosmetika, Kontaktlinsen oder Zahnprothesen.

Waschen Sie sich die Hände immer, nachdem Sie etwas angefasst haben, worauf sich gewöhnlich Keime befinden, wie:

  • Toilette oder Toilettenbürste
  • Ausscheidungen, z. B. Erbrochenes, Urin oder Stuhl
  • Körpersekrete, z. B. Speichel, Nasen- oder Rachenschleim, Blut
  • unterwegs, z. B. auf dem Haltegriff im Bus, am Einkaufswagen oder an Türklinken
  • Abfall
  • Wunden
  • Tiere
  • rohes Fleisch oder roher Fisch.

Außerdem:

  • Regen Sie die pflegebedürftige Person zum regelmäßigen Händewaschen an.
  • Cremen Sie sich regelmäßig die Hände, um Hautschäden zu vermeiden.
  • Tragen Sie bei der Pflege keinen Schmuck an den Händen und Handgelenken.
  • Halten Sie die Hygiene besonders sorgfältig ein, wenn die pflegebedürftige Person eine Infektion hat. Lassen Sie sich dann auch ärztlich beraten, ob Sie zusätzlich Desinfektionsmittel für die Hände nutzen sollten.

QUELLEN
Robert Koch-Institut (RKI). (2015). Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten. Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Jefferson, T, Del Mar, C. Dooley, L., Ferronie, E., Al-Ansary, L. A., Bawazeer, G. A. … Conley, J. M. (2011) Physical interventions to interrupt or reduce the spread of respiratory viruses. The Chochrane Database of Systematic Reviwes. https://doi.org/10.1002/14651858.CD006207.pub4
Aiello, A. E., Coulborn, R. M., Perez, V., MS & Larson, E. L. (2008). Effect of hand hygiene on infectious disease risk in the community setting: A meta-analysis. J Public Health. https://doi.org/10.2105/AJPH.2007.124610

GEÄNDERT am 12. August 2021

Pflege und Berufstätigkeit vereinbaren

  • Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber über Regelungen, um Ihnen die Pflege Ihres Familienmitglieds zu ermöglichen, z. B. Home-Office, Abbau von Überstunden, flexible Arbeitszeiten oder Freistellung.
  • Lassen Sie sich zu gesetzlichen Freistellungsmöglichkeiten von der Pflegekasse, privaten Pflegeversicherung oder am Pflegetelefon des BMFSFJ beraten.

Berufstätigen, die sich um ein pflegebedürftiges Familienmitglied kümmern, stehen aufgrund der Corona-Pandemie ausgeweitete Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Kurzzeitige Arbeitsverhinderung sowie Pflegeunterstützungsgeld: Statt bisher 10 Tage können Berufstätige in einer akuten Pflegesituation nun kurzfristig bis zu 20 Tage von der Arbeit freigestellt werden, um die Pflege neu zu organisieren, z. B. wenn eine Pflegeperson oder ein ambulanter Pflegedienst ausfällt. Für diese Zeit können Berufstätige sogenanntes Pflegeunterstützungsgeld erhalten. Die 20 Tage können auch aufgeteilt werden, z. B. unter Geschwistern. Voraussetzung ist, dass die Situation aufgrund der COVID-19-Pandemie plötzlich und unerwartet eintrat. Diese Regelung gilt noch bis zum 31. Dezember 2021.
  • Familienpflegezeit für bis zu 2 Jahre: Noch bis 31. Dezember 2021 kann die eigentlich erforderliche wöchentliche Arbeitszeit von 15 Stunden unterschritten werden, um ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu pflegen.
  • Pflegezeit für bis zu 6 Monate: Unverändert besteht die Möglichkeit, die Arbeitszeit bis zu 6 Monate lang zu reduzieren oder vollständig zu pausieren, um ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu pflegen.
  • Entlastungsbetrag: Zusätzlich zu den Sach- und Geldleistungen aus der Pflegeversicherung haben Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 1 bis 5 Anspruch auf einen Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro monatlich. Dieser kann für Hilfen im Alltag eingesetzt werden, zum Beispiel für haushaltsnahe Dienste. Um den Betrag zu erhalten, muss kein Antrag gestellt werden. Aber: Die Kosten werden von der Pflegekasse oder -versicherung nur gegen Vorlage einer Rechnung von zugelassenen Anbietern erstattet. Diese Adressen kann man bei der zuständigen Pflegekasse oder -versicherung erfragen.
    Entlastungsbeträge, die 2019 und 2020 nicht genutzt wurden, können noch bis Dezember 2021 in Anspruch genommen werden.
    Außerdem können Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 den Entlastungsbetrag bis 31. Dezember 2021 flexibler verwenden. Das heißt, der Betrag kann z. B. für Unterstützung durch Nachbarn eingesetzt werden und nicht wie sonst nur für offiziell zugelassene Anbieter.

Wenn keine dieser Möglichkeiten für Sie infrage kommt: Erfragen Sie bei dem Pflegedienst oder der Tagespflegeeinrichtung, ob es eine Notbetreuung für die pflegebedürftige Person gibt.

Mehr zum Thema

BMFSFJ-Webseite: Aktuelle Informationen für pflegende Angehörige
BMG-Webseite: Zweites Gesetz zum Schutz der Bevölkerung
BMAS-Webseite: Pflege und Beruf vereinbaren
Verbraucherzentrale-Webseite: Was, wenn die Pflege zu Hause neu organisiert werden muss?
ZQP-Unterstützung und Hilfen: Gesetzliche Regelungen

QUELLEN
Gesetz für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser (Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG) Vom 23. Oktober 2020. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite betreffenden Regelungen vom 05.03.2021. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege (Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz-GPVG) Vom 22. Dezember 2020. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Zweites Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite Vom 19. Mai 2020 Link  [Aufgerufen am 22.09.2021]
Verordnungsentwurf zur Verlängerung von Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der pflegerischen Versorgung während der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Pandemie. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 30. September 2021

Möglichen Ausfall einer Pflegeperson vorbereiten

  • Erstellen Sie einen Plan für den Fall, dass Sie vertreten werden müssen. Stimmen Sie sich mit der pflegebedürftigen Person und innerhalb der Familie, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft oder mit einem professionellen Pflegedienst ab.
  • Lassen Sie sich zu Unterstützungsangeboten wie Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege oder Tagespflege beraten. Außerdem haben pflegende Angehörige Anspruch auf eine Auszeit, um Beruf und Pflege miteinander vereinbaren zu können. Informieren Sie sich dazu bei Ihrer Pflege- bzw. Krankenkasse oder der privaten Pflegeversicherung.
  • Notieren Sie wichtige medizinische und pflegerische Informationen und die wichtigsten Kontakte für die Vertretung.
  • Stellen Sie sicher, dass nötige Medikamente vorrätig sind.
  • Erwägen Sie Essen vorzukochen und einzufrieren, Wäsche vorzubereiten.

Mehr zum Thema

Unfallkasse NRW: Notfallcheckliste und Notfallcheckkarte

QUELLEN
Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (Hrsg.). (2021). S1 Leitlinie – Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedürftigkeit im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie – Langfassung – AWMF Registernummer 184 – 002. Verfügbar unter Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 12. August 2021

Gesundheit fördern

  • Planen Sie Ihren Tag im Voraus: nehmen Sie sich feste Zeiten vor, zu denen Sie Pausen machen und   z. B. etwas essen oder sich bewegen.
  • Gehen Sie täglich nach draußen an die frische Luft. Ist das nicht möglich, gehen Sie gemeinsam auf den Balkon oder die Terrasse. Oder setzen Sie sich gemeinsam einige Zeit ans offene Fenster.
  • Tun Sie jeden Tag auch Dinge, die Ihnen Spaß bereiten, z. B. einen Film schauen, Musik hören, lesen, Handarbeiten. Auch wenn es nur für kurze Zeit ist.
  • Überlegen Sie, welche Aktivitäten Sie gemeinsam mit der pflegebedürftigen Person unternehmen können, z. B. Kreuzworträtsel lösen, Gesellschaftsspiele spielen, einen Film schauen.
  • Bewegen Sie sich gemeinsam zu Hause bei geöffnetem Fenster oder bei einem Spaziergang. Anregungen für Übungen finden Sie z. B. bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • Ermöglichen Sie soziale Kontakte mit der Familie, Freunden oder Bekannten über Telefon oder Video-Telefonie.
  • Verlegen Sie Treffen mit anderen Personen möglichst nach draußen. Vor allem Aktivitäten wie Gruppensport oder Singen mit anderen sollten an der frischen Luft stattfinden.
  • Versuchen Sie möglichst ausreichend zu schlafen, ausgewogen zu essen, ausreichend zu trinken, sich regelmäßig zu bewegen und regelmäßig die Räume zu lüften.

Mehr zum Thema

BMG-Webseite: Homeoffice während der Corona-Pandemie: Tipps für Alltag und Fitness
BMG-Webseite: Psychisch stabil bleiben
BZgA-Webseite: Psychische Gesundheit in der „Corona-Zeit“

Mehr zum Thema Gesundheit fördern bei Pflegebedürftigen

ZQP-Tipps: Soziale Einbindung unterstützen
ZQP-Tipps: Bewegung fördern
BZgA-Webseite älter werden IN BALANCE: Broschüren
INFORM-Webseite
BZgA-Webseite GESUNDAKTIV älter werden: Alltagstipps für zu Hause
BZgA-Webseite GESUNDAKTIV älter werden: Bewegungstipps für zu Hause
BZgA-Webseite: Übungsvideos
BMG-Webseite: Bewegungsübungen für Menschen mit Demenz
ZQP-Tipps: Ausreichend trinken
ZQP-Tipps: Bedarfsgerecht essen

Mehr zum Thema Gesundheit fördern bei pflegenden Angehörigen

ZQP-Tipps: Gut essen und trinken
ZQP-Tipps: Schlafproblemen begegnen

QUELLEN
Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (Hrsg.). (2021). S1 Leitlinie – Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedürftigkeit im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie – Langfassung – AWMF Registernummer 184 – 002. Verfügbar unter Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Huxold, O. & Tesch-Römer, C. (2021). Einsamkeit steigt in der Corona-Pandemie bei Menschen im mittleren und hohen Erwachsenenalter gleichermaßen deutlich. dza aktuell. Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen.
Peters, A., Rospleszcz, S., Greiser, K. H., Dallavalle, M. & Berger, K. (2020). COVID-19-Pandemie verändert die subjektive Gesundheit. Ärzteblatt, 117 (50), 861-867. doi: 10.3238/arztebl.2020.0861
Robert Koch-Institut (RKI). (2020). Gesundheitliche Lage der Bevölkerung zu Beginn der COVID-19-Pandemie. Gesundheitsberichterstattung des Bundes gemeinsam getragen von RKI und Destatis. Journal of Health Monitoring, 5 (4). Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 30. September 2021

Für Entlastung sorgen, soweit möglich

  • Planen und strukturieren Sie Ihren Tag vorab. Konzentrieren Sie sich auf das Notwendige, z. B. Mahlzeiten und Körperpflege.
  • Nehmen Sie Lieferdienste in Anspruch, z. B. für Einkäufe oder Essen auf Rädern.
  • Lassen Sie sich Arzneimittelverordnungen und Medikamente per Post zustellen. Sprechen Sie mit dem Hausarzt oder der Hausärztin, ob Medikamente über einen längeren Zeitraum verschrieben und Rezepte direkt an die Apotheke geschickt werden können. Lassen Sie sich die Medikamente von der Apotheke liefern.
  • Bitten Sie aktiv um Unterstützung, z. B. bei Ihren Nachbarn. Nutzen Sie auch Nachbarschafts-Initiativen.
  • Teilen Sie sich Betreuungszeiten unter den möglichen Pflegepersonen auf.
  • Informieren Sie sich bei Ihrer Tagespflege-Einrichtung, ob das Betreuungsangebot besteht oder welche Alternativen es gibt.
  • Gönnen Sie sich immer wieder kleine Pausen am Tag. Sorgen Sie für kurze entspannende Momente zwischendurch, z. B. Musik hören, eine Zeitschrift anschauen.
  • Tauschen Sie sich über Sorgen, Ängste oder Gefühle der Einsamkeit mit Freunden oder Familienangehörigen aus. Dies ist über das Telefon, über das Internet oder über den Postweg möglich.
  • Nutzen Sie auch Beratungsangebote des BMFSFJ-Pflegetelefons, von Silbernetz oder der Telefon-Seelsorge sowie die kostenfreie psychologische Online-Beratung pflegen-und-leben.de; diese ist per E-Mail oder in Form eines persönlichen Video-Chats möglich.
  • Beachten Sie: Falls die ambulante Pflege durch den bisherigen Pflegedienst nicht sichergestellt werden kann, ist es derzeit möglich, für den vorübergehenden Einsatz anderer Personen eine Kostenerstattung bei der Pflegekasse zu beantragen. Infrage kommen z. B. freigestellte Mitarbeiter einer geschlossenen Tagespflegeeinrichtung, aber auch Nachbarn. Informationen zu Stellen, die Beratung zur Pflege anbieten, finden Sie im Abschnitt „Hilfen und Beratung“ nutzen. Mehr Informationen finden Sie auch im Abschnitt „Pflege und Beruf vereinbaren“.

Mehr zum Thema

Initiative: QUARANTÄNEHELD*INNEN
App für pflegende Angehörige: in.kontakt
Infektionsschutz.de-Webseite: Psychische Gesundheit in der „Corona-Zeit“
 BMG-Webseite: Psychisch stabil bleiben
Verbraucherzentrale-Webseite: Was, wenn die Pflege zu Hause neu organisiert werden muss?
ZQP-Wissen: Beratung und Hilfen
ZQP-Tipps: Entlastung für Pflegende

Telefonische Angebote

 BMFSFJ-Pflegetelefon: 030 – 20 17 91 31
 BZgA-Telefonberatung: 0800 – 23 22 783
Silbernetz: 0800 – 4 70 80 90
TelefonSeelsorge: 0800 – 111 0 111 | 111 0 222
 Stiftung Deutsche Depressionshilfe: Krisendienste und Beratungsstellen
Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche: 116 111
Nummer gegen Kummer für Eltern: 0800 – 111 05 50

QUELLEN
Gesetz für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser (Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG) Vom 23. Oktober 2020 Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege (Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz-GPVG) Vom 22. Dezember 2020. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Zweites Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite Vom 19. Mai 2020. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Peters, A., Rospleszcz, S., Greiser, K. H., Dallavalle, M. & Berger, K. (2020). COVID-19-Pandemie verändert die subjektive Gesundheit. Ärzteblatt, 117 (50), 861-867. doi: 10.3238/arztebl.2020.0861

GEÄNDERT am 12.08.2021

Hilfen und Beratung nutzen

Wenden Sie sich bei Fragen zur Pflege telefonisch an die Pflegekasse oder private Pflegeversicherung der pflegebedürftigen Person. Kommunale Stellen, Pflegestützpunkte und compass private pflegeberatung bieten ebenfalls telefonische Beratung zur Pflege an. Zudem können Sie sich auch an einen ambulanten Pflegedienst wenden. Adressen finden Sie in der frei zugänglichen Beratungsdatenbank des ZQP.

Die für Pflegegeld-Bezieher vorgeschriebenen regelmäßigen Beratungsbesuche finden zum Schutz vor einer Ansteckung bis zum 31. Dezember 2021 telefonisch, digital oder per Videokonferenz statt, wenn die pflegebedürftige Person dies wünscht.

Wenn Sie einen Pflegegrad oder eine Änderung des Pflegegrades bei der Pflegekasse oder privaten Pflegeversicherung beantragen, erfolgt die Begutachtung während der Corona-Pandemie nicht immer persönlich. Der Pflegegrad kann in dieser Zeit mithilfe einer Sichtung der Aktenlage plus Telefon-Interview mit der pflegebedürftigen Person, den Angehörigen und ggf. der Pflegefachperson und dem gesetzlichen Betreuer oder der Betreuerin ermittelt werden.

Telefonische Angebote

 BMFSFJ-Pflegetelefon: 030 – 20 17 91 31
 GKV-Webseite: Liste der gesetzlichen Pflegekassen
 compass private pflegeberatung-Webseite: Beratungsangebot für privat Versicherte
 AWO-Informationsblatt: Gesetzliche Sonderregelungen in Corona-Zeiten

QUELLEN
Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen (COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz) Vom 27. März 2020. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite betreffenden Regelungen vom 05.03.2021. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]
Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege (Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz-GPVG) Vom 22. Dezember 2020. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil I Nr. 66. Bonn: Bundesgesetzblatt. Link [Aufgerufen am 22.09.2021]

GEÄNDERT am 30. September 2021

Telefonische Beratung und weitere Informationen zum Corona-Virus

Wichtig

Wenden Sie sich umgehend telefonisch an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin, wenn Sie Anzeichen einer Infektion und Sorge haben, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein. Ist diese/r nicht erreichbar, kontaktieren Sie den Patientenservice des ärztlichen Bereitschaftsdiensts   116 117 oder eine örtliche Corona-Hotline und lassen Sie sich über das weitere Vorgehen beraten.

Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Atemnot wählen Sie den Notruf: 112.

Hatten Sie persönlichen Kontakt zu einer Person, die positiv auf COVID-19 getestet wurde, wenden Sie sich umgehend – auch ohne Symptome – an ein Gesundheitsamt in Ihrer Nähe; die Adresse können Sie hier recherchieren:  https://tools.rki.de/plztool.

Bundesweite Telefone

Unabhängige Patientenberatung Deutschland | 0800 – 011 77 22  | 0800 – 011 77 23 (in türkischer Sprache) | 0800 – 011 77 24 (in russischer Sprache) | 0800 – 33 22 12 25 (in arabischer Sprache)
Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung | Behördennummer 115
Corona-Hotline des Bürgertelefons des BMG | 030 – 346 465 100

Beratungs-Angebote für Hörgeschädigte

Telefon-Angebote der Krankenkassen und privaten Krankenversicherung

Bundesland-interne Telefonnummern und Webseiten

Baden-Württemberg | 0711 – 90 43 95 55 | Webseite
Bayern | 089 – 122 220 | Webseite
Berlin | 030 – 90 28 28 28 | Webseite
Brandenburg | 0331 – 866 50 50 | Webseite
Bremen | 0412 115 | Webseite
Hamburg | 040 – 428 28 40 00 | Webseite
Hessen | 0800 – 555 46 66 | Webseite
Mecklenburg-Vorpommern | 0385 – 58 81 13 11 | Webseite
Niedersachsen | 0511 – 120 60 00 | Webseite
Nordrhein-Westphalen | 0211 – 91 19 10 01 | Webseite
Rheinland-Pfalz | 0800 – 575 81 00 | Webseite
Saarland | 0681 – 501 44 22 | Webseite
Sachsen | 0800 – 100 02 14 | Webseite
Sachsen-Anhalt | 0391 – 540 20 00 | Webseite
Schleswig-Holstein| 0431 – 79 70 00 01 | Webseite
Thüringen| 0361 – 57 33 211 88 | Webseite

Hier finden Sie weitere Informationen zum Corona-Virus

Die Bundesregierung
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): infektionsschutz.de
Robert Koch-Institut (RKI)
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration: Informationen in mehreren Sprachen

Informationen zum Corona-Virus in Leichter Sprache werden zum Beispiel auf der Webseite des Robert Koch-Instituts angeboten.

GEÄNDERT am 17. Juni 2021

Sie wollen einen pflegenden Angehörigen unterstützen?

Das können Sie tun:

  • Kennen Sie jemanden, die eine pflegebedürftige Person versorgt? Dann nehmen Sie Kontakt auf und bieten Ihre Hilfe an. Fragen Sie gezielt nach, wobei Unterstützung benötigt wird.
  • Machen Sie selbst konkrete Vorschläge, wobei Sie unterstützen können: z. B. Müll rausbringen oder mit der pflegebedürftigen Person telefonieren.
  • Übernehmen Sie Hol- und Bringdienste wie den Einkauf oder den Gang in die Apotheke.
  • Haben Sie ein offenes Ohr, wenn Sorgen angesprochen werden.
  • Hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer, damit die pflegende Person sich melden kann, wenn sie etwas braucht.

Mehr zum Thema

Initiative: QUARANTÄNE*HELDINNEN

GEÄNDERT am 02. September 2020

GEPRÜFT
am 07. Oktober 2021

AUTORINNEN
S. Garay, N. Kossatz,
K. Lux, D. Sulmann,
D. Väthjunker